944 Zinkradicale, organische.
läge und Kühler mit trockener Kohlensäure. Durch Erhitzen desbens destillirt man hierauf das Zinkäthyl in die Vorlage über.
Frankland und Duppa 1 ) bringen zur Darstellung des, Zu'äthyls granulirtes Zink und etwa das halbe Volumen von Q ueC ^silberäthyl in eine nicht tubulirte Retorte, erhitzen sie im Wasserb®und schmelzen den Hals hierauf zu. Wenn nach etwa 36stündigem Khitzen die Zersetzung beendigt ist, destillirt man das Zinkäthyl ab, ' v<3ches consfant bei 118° C. kocht. .
Alexejeff und Beilstein 2 ) wenden zur Bereitung des Zinkäth/eine Mischung von 7 bis 8 Grm. Zinknatrium mit 70 bis 80 Grm. Zi»spanen, die nur über Schwefelsäure getrocknet werden, auf 100 Gi' 1 ®'Aethyljodür an, indem sie sonst dasselbe Verfahren wie Rieth u ”Beilstein beibehalten. Die Operation geht in diesem Falle selbst n° cleichter von statten als in letzterem. .,
Das Zinkäthyl ist eine wasserhelle leicht bewegliche Flüssig®®von starkem Lichtbrechungsvermögen und eigentümlichem Ge ruC Jder eher angenehm als widerlich ist. Sein specißsches Gewicht 11,182 bei 18°C. Es wird bei —22°C. noch nicht fest, siedet b e ^118° C. und destillirt ohne Veränderung. Seine Dampfdichte betr®»4,259 (C 4 H 5 Zn entsprechen 2 Vol.). f
Das Zinkäthyl raucht an der Luft und entzündet sich hiei'® uschnell, wobei es mit einer glänzend blauen grüngesäumten Flam 1 ^unter Entwickelung dichter Dämpfe von Zinkoxyd vollständig verbre"
Es muss daher bei seiner Darstellung sorgfältig vor der Berühr®mit Sauerstoff bewahrt werden. Eben so leicht zersetzt es sich &Wasser, Weingeist und vielen anderen Substanzen. Mit Aether,Benzol und wahrscheinlich mit anderen Kohlenwasserstoffen lässtsich ohne Veränderung vermischen.
Das Zinkäthyl bringt mit einer grossen Anzahl einfacher uD< ^iL.sammengesetzter Körper bemerkenswerthe Umsetzungen hervor. pstimmte Verbindungen scheint es nur selten zu bilden (die Verbind 11desselben mit Jodzink, die nicht näher beschrieben ist, wurde obenwähnt), sondern vielmehr Auswechselung seiner Bestandtheile mitderen einfachen oder zusammengesetzten Radicalen. ^
Verwandlungen des Zinkäthyls. Zinkäthyl und .
Stoff. Wird zu Zinkäthyl in einem mit Kohlensäure gefüllten Koder in einer Kältemischung steht, langsam Sauerstoff geleitet, s° ^den sich weisse Nebel, welche sieh auf dem Boden des Gefässe s ^einem weissen Pulver verdichten, und allmälig entsteht eine feste K ßüber dem Zinkäthyl, welche die weitere Einwirkung des Sa ul d s t j 0 iiverhindert, so dass selbst nach Wochen keine vollständige Oxyd® ^eingetreten ist. Zugleich scheidet sich in der Flüssigkeit eine 1^®^Menge einer schwarzen feiuvertheiltem Zink ähnlich sehenden Subsaus (Frankland 3 ). uJ) j
Als Frankland auf eine Mischung von 1 Vol. Zinkäthyl .j3 Vol. Aether in gleicher Weise Sauerstoffgas einwirken liess, f nts g j c hbald ein weisser Niederschlag, aber die Bildung der Krusten H e _ sS e j(idurch Umschütteln verhindern. Nach einiger Zeit entwickelte sic <•brennbares Gas, wahrscheinlich Aethylwassevstoffgas. Nach e
T.
9 Journ. of the chem. Society [2.] Vol. II, p, 3 (1864). -- 2 ) ComP f ’LVIII, p. 171 (1864). — 3) Annal. cl. Chem. u. Pharm. Bd. XCV, S. 42.
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