1086 Zucker.
Nach Thenard wirkt Ammoniak bei Gegenwart von phosph®^saurem Ammoniak schon bei 80° C. heftig zersetzend auf Rohrz«®^ein, indem Kohlensäure und Körper aus der Düngerreihe vielleicht aphosphorhaltende Körper entstehen.
Schoonbrodt ] ) giebt an, dass wenn Zucker mit Ammoniakgasdann mit Phosphorsäureanhydrid behandelt wird, sich ein K°C 24 H 13 N 3 0 9 bildet, den er als Zuckernitril bezeichnet; er r J
dass dieser Körper seinen Eigenschaften nach sich den von T* ie . n ‘ u | ) -dargestellten Körper anschliesse, und dass beide sich den Album 1 ® 9stanzen anreihen. ^
26. Durch Eiweissstoffe. Diastas und Emulsin veränderngelösten Rohrzucker nicht. Viele andere solcher Substanzen beso®Bierhefe und andere Fermente, Käse, Erythrozym u. s. w. zersetzen ^in mässig concentrirter Lösung bei mittlerer Temperatur von et"'bis etwa 30° C.; es tritt hierbei Gährung ein. . e( .
Eine wässerige Lösung von Rohrzucker geht bei Zusatz von ®liefe (Torula cerevisiae ) anfangs langsam in Gährung über, indeö 1 j et ,zuerst Invertzucker (Dubrunfaut) oder Traubenzucker (Rose) h J ^der dann rasch in lebhafte Gährung geräth, und in die verschiedProducte zerfällt hauptsächlich Weingeist und Kohlensäure neben ® ^Bernsteinsäure und Glycerin, Amylalkohol und anderen Alkoh 0 -^nach Pasteur geben 100 Thle. Rohrzucker unter AufnahmeElemente des Wassers etwa: 51,0 Alkohol, 49,1 Kohlensäure, 3,4 , tcerin, 0,65 Bernsteinsäure', 1,3 Cellulose und andere nicht bes® n >
Stoffe (zusammen 105,45 Thle. 2 ). Auf 100 Thle. Traubenzucker b® 1
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nen sich demnach 48,45 Alkohol, 46,65 Kohlensäure, 3,23 GL')’y,0,62 Bernsteinsäure und 1,24 Cellulose u. s. w. (zusammen 100,19 l n n) jtNach Pasteur 3 ) vergährt der Rohrzucker als solcher und zwa r
ebenso viel Hefe wie Glucose, nur etwas langsamer wie diese; erst ^ein Theil des Rohrzuckers Bernsteinsäure gebildet habe, v era ’’nach ihm diese die Umwandlung des Rohrzuckers in Glucose, “.^iBildung also etwas Accessorisches sei. Diese Angabe wider ä P j,der Angabe von Berthelot und Buignet, dass die orga® 19 ^;)Säuren wenigstens im verdünnten Zustand selbst beim Erwärm®®■ pRohrzucker nur sehr langsam umwandeln (s. S. 1073). Nach ^thelot 4 ) ist es die Hefe und nicht die Säure, welche die Urnw®®des Zuckers bewirkt. sS ii-
Wird Rohrzucker mit Wasser und Kreide oder doppelt-kolJ®®^^.rem Natron versetzt bei Gegenwart' eines Ferments wie Käse, .^tthierische Membran, Harn, oder zersetztem Rübensaft u. dergl. so jg-sich Milchsäure zuweilen daneben Buttersäure, zuweilen auch ^<.1)säure; dabei entwickelt sich Kohlensäure und Wasserstoff’.Pasteur ist das eigentümliche Milchsäureferment ein Pilz u jig
glaucum. Zuweilen erleidet der Rohrzucker die schleimige G® .j c |runter ähnlichen Verhältnissen wie die sind unter welcher die M j)f esäuregährung sonst eintritt; es bilden sich hier dann neben MiLh^^iMannit eine gummiartige Masse und eine schleimige Substanz)
*) Compt. reml. T. LII, p. 1071; Jahresber. 1861, S. 721
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3 ) Annal. de chim. et de^P .Cb e<<>
chim. et de phvs. [3.] T. I.VIII, p. 347. — -j T „ 98O;
T. LVIII, p. 323; Jahresber. 1860, S. 515. — 4 ) Compt. rend. 1- *•>, 1 •Centralbl. 1800, S. 606; Jahresber. 1860, S. 518.