94G Zinkradicale, organische.
von Aethylwasserstoff sogleich zersetzt. Erhitzt man sie für sich n*®^
tritt
sig, so entwickelt sie Gas und hinterlässt ein Gemenge von metaU*
schein Natrium und Zink. Mit überschüssigem Natrium erhitztgleichfalls Gasentwickelung ein. Beim Erhitzen mit Kalium im W aSserbade entweicht Gas, und Zink und eine flüssige Legirung von Z' 11und Kalium scheiden sich ab (Wanklyn *).
Kalium wirkt noch energischer, aber in derselben Weise wie
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trium auf Zinkäthyl unter Bildung einer krystallinischen Verbind* 111 ®ein. Ebenso giebt Lithium eine krystalliuische Verbindung. A uCalcium scheint sofort auf Zinkäthyl einzuwirken, während das Mag 116sium bei 100° C. keine Wirkung zeigt. ,
Zinkäthyl und Wasser zersetzen sich gegenseitig augenbl* 8 ^lieh und vollständig in reines Aethylwasserstoffgas und ZinkoxIhydrat: Bei der Darstellung des Zinkäthyls muss daher das Wasser n*^liehst abgehalten werden (Frankland 2 ).
In ähnlicher Weise wird Zinkäthyl durch Säurehydrate oder
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Wasserstoffverbindungen von Chlor, Brom, Fluor und Schwefel zerseZinkäthyl und Ammoniak wirken auf einander unter Absch eldüng von Zinkamid und Entwickelung von Aethylwasserstoffg 9
(Frankland 8 ) : C 4 H 5 Zn -f NH, = NH 2 Zn + C 4 H 5 .H.
In ähnlicher Weise zersetzt sich Zinkäthyl mit Aminen _Amiden, wie die Versuche von Frankland gelehrt haben. Aufserfreies Anilin wirkt es mit äusserster Heftigkeit ein; eine ätheris®Lösung von Zinkäthyl erwärmt sich auf Zusatz von Anilin und entw* ß fAethylwasserstoffgas und verwandelt sich zuletzt in eine halbfeste we**.Masse von Zinkphenylamid N(Ci 2 H 5 )HZn, welches mit Wa 9äwieder Anilin regenerirt. _ ,j
Bei der Behandlung von Diäthylamin mit Zinkäthyl findetbeim Erwärmen eine Einwirkung statt, wobei Aethylwasserstoff eweicht und Diäthylzinkainin N(C 4 B 5 ) 2 Zn entsteht, das derhergehenden Verbindung ähnlich ist.
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Auf Acetamid wirkt Zinkäthyl heftig ein, wobei Aethylw»Stoff entweicht und Zinkacetamid C 4 H 4 ZnN0 2 als ein weissesver sich absclieidet.
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Oxamid lässt sich mit Zinkäthyl ohne Einwirkung zusamt* 1 ,bringen, die jedoch bei 100° C. heftig stattfindet. Auch hierbei ^Aethylwasserstoff entwickelt, während Zink oxamid mit Zinkäthyl cmisch verbunden zurückbleibt:
2 C 4 H 5 Zn —)— C 4 H: 4 N 2 0 4 = 2 C 4 Hg ~j~ C 4 H 2 Zn 2 N 2 0 4 ^
Zinkäthyl und Stickoxyd. Nach den Angaben von J t’ 11land 4 ) wird Stickoxydga8, wenn man es zu Zinkäthyl oderätherischer Lösung bringt, langsam aber in grosser Menge aufg ßn . c ]]men, so dass nach Verlauf einiger Tage farblose grosse KrystaH® .abscheiden, zu denen nach und nach die ganze FlüssigkeitRascher erhält man dieselbe Verbindung, wenn man das Sticko*)'durch eine Druckpumpe in den Apparat presst, worin die ätl> erl ‘Lösung von Zinkäthyl sich befindet, so dass zuletzt die Spanuuflo
t) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. CVIII, S. 68. — 2 ) Annal. d. ^ 3 5i
Pharm. Bd. XCV, S. 63 u. Bd. LXXXV, S. 360. — 8 ) Chem. Gaz. 1867 >
Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXIII, S. 36; Jahresber. f. 1857, S. 418. — Jd. Chem. u. Pharm. Bd. XCIX, S. 345.