Band 
Neunter Band.
Seite
1070
JPEG-Download
 

1070

Zoochemie, thierische.

Thierkörpers einem beständigen Wechsel des Aggregatzustandes untei"worfen sind; denn die in Lösung aufgenommenen werden erst im O r *ganismus als Bestandtheile von Geweben fest abgelagert, müssen aberbei dem Zerfall der letzteren, um den Körper verlassen zu könne»’wieder flüssig werden. Das allgemeine Auflösungsmittel für alle di eseStoffe ist das Wasser, allein diese Auflösung wird in vielen Fäll« 11durch die Gegenwart anderer aufgelöster Stoffe bedingt, so dass i»>Körper Stoffe aufgelöst Vorkommen, die ausserhalb des Organism» 9sich in reinem Wasser nicht auflösen. Die Alkalien, die ChlormetaH e ’die kohlensauren Alkalien und freie Kohlensäure spielen in dieser B e 'ziehung eine sehr bedeutsame Rolle.

Zu den Gewebsbildnern oder histogenen Bestandtheilen zählt in» n ‘1) die Albuminate: Albumin, Paralbumin, Metalbumin, Fibri»’Syntonin, Parasyntonin, Casein, Globulin, Hämatokrys ta *’lin. Die Alb uminate fehlen keinem thierischen Organismus, und ste*'len die Hauptbestandtheile des Blutes, aller eigentlichen Ernährung®'fliissigkeiten (Chylus, Lymphe, Milch, parenchymatöse Säfte) des Fl« 1 'sches und gewisser Gewebe dar. Sie fehlen auch in keiner Peri 0< pdes Lebens und finden sich schon im embryonalen Organismus.höhere Stute der Organisation, auf welcher der Körper des Mensch« 11und der höheren Thiere steht, wird durch den Reichthum der Fo rI)Ibestandtheile an Albuminaten bezeichnet. Während bei den Pflanz « 11die Wände der Zellen und Röhren überwiegend aus der stickstofffrei® 11Cellulose bestehen,"werden im Thierkörper dieselben vorzugsweise f0t>Albuminaten und ihren Derivaten gebildet. Die Albuminate fiod elJsich im Organismus zum Theil gelöst, zum Theil in festweicher F° r1 ^organisirt, zum Theil endlich amorph und aufgeschwemmt vor. ^Lösung ist durch das Wasser, gleichzeitig aber auch durch die Geg 6 ?wart gewisser Salze bedingt. 2) die Albuminoide oder nächsten

F 1 '

e»>

vate der Albuminate: Pyin, Mucin, Spermatin, Keratin,broin, Spongin, Substanz des elastischen Gewebes, Collaf,Chondrigen, Ichthin, Iehthidin, Ptyalin, Pepsin. Die 1,1 ^sten der hierher gehörigen Stoffe sind organisirt und integri r «°,Bestandtheile von Geweben (Epithelial- und Horngewebe, Knorpellen, Bindegewebe, Sehnen, elastisches Gewebe u. s. w.) einige koo^aber auch in Lösung vor, und einzelne scheinen der KrystalÜ safähig zu sein (Ichthin). Einige davon endlich sind sehr wie» Athierische Fermente (Ptyalin, Pepsin). — 3) Fette. Dieselbensich in allen Geweben und Organen und in allen Flüssigkeiten .Thierkörpers, vielleicht mit alleiniger Ausnahme des normalen ^

An einzelnen Stellen des Körpers sind die Fette in grössererangehäuft, und ebenso sind auch gewisse Flüssigkeiten wie z. ,i e pMilch durch Fettreichthum ausgezeichnet. Das Fett findet sich in gje<leingeschlossen, in dem Fettgewebe der Histologen, auch in der S - e jdie F’ettkügelchen von Membranen umschlossen; oder in Gestalt .Fetttropfen suspendirt, so im Chylus, in der Lymphe, im Blute. *-* r .kann das F'ett, sofern es nicht verseift ist, nur zum geringsten Theo«kommen, da ja Fette in Wasser und wässerigen Flüssigkeiten nlC -f e ulieh sind. Ein kleiner Theil aber kann durch die vorhandenengelöst sein. In der That kommen neben Glyceriden im Org a “ j eö ,auch Seifen vor: palmitinsaure, stearinsaure und ölsaure Aäi» a "sowie freie Fettsäuren. 4) Gewisse einzeln stehende Stoffe: