956 Zinkradicale, organische.
Wirkung abermals destillirt. Auf diese Weise erhält er nach und na®' 1stets mehr Zinkmethyl auf die gleiche Menge von Aether, so dass 211letzt durch Destillation beinah reines Zinkmethyl erhalten wird. ,Nach Frankland und Duppa 1 ) erhält man reines ZinkineWam besten durch Erwärmen von fein granulirtem Zink mit etwa sein® 1 ®,halben Volum Quecksilbermethyl in einer Glasröhre, welche etwaAtmosphären Druck aushält. Man legt die zugeschmolzenenahezu horizontal in ein Oelbad, das man 24 Stunden lang auf 120 ° ‘erhitzt, öffnet sie nach dem Erkalten und destillirt das ZinkmethylDas Zinkmethyl ist eine farblose Flüssigkeit von 1,386 sp eCl ,’Gewicht bei 10,5° C., welche constant bei 46° C. siedet (Frankl®®und Duppa); seine Dampfdichte beträgt 3,291. Der Dampf ertr^S200° C. ohne Zersetzung, aber bei 270° C. findet Ausscheidung V °J 1Zink und Freiwerden von Kohlenwasserstoftgasen statt (Wankly®'Nach Bukton sollen hierbei erst bei höherer Temperatur sieden®Kohlenwasserstoffe entstehen.
Das Zinkmethyl entzündet sich an der Luft sogleich undbrennt mit leuchtender grünlich - blauer Flamme; im Sauerstoff#'^brennt es mit Explosion. Kleine Menge seines Dampfes machen, bre®”baren Gasen beigemengt, diese selbstentzündlich an der Luft.
Im Allgemeinen gleicht das Zinkmethyl dem Zinkäthyl in hob® ,Grade hinsichtlich seines chemischen Verhaltens, doch zeigt es in el<l ,zelnen Fällen wesentliche'Unterschiede davon. Mit Wasser zus a ®j_menkommend zersetzt es sich augenblicklich äusserst lebhaft in M®^?Wasserstoff (Sumpfgas) und Zinkoxydhydrat (Frankland). .
Gegen Stickoxydgas verhält es sich entsprechend wie Zi®äthyl, nur absorbirt es das Gas viel langsamer; es entstehen farbigKrystallnadeln der Verbindung von dinitromethylsaurem Zi® ^oxyd mit Zinkmethyl, welche an der Luft sich entzünden, und du*®Wasser unter Entwickelung von Methylwasserstoffgas in basisch dinnmethylsaures Zinkoxyd verwandelt werden (Frankland 2 ).
Zinkmethyl verhält sich gegen schweflige Säure nicht iny ^selben Weise wie das Zinkäthyl. Zwar wird, wie Hobson 3 ) an ^ ,e p gtrockenes schwefligsaures Gas von einer ätherischen Zinkmethyllö s ®gleichfalls unter starker Wärmeentwickelung absorbirt, wobeiweisse Masse sich abscheidet, welche in Weingeist und in Aethe* .jflöslich, in Wasser aber löslich ist. Aus der wässerigen Lösungman beim Eindampfen undeutliche Krystalle von methylodith 1saurem Zinkoxyd. ^,
Phosphorchlorür verhält sich nach den Angaben von ^hours und Hofmann 4 * ) ganz ähnlich gegen Zinkmethyl, wieZinkäthyl, indem unter sehr starker Wärmeentwickelung Trim® 4 jphosphin entsteht: (C 2 1I 3 ) S P 3 . „f
Zinkmethyl und Chlorblei wirken nach ButleroW 6 )einander unter Bildung von Bleidimethyl (C 2 B 3 ) 2 Pb und Chloi®
und Abscheidung von Blei.
Wird zu Zinnäthyljodür eine ätherische Lösung von Zink 1 ®
4 ) Journ. of the chem. Soc. Vol. II, p. 30 (1864). — 2 ) Annal. d.
Pharm. Bd. XCIX, S. 369; Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXX, S. 10. «iS-
d. Chem. u. Pharm. Bd. CVI. S. 287; Chem soc. Quart. Journ. Vol. X, P* j ^
4 ) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. CIV, S. 1; Chem. Centralbl. 1858, ‘ •
B ) Bulletin de la societe chim. de Paris 1863, p. 696.