1036 Zinnsäure.
oder (C 2 H 3 ) 2 (C 4 W 5 ) 2 Sn 2 . Zu einer ätherischen Lösung von Zinkme&fbringt man nach und nach Zinnäthyljodtir und sorgt dafür, dass Zi® ^methyl überschüssig bleibt; es entwickelt hierbei viel Wärme und ® ‘Gefäss muss daher durch Wasser abgekühlt werden. Man desto«versetzt das Destillat mit verdünnter Essigsäure, wobei ein Aufbrausstattfindet und zugleich eine schwere Oelschicht sich abscheidet, wel emit Wasser gewaschen über Chlorcalcium getrocknet und rectih® ^wird. Es geht anfangs etwas Aether über, das Thermometer steigt rasauf 143°C. und dann langsam bis 148°C., worauf fast Alles überg®®.
Es ist eine klare farblose Flüssigkeit von 1,232 specif. Gewicht ®19°C., die bei—13°C. noch nicht erstarrt und zwischen 144°und 14® ,siedet. Ihre Dampfdichte wurde bei 199°C. zu 6,838 gefunden, wons c (der Formel (C 2 B 3 ) 2 (C 4 B 5 ) 2 Sn 2 vier Vol. Dampf entsprechen. Es besd*einen schwach ätherartigen Geruch und einen metallischen Geschi® 8 ®Es lässt sich leicht entzünden, und lässt bei Behandlung mit CWBrom oder Jod 1 Aeq. Methyl austreten. Genauer untersucht ist ®Einwirkung des Jods. Dieses löst sich darin unter carmoisinrot®Färbung, welche in der Kälte anfangs langsam dann rascherschwindet. Nach Zusatz von überschüssigem Jod wird dieses du’^Schütteln mit Quecksilber weggenommen, und die Flüssigkeit re®* 9 /cirt. Es geht zuerst Methyljodiir über, der Siedepunkt steigt rasch 9207° C. wobei nur wenig Flüssigkeit übergeht, und es bleibt ein u® z jsetzt nicht flüchtiger Rückstand von der Zusammensetzung (C 4(Frankland). Es ist eine strohfarbige etwas ölige bei — 13°C. ® ic Jerstarrende Flüssigkeit, von 2,033 specif. Gewicht bei 15° C. Sieäusserst stechend, unerträglich senfölartig. Beim Erhitzen auf 20“ jfängt sie an zu sieden, doch steigt das Thermometer rasch und230° C. findet eine reichliche Ausscheidung von Jodzinn statt. Es ist s ® e pzweifelhaft, ob diese Substanz von anomaler Zusammensetzung hofoOaist, vielleicht ist sie ein Gemenge von Zinnäthyljodid und Zinnäthy 1 ^annähernd gleichen Aequivalenten. Das Zinnäthylbimethyl wird du 1 ,wässerige Salzsäure unter Entwickelung eines Gemenges von Ae^,,Wasserstoff und Methylwasserstoff (von ersterem über viermal mehr aB' ^letzterem) in ein krystallinisches Salz (wahrscheinlich ein Gemenge ^Zinnäthylchloriir und Zinnmethylchloriir) verwandelt (F r a n k 1 a 13
Zinnmethyltriäthyl, (C 2 f? 3 )(C 4 H 5 ) 3 Sn 2 , entsteht beider^,Wirkung von Zinnsesquiäthyljodtir auf Zinkmethyl, wobei eine betri 1 ® ^liehe Wärmeentwickelung stattfindet. Auf Zusatz von säurehaltigWasser scheidet sich ein schweres Oel ab> das wie oben beschri® ^gereinigt wird. Man erhält so eine farblose bei 162° bis 163°C. sied®* 1 .Flüssigkeit von ätherartigem Geruch, welche durch Jod in Mew Jdür und Zinsesquiäthyljodiir zerlegt wird (Cahours). A-
Zinnsäure, Zinnoxyd. Das höchste Oxyd des Zinns,mel Sn0 2 . Diese Verbindung kommt als Zinnstein oder Holzzinn A {türlich vor (s. S. 979). Wird der Dampf von Zinnchlorid gemengt* j,Wasserdampf durch eine glühende Porcellanröhre geleitet, so bilde* 9 inach Daubree 1 ) Salzsäure und es setzen sich Krystalle von Zinn 0 »
ab; grössere wenn man das Zinnchlorid nicht durch Erhitzen verdaW.^sondern in einem Strom trockener Kohlensäure diflündiren lässt, un, A. n .die Porcellanröhre mit Wasserdampf leitet. Die so erhaltenen
*) Pharm. Centralbl. 1849, S, 821.