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Neunter Band.
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877
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Zeugdruck.

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Bei den Römern galten bunte Zeuge* e Kaiser solche ihren Gemahlinnen als

dien

Die Kunst der Erzeugung fertiger Muster auf Stoffen ist eine sehr^ e *)• Sowohl hinsichtlich der mechanischen Hiilfsmittel als der WahlBefestigungsart der Farben ist indessen in neueren Zeiten aus demj eugdruck etwas ganz anderes geworden, als was er in frühester Zeit^ar. Alle Ueberlieferungen aus dem Alterthum lassen erkennen, dass'as Aufträgen der Farben mit Pinseln zuweilen mit Hülfe durchsto-chener Patronen geschah, und dass vielfach Körperfarben mit Klebmit-e n verdickt angewandt wurden.

Die Griechen scheinen durch die Feldzüge Alexanders mit be-lekten Baumwollstoffen bekannt geworden zu sein; Herodot meldet,as s ein Volksstamm am Kaspischen Meere mittelst Färbung in einerr uhe, worin Pflanzenblätter eingeweicht waren, Thierfiguren auf Zeu-® en hervorbrachte, die sehr haltbar waren (Indigo?). Von vorge-schrittenen Kenntnissen der Aegypter in der Kunst des topischen Fär-p ens zeugt ein Bericht von Plinius, der sagt, man trage nicht sofort, ar ben auf die Tücher auf, sondern andere Substanzen und tränke die*°ffe dann in Farbenbrühen, aus welchen sie merkwürdiger Weise^ mehrererlei Farben versehen, herausgezogen würden. Dies ver-r 5 e the die Bekanntschaft mit der Wirkung verschiedener Beizen auf6l üen Farbstoff.

als ein so starker Luxus, dasszu kostbar versagten. In In-„ . h China, Persien, hat sich die Kunst bunte Stoffe zu erzeugen vonri ’nesten Zeiten bis heute erhalten, ohne dass jedoch namhafte Fort-schritte darin bemerkbar wären. Die Mexicaner kannten schon vor dem• Jahrhundert ebenfalls Verfahrensarten buntfarbige Muster hervorzu-. rir >gen, wie die von Ferdinand Cortez an Carl V. gesandten StoffeWeisen.

. In Frankreich zeigen sich deutliche Spuren geordneten Zustan-p es Jer Färberei aus dem 17. Jahrhundert, es war von Colbert dena rber n gewerbliche Organisation gegeben worden, ein Mitglied derkademie war besoldet, um Versuche und Verbesserungen zu machen,v ? e durch die Akademie den Färbern mitgetheilt wurden. Daher soe ° Thätigkeit für Schaffung von Handbüchern und Anweisungenn Dufay, Hellot, Macquer bis zu Berthollet.p le j Das Tragen bedruckter Stoffe war lange verboten, das Verbotsi , erst 1759. Erst nach dieser Zeit drang der Zeugdruck auf franzö-^ >en Boden ein, während 1746 schon in Mühlhausen, damals nochf^he Reichsstadt, die Kattundruckerei betrieben wurde. Diesedi at rr nebst Umgebung, Rouen, Paris sind gegenwärtig in FrankreichBauptplätze für Zeugdruck.

ein In En gland soll nach J. Thomson die erste Druckfabrik vongeg”! französischen Flüchtling ums Jahr 1690 zu Richmond bei Londons >tr ' n ^ et wor< l en S e in, während Anderson von einem auf fabrikmäs-,f a i' irn Betrieb schliessen lassenden Zustand dieser Industrie aus dem0] a Fe Ui7 6 berichtet. Erst ein volles Jahrhundert später wurde in. ol *°w 1771 die erste Druckerei errichet; in Manchester war einee um wenige Jahre früher von einem Franzosen Borei gegründet

( kr 2 p,,^j Is ^* lr lielies über die Geschichte s. in Dr. W. H. v. Kur rer Geschichte

eu gdruckerei.

Nürnberg 1840.