986 Zinn, Gewinnung.
dem Vorherd ausschöpft und auf eine mit glühenden Kohlen bedecktegeneigte Eisenplatte (Zinnpauschherd) giesst, wobei eine eisenreichestrengflüssige Legirung (Saigerdörner, Zinnpausche in 100 Thh 1,24 bis 55 Proc. Eisen, 64 bis 36 Proc. Zinn, 4,87 Proc. bis Spur vonWolfram, geringen Mengen Kupfer, Arsen und schlackigen Theile'Vzwischen den Kohlen zurückbleibt, während das gereinigte Zinn nb'fliesst. Man nennt diesen Sa,igerprocess (Bd. VII, S. 55) das ZinD'pauschen.
Das geläuterte Zinn wird auf blanken Kupfertafeln zu dünnenPlatten gegossen, diese zusammengerollt und mit einem Hammer zü'sammengeschlagen als Ballen- oder Bollenzinn in den Handel g 0 ”bracht. Bei dem Giessen des Zinns zu Platten ist eine gewisse Ten>"peratur einzuhalten, weil dasselbe bei zu hoher Temperatur Anlauff**'ben erhält, und bei zu niedriger Temperatur brüchig wird.
Die Schlacken aus dem Wassersumpf werden nach vollendete 1,Schliegschmelzcampagne nochmals im Erzofen umgeschmolzen und dl®dabei fallenden Schlacken in einem nur 0,22 Meter hohen und 0,6*Meter breiten Spurofen (Schlackentreibofen) durchgesetzt, um d* smechanisch eingeschlossene Zinn auszuschmelzen. Das dabei erfolgend 0Abgangs- oder Sch lacken zinn wird ebenfalls gepauscht J ).
Die Flammöfen zum Zinnerzschmelzen in England (Fig. 62) h 9 'ben 4Fuss 6 Zoll Engl, Herdlänge, an der Feuerbrücke 2 Fuss 4 Zoll,
der Fuchsseite 1 Fuss 2 ZoBreite und eine 40 bis ®Fuss hohe Esse c. ^ ef
ausgetiefte Quarzherd &
fasst 20 bis 25 Ctr. Schliß(mit 50 bis 75 Proc. Zin n ^’welchem 4 bis 5 Ctr. ^gere Steinkohlen soetwas Flussspath oderK 9 *stein beigemengt werd 01 ^Man giebt eine 6- bis 3s tö 0dige starke Hitze, ri“> rdann das Schmelzgutfeuert nochmals, zieht aunvollständig geschm 0 ^zene Schlacke aus un ^
sticht das reducirte Z l0in Stechherd b ab, von W
Fig. 63.
unreineres Rohzinn 10serne Formen oder das 1
ei'
nere noch flüssig zur B‘ 1 ^fination in einen groß® 0 * 1Eisenkessel (Polkessel)
gern Erzeinsatz erhält nun ... . übergefüllt wird. Von ob 1
man gewöhnlich 13 bis 14 Ctr. Rohzinn 1> 0J
,tzt
*) Die reinen sächsischen Zinnschlacken sind nach Plattner, zusammeng es0nach der Formel m [3 (Fe O, Ca O, KO, NaO) . 2SiO s ] -f- n (3Fe O . Si0 3 ) -(" A
SiO a , verbunden oder gemengt mit (FeO, MnO). WoO ? und FeO . Sn 0 3 -
J5in e
böhmische Zinnschlacke enthielt: 24,0 Kieselsäure
;.yvou 3 una re ^ ~* Eis en-
, 24,8 Wolframsäure, 20,7 ^
Inoxyd, 8,6 Kalk, 0,4 BW**