Band 
Neunter Band.
Seite
1050
JPEG-Download
 

1050

Zinnwaldit. — Zirkon.

Zinnwaldi t wurde der lithionhaltige Kaliglimmer von Zinn'wald in Böhmen genannt.

Zinnzwitter s. unter Zinn, Gewinnung S. 982 undunter Zinnerz S. 999.

Zippeit, syn. Uranbliithe,

Zirkon, Hyacinth, pyramidaler Zirkon, Zirkonit, E u ‘gelhardit, Zircon, Jargon, Hyacinthe, 3 Zr0 2 • 2Si0 ;J , nach den Analy® 6 ”von Klaproth ] ) des aus Norwegen und Ostindien, von Vauquelin /des ceylonischen und des von Expailly in Frankreich, von Berzeliuä 3 )des letzteren, von John 4 ), Wackernagel 8 ), Berlin 6 ) des von Fr 6 'driksvärn in Norwegen, von Henneberg 7 ) eines von unbekannt 611 ’Fundorte, von Gibbs 8 ) des von Litchfield in Maine, von VanuxeM /und Chandler 10 ) des aus der Grafschaft Buncombe in Nord-CaroH 118 ’von Weth e rill n ) des von Reading inPennsylvanien, von T.S. Hunt 1 )des von Grenville in Canada. Die Formel des Zirkon wird nach d eI ”früheren Atomgewicht des Zirkonium (s. S. 1051) auch SZrO.E 1 ^oder Zr 2 0 3 .Si0 3 geschrieben; nach Marignac 13 ) und G. Rose’list die Formel (die Kieselsäure == Si0 2 ): Zr0 2 .Si0 2 , weil n» c ”chemischen und krystallographischen Untersuchungen der Fluorzirk 0 'nate die Zirkonerde (Zirkonsäure) analog der Kieselsäure sich verlud*”(s. S. 1054). Der Zirkon krystallisirt quadratisch und bildet manWl?fache prismatische bis pyramidale Combinationen, so des quadratisch 6 ”Prisma in normaler Stellung ooP mit der quadratischen Pyramide 11deren Endkanten 123° 19' und deren Seitenkanten 84° 20' mess 6 ”’auch mit dem quadratischen Prisma in diagonaler Stellung co F 05 ’der octogonalen Pyramide 3 P 3 u. a. m., oder des quadratischen Pri 51 ”®in diagonaler Stellung ooPoo mit der Pyramide P, die letztere C 0 ,”^bination gewöhnlich bei den losen Krystallen, die ersteren bei den 6l ”und aufgewachsenen. Er ist unvollkommen bis deutlich spaltbar P®rallel den Flächen des quadratischen Prisma oo P und der quadratisch 6

Pyramide P und hat muschligen bis unebenen Bruch. Er istroth, braun, grau, grün, selten weiss bis farblos, durchsichtig bi 3

ilbt

a 6

den Kanten durchscheinend, hat demantartigen Glas- bis Wachsgl?”?’weissen Strich, die Härte = 7,5 und das specif. Gewicht = 4,4 ”

4,7. Vor dem Löthrohre ist er unschmelzbar; der farblose verän 1sich nicht, der klare rotlie wird farblos oder gelblich, der braune

der*

- - 1 -- _ _- ---- - Q --j — -

Fredriksvärn wird weiss. Nach Ilenneberg 15 ) und Chandler 16 ) 2

gen farbige Krystalle beim Erhitzen auch Phosphoresciren, wobei ^

sich entfärben und etwas höheres Gewicht zeigen. Von Borax ' v ‘ f (r

er schwer zu einem klaren Glase aufgelöst, welches bei der Sättig 11 ”"

unklar wird. Phosphorsalz greift ihn nicht merklich an. Soda löst ^

nicht auf, giebt zuweilen Manganreaction. Von Säuren wird er ölC

- . ^

4 ) Dessen Beiträge Bd. III, S. 266; Bd. V, S. 130. — 2 ) Journ. des lnim _

p. 97. — s ) Pogg. Annal. Bd. IV, S. 131. — 4 ) Journ. des min. T. V, p. ®5yjll,B ) Rammelsberg’s Handb. d. Mineralchem. S. 890. — 6 ) Pogg. Annal. Bd. LXXA ,S. 162. — 7) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XXXVIII, S. 508. — 8) Pogg-

Bd. LXXI, S. 651. — 9 ) Dana Syst, of Min. p. 418. — W) Pogg. Annal. Bd- ^

S. 144. — U) Amer. Journ. ofSc. [2.] Vol. XV, p. 443. — 12) Phil. Mag. C 4 -J '„1.

p. 328. — 18) Annal. de chim. et de phys. [3.] T. LIX, p. 257. — 14 ) Dogg' p 0 gg-

Bd. CVII, S. 602. — 18 ) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XXXVIII, S. 508. — 1 1 rAnnal. Bd. OII, S. 444.