Zinnchloride.
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Das Zinnchlorür nimmt sehr leicht Sauerstoff auf, nach Lö wenthalirkf; gewöhnlicher Sauerstoff beim Durchleiten auf Zinnchlorür nichtx ydirend; ebenso wirkt der in Wasser gelöste Sauerstoff nicht oxydi-Af ’ tkeae Oxydation erfolgt leicht bei Gegenwart auch nur geringereng en von Chamäleon oder chromsaurem Kali (Löwen thal) (vergl.n ter Zinn, Erkennung undBestimmung S.976). War das Chlorürr Luft ausgesetzt, oder bringt man es mit lufthaltendem Wasser zusam-. 11 ^ so scheidet sich beim Lösen weisses basisches Chlorid (Zinnoxy-p 0ri d) ab, während die Lösung dann Zinnchlorid enthält; auch die an-dtl gs klare Lösung von reinem Chlorür trübt sich an der Luft bald^ rch Aufnahme von Sauerstoff; durch Versetzen mit etwas metallischemltln und Salzsäure wird wieder reines Chlorür gebildet.
Bei der Oxydation des Zinnchlorürs an der Luft, oder bei derv °Uständigen Fällung des Zinnchlorürs mit wässerigem Kali bildetwasserhaltendes Zinnoxychlorür SnO . SnEl -f- 3 HO einz eiSs es Pulver, das sich in Säuren löst, und bei der Rothgliihhitze sich^setzt, indem Wasser etwas Salzsäure und Zinnchlorür abdestilliren,a hi'end Zinnoxydul zurückbleibt.
fa v, k,:is Zinnchlorür wirkt stark reducirend, und wird deshalb viel-q a als Reductionsmittel verwendet; es reducirt Gold- Silber- undJi ec ksilbersalze zu Metall; die Chloride von Eisen, Mangan und Ku-1^1 r z u. Chlorür, die Chromsäure zu Chromoxyd, Wolframsäure wird zu^ a Uerri Wolframoxyd, Molybdänsäure zu blauem Oxyd; auch die hö-Q <ireri Oxyde von Blei, Wismuth u. s. w. werden dadurch zu Oxyd oder2 X ydul reducirt; Indigo wird zu Indigweiss. Arsensäure giebt mitbitichlorür einen Niederschlag, der nach Schiff arsenigsaures Zinn-2Sn0 2 . As O a ist. Ueberschüssiges Zinnchlorür reducirt dier Se usäure selbst zu Arsen. Auch manche Säuren wie Salpetersäureand Stickox y d oder Stickoxydul) unterchlorige Säure (zu Chlor) und§ i ® werden reducirt; schweflige Säure giebt bei Gegenwart vona zsäure mit Zinnchlorür Zinnsulfid oder Schwefelwasserstoff' neben^Idorid, welche Reaction zur Erkennung von schwefliger Säure be-0( j e zt werden kann (s. Bd. VII, S. 665). In Berührung mit Chlor,chi r Salzsäure und Salpetersäure geht Zinnchlorür leicht in Zinn-U ° r id über.
c ; r ^ Das Zinnchlorür kann ein Maass abgeben zur Bestimmung redu-arer Körper wie Indigo, Kupferchlorid u. a. m. Mulder 1 ) be-^ d ie Quantitäten dieser Körper volumetrisch durch Zinnchlorür.zu . s Zinnchlorür verbindet sich mit verschiedenen ChlormetallenBistens leicht krystallisirbaren Doppelsalzen,dün ^'™ mon ium-Zinnchlorür: 1. NH 4 Gl . Sn Gl. Die Verbin-st ea g Bildet sich beim Erhitzen von Salmiak mit Zinnfeile; am leichte-zi Qll ' Vl , r d sie durch Eindampfen einer gemischten Lösung von Chlor-f:r e j e erhalten; nach Graham bilden sich zuweilen wasser-
Oct f , r y s bdl e , zuweilen solche mit 2 At. Wasser. Apjohn erhieltb ei . e Bsche luftbeständige Octaeder NII 4 Gl. Sn Gl -)- HO, (Rammels-di e ® er Lielt rhombische Krystalle von der gleichen Zusammensetzung),trjjkj aUer reagiren, und deren wässerige Lösung sich beim Kochen
._2NH 4 Gl . Sn€l -|- 3tfO bildet luftbeständige zu Büscheln
^ Scheik. Onderz III. deel, 1. stuk. 37; Jahresber. 1860, S. 618.Handwörterbuch der Chemie. Bd. IX. ß3