1032 Zinnradicale, organische.
so sind obige Formeln unwahrscheinlich und die Analysen wahrsche ' 0lieh mit Gemengen vorgenommen.
Zinnmethyle*).
Die Zinnmethyl Verbindungen sind den Verbindungen des Z* rltlämit Aethyl analog zusammengesetzt, gleichen ihnen im Allgemein 611in ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften und haben en*sprechende Bildungsweisen wie diese. Man kennt jetzt folgendediesen Verbindungen:
Zinnmethyl (Radical) . . (C 2 Ö 3 )Sn oder (C 2 H 3 ) 2 Sn 2
Zinnmethyloxyd .... (C2H 3 )SnOoder(C 2 H3) 2 Sn 2 02Zinnsesquimethyl (Radical) (C 2 B 3 ) 3 Sn 2Zinnsesquimethyloxyd . . . (C 2 H 3 ) 3 Sn 2 0
Zinnbimethyl .... (C 2 fl 3 ) 2 Snoder(C 2 B 3 ) 4 Sn 2
wozu noch eine Anzahl analoger Verbindungen kommt, worin 6,11Theil des Methyls durch Aethyl vertreten ist.
Zinnm ethyl.
Zinnbimethyl: (C 2 B 3 )Sn oder (C 2 B 3 ) 2 Sn 2 . Das Radical ^* r< jdurch Erhitzen von Methyljodür mit Zinnnatrium (1 Thl. Natrium al1 ,5 Thle. Zinn) in zugeschmolzenen Glasröhren auf 130° C. gebildet, u* 1durch Ausziehen des Inhalts der Röhren mit Aether und Verdampfe 11der Lösung im Kohlensäuregas nicht ganz rein als eine ölige schw 6reetwas nach Schimmel riechende Flüssigkeit erhalten. Sie ist in V 7 » 3 'ser unlöslich, in Alkohol und in Aether leicht löslich und wird beüj 1Erhitzen für sich unter Abscheidung von metallischem Zinn in flucht 1 'ges Zinnbimethyl verwandelt. Die alkoholische Lösung giebt mit s®'petersaurem Silberoxyd einen schwarzen Niederschlag von metallische 1 * 1Silber.
Zinnmethyl-Verbindungen. Als Ausgangspunkt zur D**'Stellung derselben dient das durch Behandlung von Zinn mit Methyljodür darzustellende Zinnmethyljodiir, welches von Frankland zuet 8beobachtet, dann von Cahours und Riehe etwas näher beschriebe* 1 ’zuletzt von Cahours genauer untersucht wurde.
Zinnmethylbromür, (C 2 B 3 )SnBroder(C 2 B 3 ) 2 Sn 2 ßr 2 wird dur 6 * 1Behandlung des Zinnmethyloxyds mit überschüssiger Bromwassersto“'säure nach dem Concentriren der Flüssigkeit in Krystallen erhalte 0 ’die durch Umkrystallisiren in Weingeist zu reinigen sind. Es si* 1farblose Prismen, isomorph dem entsprechenden Chlorür. Es sied e ^bei 208° bis 210°C. unzersetzt. In Wasser ist es ziemlich leicht lösli*^ 1 ’leichter noch in Weingeist (Cahours).
Zinnmethylchlorür: (C 2 B 3 )Sn€l oder (C 2 B 3 ) 2 Sn 2 €l 2 - P® 9Zinnmethyloxyd löst sich leicht in überschüssiger Salzsäure; die Löst***!?scheidet beim Verdunsten das Chlorür in schönen Prismen ab, die h 6 '90°C. schmelzen. Es siedet bei 188® bis 190«C.; seine Dampfdich te
*) Frankland, Annal. d. Chem. u, Pharm. Bd, LXXXY, S. 346; Journ-
prakt. Chem. Bd. LVIII, S.
u. Kiche, Compt. rend. T. X5 . - ^
S. 316; Journ. f. prakt. Chem. Bd' LX, S. 355; Pharraac. Centralbl. 1858, S *
Cahours,Annal.de chim. et de phys [3.] T. LVIII, p, 5; Annal. d. Chem. u. . j
Bd. CXIV, S. 367; Jonrn. f. prakt. Chem. Bd. LXXIX, S. 1; Pharm. Centr»
1859, S. 820.
1; Pharmac. Centralbl.
XVT. Tl. 1001? Annal d. P.bAm. n. Pharm. Ttd
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