Zirkon, natürlicher. — Zirkonium. *1051
^gegriffen, nur Schwefelsäure zersetzt das Pulver nach lautrerem Er-
Uzen allmälig. K .
Zirkon, natürlicher s.
Zirkonerde, syn. Zirkoniumoxyd.Zirkongranat, syn. brauner Granat.
Zirkonit, syn. Zirkon.
Zir konium, Zirkonmetall. Ein zu den Erdmetallen ge-int, teS Element, welches dem Silicium vielleicht auch dem Bor sehrde 6 s *' e ^ l b Symbol Zr. Das Atomgewicht dieses Elementes ist je nach-0| ^ m an die Zusammensetzung des Oxyds als ZrO, oder Zr 2 O 3 ,di k bezeichnet zu 22,4; 33,5 oder 44,8 genommen; das Ver-
Au * Un S sv erhältniss des Zirkoniumchlorids (s. S. 1053) hat Deville, dieg e ^°gie der Fluorzirkondoppelsalze mit den Fluorsiliciumverbindun-Marignac veranlasst, das Atomgewicht des Zirkoniums zu
(560) anzunehmen. Wir wollen daher, da Zr früher = 22,4 ge-^■nen ist, Zr = 44,8 nehmen.
Das Zirkonium findet sich als Oxyd nur in wenigen und seltenenkj^ahen. Klaproth entdeckte die Zirkonerde 1789 zuerst im Zir-
Und erkannte sie als eigentümlich, 1795 fand er dass sie auch imenthalten sei; später ist das Oxyd dann noch im Eudialyt,„ f °tymignyt, im Aeschinit, Oerstedtit, Fergusonit und Katapleit,, 'Jfiden. Kulesza glaubte sie auch im Zoisit gefunden zu haben;
ctl Rammeisberg aber nur weil Zirkon beigemengt war.
(j Das Zirkonmetall wardzuerst von Berzeli us (1824) dargestellt inns ^R'chen Weise, wie er amorphes Silicium und Bor dargestellt hatte,»nij. durch allmäliges Erhitzen von trockenem Fluorzirkon-Kaliumbei
^ Rälium in einem verschlossenen Rohre von Glas oder Eisen;
anfangendem Glühen erfolgt die Reduction ohne heftige Einwir-
e nt Un g; die erkaltete Masse wird mit Wasser aufgeweicht, hierbeiEj Ic kelt sich etwas Wasserstoff und durch Einwirkung von Kali aufdie 5! Zlr bonkalium entsteht etwas Zirkonerde; um diese zu lösen wird(1 Ti i SSe nac ^ ^ em Abwaschen mit kaltem Wasser mit SalzsäureHjg 0 i ’ c °ncentrirter Säure auf 1 Thl. Wasser) bei 40° bis 50° C. ei-rnjgjj ^nuden digerirt, wonach abfiltrirt und das Metall zuerst mit Sal-(l„ rc j i haltendem Wasser (mit reinem Wasser würde es fein vertheiltd-i s Filter gehen) dann mit Weingeist abgewaschen wird.
Sat Um 38 So ei ’h a Rene Metall ist nach dem Trocknen ein amorphes zu-er> backendes der Kohle ähnliches Pulver; unter dem Polirstahlßl ät z u eisengrauen schwach glänzenden dünnen graphitähnlichenf e ; ß . “en. J m ungeglühten Zusatze vertheilt sich das Zirkonium sehres g 3*! ^ttsser, so dass es damit durch ein Filter geht; beim Stehen setztl?s Dngsam ab, rascher bei Zusatz von Salzsäure oder von Salzen.Stoff 1 * n diesem porösen Zustand die Elektricität nicht; im Wasser-Dtztf aS OC * er Vacuum geglüht verändert es sich nicht; lässt man im^dfch tn ^' a ‘R zu dem erkalteten Zirkonium Luft hinzutreten, so wirdbitzt 1G rasc be Absorption derselben das Pulver bis zum Glühen er-Rliihl,-A n d ftr Duft erhitzt verbrennt das Zirkonmetall weit unter derstarker Lichtentwickelung zu Zirkonerde. Die gewöhn-äuren auch Königswasser wirken wenig auf Zirkonium ein,