1018 Zinnradicale, organische.
farblose, geruchlose, nadelförmige Krystalle, die oft mehrere Zoll Eänßerhalten. Es schmilzt bei 42°, sublimirt schon bei 100° C. inden Nadeln oder Blättchen, und siedet bei 245° C. unzersetzt. In ka ®Wasser ist es schwer löslich, leichter in der Wärme, sowie in Alsooder Aether selbst in der Kälte. Es besitzt in reinem Zustande keinwesentlichen Geruch. (Löwig, Frankland, Cahours). _Versetzt man die warme weingeistige Lösung desselben mitnig Ammoniak, so scheiden sich beim Erkalten harte prisniati?Krystalle eines Oxyjodür (C 4 B 5 ) 4 Sn 4 10 3 ab, die in Wasser nur ' vnig, leichter in Weingeist oder Aether löslich sind. Dieselben K 3
stalle lassen sich auch durch Kochen von Zinnäthyloxyd mit einer
alkobo'
lischen Lösung von Zinnäthyljodiir erhalten (Strecker). . ß
Zinn äthy lj o d cy an ür, (C 4 H 5 ) 2 Sn 2 Gy, I entsteht beim Erbit 2 ®^gleicher Aequivalente Zinnäthyljodiir und Cyansilber unter Zusatz .etwas wasserfreiem Weingeist in geschlossenen Gefässen mittelst eiKochsalzbades. Durch Eindampfen der filtrirten Lösung erhält mdie Verbindung als krystallinisches Pulver. ,j
Zinnäthyloxyd: (C 4 ff 5 )SnO oder (C 4 B 5 ) 2 Sn 2 0 2 . Esdurch Verdunsten der ätherischen Lösung des Zinnäthyls an der L ^oder durch Fällen der Lösungen der Zinnäthylsalze mit Ammoniak ^ein weisses geschmack- und geruchloses Pulver erhalten. Es ist n lC .jflüchtig, entzündet sich beim Erhitzen an der Luft und verbrennt 1,1heller Flamme unter Ausstossen eines Rauchs von Zinnoxyd. ^
Es ist unlöslich in Wasser und in Ammoniak, fast unlöslichWeingeist oder Aether; leicht löslich in verdünnten Säuren und n»Alkalien. Nach Cahours löst es sich in Kalilauge nicht auf, * j,es ist nicht zweifelhaft, dass die nicht zu concentrirte LösungZinnäthylsalze mit Kalilauge einen Niederschlag giebt, der auf ZüSvon überschüssiger Kalilauge wieder verschwindet. Destillirt B 5 'nach Cahours, Zinnäthyloxyd mit überschüssiger wässeriger Kalil® 0 ^.so geht mit den Wasserdämpfen Zinnsesquiäthyloxydhydrat über,rend zinnsaures Kali im Rückstand bleibt:
3 . (C 4 H 5 )SnO + HO.KO = KO.SnO, -f (C 4 B 5 ) 3 Sn 4 0 •Phosphorchlorid wirkt auf Zinnäthyloxyd bei gelindemwärmen lebhaft ein; das Destillat besteht aus einer MischungZinnäthylchlorürundPhosphoroxychlorid, die sich durch Wasser treD®lassen:
(C 4 B 6 ) 2 Sn 2 0 2 -j- PG1 5 = P 0 2 €l 3 -j- (C 4 H 5 ) 2 Sn 2 €l 2 - c |j.Zinnäthyloxydsalze. Sie sind fast allekrystallisirbar, g erl 'los, in Weingeist und in Wasser löslich, weniger in Aether. Si e . eJ)den in der Hitze unter Entwickelung eines stechenden senfölarhßGeruchs zersetzt. - -
Ameisensaures Zinnäthyloxyd: (C 4 H s )SnO.C 2 B 03 - y 1 }fügt allmälig Zinnäthyloxyd zu verdünnter Ameisensäure w °^ el Q e lsich zuerst löst, bei weiterem Zusatz aber ein farbloses dickesabscheidet, welches beim Erkalten krystallinisch erstarrt, Beimkrystallisiren aus Weingeist erhält man es in durchsichtigen P fis
CyansauresZinnäthyloxyd, (C 4 B s ) Sn 0. C 2 NO, wirdEinwirkung von cyansaurem Silberoxyd auf eine weingeistige Lovon Zinnäthyljodür erhalten und krystallisirt beim AbdampfenLösung (Cahours).