Zinkradicale, organische.
955
Mit Chlorgas zusammengebracht verbrennt es unter Abscheidung° n Russ.
o.. Auf Zusatz von Jod erwärmt sich das Zinkamyl und wird dick-Ussig l indem zuerst Amyljodür und Zinkamyl-Amyljodiir entstehen:2(C I0 H„.Zn) = C 10 H n Zn.ZnI + C 10 B n l.
Bei fortgesetztem Zusatz von Jod wird die Masse wieder diinn-unter Bildung von Zinkjodid und Amyljodür:
C 10 B n .Zn -(- Zn 1 21 = C 10 Hn I "f" 2 Zn 1.
Zinkmethyl.
Entdeckt von Frankland 1 ) (1849).
M e t h y 1 z i n k.
Formel:
C 2H 3 Zn.
Es wurde zuerst durch Erhitzen von Methyljodiir mit Zink in zu-o esc hniolzenen Glasröhren auf 150° C. erhalten, wobei sich vielMethyl-» as bildet, das beim Oeffnen der erkalteten Röhre mit Heftigkeit ent-v e, °M und dabei einen Theil des Zinkmethyls mit sich reisst. Durchli^ sic htige Destillation in mit Kohlensäure gefüllten Apparaten destil-•^an das zurückgebliebene Zinkmethyl über.
6r Butlerow 2 ) empfiehlt dieses Verfahren mit der Modifikation, dassth Säuren angeätztes Zink anwendet, das Zink noch über das Me-12 •? <lör hervorragen lässt, und nur auf 100° C. erhitzt. Nach 10- bis^findigem Erhitzen wird die Spitze der Röhre geöffnet, das Gasströmen gelassen und die Röhre wieder zugoschniolzen, was noche >mal wiederholt wird. Nach 4- bis Stägigem Erhitzen ist die Zer-
s etz'
ben
r Un g vollendet. Statt des Zinks kann man auch die Legirung dessel-
te nilt Natrium anwenden, sonst aber dieselben Verhältnisse beibehal-vm! diesem Fall ist die Zersetzung schon nach 4 bis 5 Stunden01, endet.
g In dem kupfernen Gefdss, worin Frankland das Zinkäthyl inSse rer Menge bereitet (sl S. 942), lässt sich bei Anwefldung vonj 0 ... yljodiir kein Zinkmethyl erhalten. Mischt man aber das Methyl-l e j l ! r m it 2 /s Vol. Aether, so bildet sich bei 100° C. Zinkmethyl noch2i u r a ^ s das Zinkäthyl. Bei der Rectification erhält man aber dasals I ? e ^hyl nicht für sich, sondern mit Aether gemengt oder verbunden,nau 6lIle hei etwa 51° C. siedende Flüssigkeit, welche auf 2C 2 H 3 Znahe *« C 4 H 5 0 enthält.
-^uch wenn man Methyljodiir mit Zink in dem kupfernen ApparatBit ' lrnrne n mit durch Druck verdichtetem Methyloxyd auf 100° C. er-v 0tl ’ en tsteht Zinkmethyl, welches aber ebensowenig durch DestillationSeht Methyläther befreit werden kann, denn bei 43® bis 48° C.2 rx jl'hissigkeit über, deren Zusammensetzung nahezu der Formeln E 2 B 3 0 entspricht (Frankland 3 ),oh;,, ’ a nklyn 4 ) benutzt zur Bereitung reinen Zinkmethyls die nachU n( j M erfahren von Frankland erhaltene Mischung von Zinkmethyl
Ql -L tller : schmilzt sie mit Zink und Methyljodiir wieder in eineein, d ie er auf 100° C. erhitzt und nach vollendeter Ein-
8. Annf ü. d. Chem. u. Pharm. Bd. LXXI, S. 213; Ebendas. Bd. LXXXV,a ) Bmi’ t . 0urn - f - prakt, Chem. Bd. LV11I, S. 421; Pharm. Centralbl. 1855, S. 225.
soc i et ® chim. de Paris 1863, p. 594. — s ) Annal. d. Chem. u.S eil ^alhl i S. 62; Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXIX, S. 103 j Chem,
H 693. — 4 ) Chem. Soc. Quart. Journ. T. XIII, p. 124; Zeitschr.
’ u * "harm.^1860, S. 590.