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1040 Zinnsäure.

nicht mehr in Salzsäure löst. Beim Glühen hinterlässt das Ziunsäurehydrat amorphes Zinnoxyd, in einem Strom von Chlorwasserstoff S eglüht giebt es krystallisirtes Zinnoxyd (s. S. 1037).

Zinnoxydhydrat bildet mit vielen Farbstoffen unlösliche VerbU 1düngen; es wird daher ähnlich wie Thonerde zur Darstellung gefärbterVerbindungen gebraucht (s. Zinnbeize S. 989).

Metazinnsäurehydrat.

Anomales Zinnsäure hydrat, anomales Zinnoxydhy dt®*

b-Zinnsäurehydrat. Zinn wird durch starke Salpetersäure m

tazinnsäurehydrat verwandelt; am heftigsten wirkt eine massig conce^trirte Salpetersäure ein; das Hydrat wird ausgewaschen, so lange n° cdas Waschwasser Salpetersäure enthält. An der Luft getrocknet e ®spricht dann das Metazinnsäurehydrat der empirischen Formel b S D *2HO; es ist ein weisses seideglänzendes Pulver von 4,93 specif. **wicht; beim Trocknen in der Wärme oder im Vacuum bleibt ein Hydr.b SnO .HO; bei 140» C. bleibt das Hydrat 3 Sn 0 2 .2 HO, naC Jspäteren Angaben von Fremy = 5 Sn0 2 • 4H 0; beil60°C. getrock® e #soll es 5 Sn0 2 .3HO geben; beim Glühen bleibt amorphes wasserfr® 1 ®Zinnoxyd zurück. Aber auch das in Salzsäure gelöste a-Zinnsäurehydtverändert sich in verdünnter Lösung, und diese verhält sich nach 1®gerem Stehen wie eine Lösung von Chlorwasserstoff - MetazinnsäuJ' edrat; die Umsetzung geht um so rascher vor sich je verdünnterLösung, sie findet nicht statt bei sehr eoncentrirten Lösungen; ein &reichender Zusatz von Weinsäure verhindert die Umsetzung auch e ^ e

verdünnten Lösung. Der Uebergang der Zinnsäure in Meta zinns®

lässt sich durch das Verhalten gegen Schwefelsäure, gegen Zinncb ^rür, gegen Weinsäure und Ammoniak erkennen; nach Löwenth®lässt sich durch Ferrocyankalium der Grad derUmwandlung erken®^,zum Fällen von 1 Aeq. reinem mit wenig Salzsäure angesfiuertenichlorid ist genau 1 Aeq. Ferrocyankalium erforderlich; je mehr s ®. 3 (saure Metazinnsäure sich bildet, desto weniger Ferrocyankalium 1 ^nöthig zum Fällen von 1 Aeq. Zinn; solche Metazinnsäurelösung tgar kein gewöhnliches Zinnchlorid enthält, scheint durch FerroCTkalium gar nicht gefällt zu werden.

Eine concentrirte Lösung von a-Zinnsäurehydrat in Salzsäure ("* „chlorid) zersetzt sich auch beim Kochen nicht; eine verdünnte Lö® ^dieses Körpers oder eine verdünnte Lösung des Zinnoxyhydral*Salpetersäure scheidet beim Kochen leicht Metazinnsäurehydrat ab' ^Aus der Lösung von Zinnsäurehydrat in Salpetersäure wird 11Zusatz von Wasser durch Kochen Metazinnsäurehydrat gefällt. . . ^Die in Salzsäure gelöste Metazinnsäure giebt bei dergallertartiges Metazinnsäurehydrat, halb durchscheinend unlösli ßWasser wie in verdünnten Säuren (Graham). jfe ,

Die Metazinnsäure ist unlöslich in Wasser und in Salpeters® 11 ^wird sie mit Salzsäure oder Schwefelsäure übergossen, so nltn1 ^ e tyvon den Säuren auf ohne sich zu lösen; der Verbindung von ^..^ezinnsäure mit Schwefelsäure wird durch Wasser die Schwei®*® ^vollständig entzogen; die Verbindung mit Salzsäure löst sich in re ^je-Wasser, wird aber durch concentrirte Salzsäure aus dieser Lösung

l ) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXVII, S. 32t ; Jahresber. 1859, S. I 98 '