Wurst- oder Puddingsteine. — Wurzelsüss. 817
•allerdings zerstören, und dass die Buchner’schen Experimente, wiep® re 'ts oben bemerkt, volle Beweiskraft nicht beanspruchen können.
»nderer Einwand, den man dieser Theorie gemacht hat, ist nicht^ P ; hhalt iger, der nämlich, dass das Bild der Intoxication durch giftigeurste keinen exquisiten septischen Charakter trage; als ob alle Con--,& len eine und dieselbe Krankheit erzeugen müssten. Welcher Art die_' ei Setzung ist, die in den Säften des Körpers durch das Wurstgift ein-eitet wird, und welcher Art die Zersetzung der Wurst selbst ist,^ enn sie giftig wird, ist durch die Liebig’sche Theorie allerdings auch^ . aufgeklärt. Die von Heller und van den Corput ausgesprochene^Usieht endlich, dass die giftige Beschaffenheit der Würste durch ge-8 !® Se Schimmelpilze bedingt sei, ist freilich in keiner Weise wissen-ältlich begründet, aber immerhin der Beachtung werth. Seit Pa-l^b U r 8 Untersuchungen über Gährung und Fäulniss die Bedeutungy en< ler Keime für diese Vorgänge dargethan haben, verdienen alle( ft ° r Sänge, welche man als der Gährung und Fäulniss analog betrach-s n ach ähnlichen Gesichtspunkten näher studirt zu werden. DiesUnS * n ^ er I’hat die nächste Aufgabe für diejenigen zu sein, die^ r äfte dem Studium des Wurstgiftes widmen wollten. Nicht mehrjf el 'einstimmung wie über die Natur des Giftes herrscht über das(j n kheitsbild der Wurstvergiftung. Sobernheim vergleicht sie mitCholera, Weiss mit dem Typhus, Justinus Kerner mit Creti-Co n 'U8! l)i e Ernährung liegt meist ganz danieder, Diarrhöe ist nichtefo tan ^ auffallende Symptome sind Heiserkeit bis zur völligen Aphonie,dp "Partigcr Husten, Schlingbeschwerden, stammelnde Sprache, LähmungP) er ^agenlieder, Erweiterung der Pupille, Schwindel, Betäubung, Sopor.8«n <i me * st erst nach 4 bis 8 Tagen ein, zuweilen nach weni-
wunden; die Genesung nimmt Wochen ja Monate in Anspruch.
G.-B.
q o 'Vurst- oder Puddingsteine wurden gewisse Kiesel-kiH ® 0rnei ’ate mit kieseligem Bindemittel genannt, worin die damit ver-J a e . en Geschiebe gelber, brauner bis schwarzer Feuerstein oder auch
P ls sind. K.
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e 'He J. ürtzit nennt Friedei 1 ) ein hexagonales Schwefelzink ausB>2 ß Subergrube bei Oruro in Bolivia stammend; es enthält 55,6 Zink,i g °^ We ^ e l’ 8,0 Eisen, 2,7 Blei, wenig Antimon und Spur Kupfer.h e3fa 18 omorph mit Greenockit; die Krystalle zeigen die Fläche einer*ta rU 80nal(lri Pyramide mit einzelnen Prismenflächen; die horizontal1 2 q 0 S CR treiften Pyramidenflächen sind in den Endkanten unter etwae|, eii Zu einander geneigt; die Krystalle sind spaltbar parallel den Flä-4,o , es hexagonalen Prismas und der Endfläche; die Härte ist 3,5 bis
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s Pecif. Gewicht ist 3,98. Der Wurtzit ist brännlichschwarz,
glänzend, und hat einen braunen Strich.
^ e lka - e Strahlenblende von Prczibram in Böhmen und Alborgaria8o na ] ^ Portugal, Spiautrit von Breithaupt, ist nach ihm hexa-
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u anach also eine Varietät von Wurtzit.
Fe.
u r Z e 1 s it s S Der in den Wurzeln von Glycyrrhiza enthaltene‘ 8Se ^ofr ( S . Glycyrrhizin Bd. III, S. 645).
1 C °mpt. reuet. T. LH, p. 983; Annal- (1. Cliem. u. Pharm. E(l. CXX, S. 186.U " r ’l't6vt )u( . h der Chemie. ml. IX. 52 •