1052 Zirkonium, Erkennung und Bestimmung.
Flusssäure löst es leicht unter Wasserstoffgasentwickelung; ein Genien#*’von Flusssäure und Salpetersäure wirkt sehr heftig ein.
Beim Erhitzen von amorphem Zirkonium mit Aluminium in elnem Kalktiegel wird neben Zirkoniumnitrid (s. d. Art.) eine gen 11 sMenge von eisenschwarzen glänzenden Blättchen wahrscheinlich kr)”stallisirtem Zirkonium erhalten 1 ) (Mailet).
Das Zirkonium wird auch durch Schmelzen mit ätzenden, 111kohlensauren, borsauren oder salpetersauren Alkalien sowie mit chlof'saurem Kali oxydirt. Es verbindet sich direct unter Erwärmung 1,11Chlor und mit Schwefel.
Die Verbindungen des Zirkoniums sind zuerst von BerzeliuS'hdann besonders von Hermann 3 * ), später von Svanberg, Berlin u"in neuester Zeit einige von Marignac untersucht. F&
Zirkonium, Erkennung und Bestimmung. P aS
Zirkonium bildet zum Theil in Wasser lösliche Verbindungen, ande> elösen sich in verdünnten Säuren besonders in Fluorwasserstoffs» 1 "®’oder in concentrirter Schwefelsäure; oder endlich sie können dur®reine oder kohlensaure Alkalien, sowie durch Glühen mit saurem Schwe-felsäuren Kali oder mit Fluorwasserstoff-Fluorkalium au fgeschlos äeI1werden.
Die Lösungen der Zirkonerde zeichnen sich dadurch aus, dass d® 3Zirkonerdehydrat durch Fällung mit Alkali erhalten sich nicht ltS>überschüssigen Fällungsmittel löst (Unterschied von Thonerde undryllerde). Das Zirkonerdehydrat löst sich nicht in Salmiak, und we»®heiss gefällt auch schwierig in Säuren. Kohlensäure Zirkonerde lösts lCaber in überschüssigem einfach- und doppelt-kohlensauren Alkali. Eig el1thiimlich ist besonders das Verhalten der Zirkonerdesalze in der Wä 1 " 1 ®gegen eine concentrirte Lösung von schwefelsaurem Kali, indemhier gefällte basische Zirkonerde-Kalisulfat sich nicht in Wasser ""kaum in viel Salzsäure löst (Unterschied von Thonerde).
Zur quantitativen Bestimmung der Zirkonerde genügt e ®’wenn sie nur mit flüchtigen Säuren verbunden ist, sie längere Zeit *glühen. Die Zirkonerde kann auch durch Italien mit Ammoniak a ~basisches Salz abgeschieden werden, das dann beim Glühen Zirkon er . _giebt. Durch Fällen mit Kali wird kalihaltendes Zirkonerdehydrat " ,edergeschlagen, daher ist das Fällen mit Ammoniak zweckmässiger; n ‘ a ®dem Glühen lässt sich der Zirkonerde das Alkalisalz durch W» ßSentziehen.
' Die Trennung der Zirkonerde von allen den durch Schwefelwa s f efstoft' aus saurer Lösung fällbaren Metallen bietet keine Schwierig! 5 » 1 \Die Zirkonerde enthält oft Eisenoxyd; die Trennung beider b|®manche Schwierigkeiten; es sind schon bei der Darstellung der re 1 "Zirkonerde verschiedene Methoden angegeben beide Oxyde zu treu" 6(vergl. S. 1059). j
Nach Rivot wird die eisenhaltende Zirkonerde feingeriebenim Wasserstoffstrom erhitzt um das Eisen zu reduciren, welches d»durch ganz verdünnte Säure gelöst wird.
!) Ob Zirkonium wie Silicium und Bor in verschiedenen allotropischen ^ 0< jY,
cationen erhalten werden kann, bleibt noch zn ermitteln. — 2 ) Pogg. Annal. o
S. 117. — 8) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XXXI, S. 77.