950 Zinkradicale, organische.
beim Erwärmen im Wasserbade in zugeschmolzenen Köhren lebhaft a °^einander ein, wobei Jodzink sich abscheidet. I
Beim vorsichtigen Oeffnen der abgekühlten Röhre entweicht vieGas, welches aus Aethylen, Propylen, Aethyl und Aethylwa 9 'serstoff besteht, während man durch gelindes Erwärmen drei flüssig®Kohlenwasserstoffe iiberdestilliren kann, nämlich Allyl C e H ä , Amyl® 11Ci 0 H 10 und Amylwasserstoff Ci 0 H 12 . Bei höherer Temper
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destillirt endlich ein mit dem Diamylen (Paramylen) C 20 ftoeinstimmender Kohlenwasserstoff über. Die sehr verwickelte Zersetzung;lässt sich nicht durch eine einzige Gleichung wohl ausdrücken, sonde 1man muss annehmen, dass verschiedenartige Umsetzungen stattfind® 0,Wurtz bewies, dass das so erhaltene Amylen in der Zusamn) enSetzung und seinem Verhalten gegen Brom und Bromwasserstofl' gen 9 "mit dem aus Amylalkohol dargestellten Amylen übereinstimmt; trot*dem hält er die Frage, ob beide identisch seien, noch nicht für erledig ’Auf Bromamylen CxoHgRr wirkt Zinkäthyl beim Erhitzen ^120° C. unter Bildung einer knoblauchartig riechenden, bei 80° C. siedenden auf Wasser schwimmenden Flüssigkeit (Olevinsky 4 ).
Aethylenbromid verhält sich nach den Versuchen von B® 1stein und Rieth 2 ) wesentlich verschieden von dem Allyljodür, ind® 1 "hierbei nur Aethylen, Aethylbromür und Bromzink entstehen.
Aethylchlorid setzt sich mit Zinkäthyl nach den Versuch 0 ®von Freund 3 ) in der Weise um, dass Acetyläthyl und Chlorz 111 ^entstehen. Die Einwirkung ist bei allmäligem Zusatz von Acetylcld 0rid zu einer Aetherlösung von Chlorzink mässig, bei raschem Zu® 8 **wird sie sehr heftig. I
Benzoylchlorid wirkt auf eine ätherische Lösung von Zinkäth^nach der Angabe von Kalle 4 ) äusserst heftig ein (nach Freu 0geschieht dies nur mit reinem Zinkäthyl 6 ), manchmal röcht sogl elC jaber dann um so stürmischer nach einiger Zeit. Um diese Einwirk" 11 ®
zu mässigen, versetzt man eine Lösung von Benzoylchlorid in 3
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Aether mit der ätherischen Lösung von Zinkäthyl in kleinen Portio*und wartet mit dem neuen Zusatz bis die Reaction stattgefundendie man durch Eintauchen des Gefässes in kaltes Wasser noch mäs=>p^Nach dem Verschwinden des Geruchs nach Benzoylchlorid treibtdurch Erwärmen im Kohlensäurestrom den Aether aus, setzt 'W aSs ^zu, und destillirt mit den Wasserdämpfen das entstandene Bei 120 ^äthyl über. n g
Propionylchlorid und Zinkäthyl wirken in ätherischer LÖ S ^nicht ganz so heftig aufeinander ein, wobei Propionyläthyl Cg ftC4H5 und Chlorzink als Hauptproducte auftreten, neben einer 'höher als ersteres siedenden Flüssigkeit (Freund). ^ gt
Während bei der Einwirkung des Zinkäthyls auf die Chlorid 0„Carbonsäuren“ in der angegebenen Weise „Acetone“ entstehen, trebei den „Sulfonsäuren“ andere Verhältnisse ein.
Versetzt man Benzylsulfonchlorid (Sulfophenylchlorid)
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S. 202 u. Compt. rend. T. LVI, p. 354; Annal. d. Chem. u, Pharm. Bd.
S. 55.— 1) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXXIV, S. 282; Jahresber. f. 1861, »■
— 2 ) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. CXXVI, S. 247. — 3 ) Annal. d. c “ c ^ e ,n.Pharm. Bd. CXVIII, S. 1; Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXII, S. 214,Centralbl. 1860, S. 881. — 4 ) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. CXIX,
Chem. Centralbl. 1862, S. 126. — & ) A. o. a. O.