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Zinnchloride.

vereinigte Krystallnadeln, die durch Wasser zersetzt werden (Po£giaie 1 ).

Bariuni-Zinnchlorür und Strontium-Zinnchlorür habedie Zusammensetzung Ba€l.SnQ -f- 4 HO und Sr €51. Sn €rl-f- 4»(P °g giaie).

Kalium-Zinnchlorür: K€l . Sn€l. Das Salz wird wie daAmmoniumsalz dargestellt; es sollen wie bei diesem Krystalle von W aäserfreiem Salz und von wasserhaltendem Salz mit 1, 2 oder 3 Aßfl'ff 0 erhalten werden. ,

Das Salz K€l . Sn Gl -)- HO bildet nach Rammeisberg 2 ) unnach Marignac 3 ) rhombische Krystalle. ...

Zinnchlorür mit schwefelsaurem Zinnoxydul-Kali, Sm 54(SnO . S0 3 . KO . S0 3 ), scheidet sich nach Marignac aus eine 1Mischung heisser und ziemlich concentrirter Lösungen von Zinnchlor" 1und schwefelsaurem Kali in kleinen glänzenden hexagonalen Krystalle"ab; die Verbindung lässt sich aus Wasser ohne Zersetzung umkrystailisir""'

Das Zinnsalz wird in der Färberei und Druckerei vielfach ? et 'wendet (s. Zinnbeizen); es soll hier mit Zinkvitriol verfälscht ?° rkommen; es dient häufig als Reductionsmittel und wird als Antichl 0 *(s. d. Art.) benutzt.

Zinnsesquioxyd.

Anderthalb-Chlorzinn. Formel: Sn 2 €l 3 . Dieses dem Sesfl 1 "oxyd entsprechende Chlorid ist nur in Lösung bekannt, welche durch A- 1 "lösen des Zinnsesquioxydhydrats in Salzsäure bei Abschluss der L"erhalten wird. Die Lösung verhält sich im Wesentlichen wie e1 " 6Verbindung von Zinnchlorür mit Zinnchlorid.

Zinnchlorid.

Zweifach-Chlorzinn, Formel: Sn Gl 2 . Die Verbindung^schon den älteren Chemikern bekannt; Libavius erwähnt diesespers schon 1605 ala Liquor s. Spiritus argenti vivi sublimati (nach 3 etDarstellungsweise mit Quecksilberchlorid); später heisst sie gewöhnh 0nach ihm Spiritus fumans Libavii , zuweilen auch Fumigatorium pefp 6tuurn joviale. Das wasserfreie Zinnchlorid kann durch Destillat 10 "von schwefelsaurem Zinnoxyd mit Chlornatrium, oder durch DestiM"tion des wasserhaltenden Chlorids mit concentrirter Schwefelsäure C z "Bindung des Wassers) erhalten werden. Gewöhnlich wird es d» r f5^stellt durch Destillation eines Gemenges von 1 Thl. Zinnfeile mit

'fl*def

bis 5 Thln. Qnecksilbersublimat, oder durch Erhitzen von Zinnchlo 1 ' 1

oder Zinnfeile in trockenem Chlorgas, wobei das Zinnchlorür sich inkalt gehaltenen Vorlage sammelt. Bei dem aus Zinn und Chlor dai'g e ^stellten Chlorid wird das freie Chlor durch Schütteln mit etwas Z 1 " 1 *feile und Rectificiren entfernt.

Das Zinnchlorür ist farblos dünnflüssig, von 2,267 specif. Ge-fffe".bei 0° C.; es raucht stark an feuchter Luft; es siedet bei 115°C.120°C. nach Dumas, bei 112°C. nach Andrews), das specifi sC . ^Gewicht des Dampfes ist 9,20, die specifische Wärme des Dampfe"für die Volumeinheit = 0,8639, für die Gewichtseinheit 0,09(Regnault); es leitet die Elektricität nicht.

0 Compt. rend. T. XX, p. 1180. — 2 ) Dessen Krystallogr. Chemie S. 2ll-3 ) Compt. rend T. I.V, ,p. 650.