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Neunter Band.
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982 Zinn, Gewinnung.

sprünglichen Lagerstätte (Bergzinnerz), bald im aufgeschwemiM®®Lande (Seifenzinnerz s. Zinnseifen) im Gemenge mit mehr 0■weniger Erden, Kiesen (Schwefelkies, Kupferkies, Arsenkies, ZinkbleBu. s. w.) und anderen Mineralien (Wolfram, Eisenglanz, gediegen 1muth u. s. w.) vorkommt. Das Seifenzinnerz (z. B. auf den Inselnund Biliton) ist reiner als das Bergzinnerz. Kommt letzteres in ^Gebirgsart (meist Granit, Gneis, Glimmerschiefer, ThonschieferPorphyr) ganz fein eingesprengt vor, so nennt man das Erz Zi® nzwitter. . ^

Reinere Zinnerze werden dadurch auf ihren Zinngehalt prob J1 ’z. B. in England, dass man etwa 28 Grm. feingepulvertes Erz mit /<bis dem gleichen Gewichte magerer Steinkohle und etwas Borax ' l0Elussspath mengt, die Beschickung in einem Graphittiegel zwisc®Kohks im Windofen 20 bis 25 Minuten lang schmilzt und das nusgesch 1 ^dene Zinn, nachdem umgerührt und nochmals 6 bis 8 Minuten erhitzt v 01den, in eine eiserne Form ausgiesst. Die im Tiegel zuriickgehaW®und dann daraus entfernte Schlacke wird zerkleint und gesiebt, ‘Siebfeine verwaschen und die dabei erhaltenen metallischen Zinnth® ^gemeinschaftlich mit dem Zinnzain verwogen. Um von der Qualität "Zinns Kenntniss zu erhalten, schmilzt man den Zain nochmals in ei 11 ®eisernen Löffel um und giesst seinen Inhalt in Rinnen einer Steinp* a , ^zu kleinen Stangen. Je reiner das Zinn, um so weniger Neigung zel ^dasselbe zum Krystallinischwerden auf der Oberfläche und der Br u ^enthält nichts Körniges; reines Zinn hat eine glatte reine glänZ® DOberfläche ohne tiefere Einsenkungen. .„

Auf deutschen Hütten werden etwa 5 Grm. Erz mit 1520 Proc. Kohlenstaub innig zusammengerieben, mit 10 bis 15 Gt

schwarzem Fluss, welchem noch 15 bis 20 Proc. KohlenstaubMehl zugesetzt sind, und je nach der Menge vorhandener Erden

od« rrtii*

1 bis 2 Grm. Boraxglas gemengt, in eine hessische Kupfertute g. et ^ ! 'omit Kochsalz bedeckt, auf dieses ein Stückchen Kohle gelegt 1bei allmälig gesteigerter Temperatur 1 bis iy 2 Stunden in der W® 1 “^glühenden Muffel eines Probirofens geschmolzen. Dabei reducirt sdas Zinnoxyd und die anwesenden Erden werden verschlackt, ydem Erkalten der Tute wird das Zinnkorn entschlackt. Da das ^oxyd sich sowohl mit Säuren als mit Basen verbindet, also sich 1® jCverschlacken kann, so geben die obigen Proben zu geringe Geh 8 -^weshalb man am besten nach Levol so verfährt, dass man das Zi® n ^mit 1 / 5 Holzkohlenpulver gemengt in einem Porcellantiegel etwa .Stunde lang unter einer Muffel stark glüht, um metallisches Zm' 1 ^erhalten, welches man dann nur durch etwa 5 Minuten langes Scb® 1 ^,zen mit 1 / 3 Cyankalium bei niedriger Temperatur zu einem Kömg evereinigen braucht.

Enthält der Zinnstein fremde metallische Beimengungen, so ' ve . tden dieselben theilweise zerlegt und ihr Radical verbindet sid 1dem Zinn, wodurch das Resultat der Probe falsch wird. In solcFalle wird das Erz unter wiederholtem Zusatz von Kohlenstanb to ^geröstet und die dabei gebildeten Oxyde durch mehrmalige Gig®®mit Salzsäure weggelöst, worauf man das davon nicht angeg rl enoch mit Erden verunreinigte Zinnoxyd in obiger Weise reducirt. ^Kommen gleichzeitig im Erze viel erdige Bestandtheile vor.muss dem Rösten ein Schlämmen vorangehen.