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Neunter Band.
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Zuckerfabrikation. 11J 3

' e *cht mit Zuckerverlust verbunden. Andere Methoden wie z. B. dieReiche den zuletzt abgelaufenen Saft als Maass für den zurückbleiben-nimmt, sind in der Fabrik, wo Durchschnitte von einer ganzenKeihe Pressen genommen werden sollen, ganz unanwendbar. Eine allenErfordernissen genügende Methode ist aber folgende:

Man nimmt von allen Pressen möglichst gleichmässig eine gewisseMenge Presslinge, zerreibt dieselben mit der Hand, um eine Masse zuer halten, worin Ränder und Mitteltheile der Kuchen richtig gemischt8ln d, wägt von diesem sorgfältig hergestellten Durchschnittsmuster eine^liebige Menge ab, versetzt sie genau mit dem zweifachen Gewichtochenden 1 ) Wassers, und lässt einige Zeit stehen; man presst dannri °ch warm mit einer sehr kräftigen Hebel- oder Schraubenpresseatl8 , polarisirt den erhaltenen Saft und multiplicirt die gefundene Zahlltut 3. Hätte man das dreifache Gewicht Wasser genommen, so^hsäte man mit 4 multipliciren, um den Zuckergehalt der Presslingeerhalten u. s. w. Verfährt man stets genau in derselben Weise, so^■schwindet für den Vergleich der Einfluss der bei einem so schnellenerfahren unumgänglichen Fehler.

Nach dem eben Gesagten ist es unnöthig Angaben über den Zucker-gehalt der Presslinge zu machen, weil es zu weit führen würde, wenn^ lr , wie doch nothwendig wäre, alle Umstände angeben wollten, unterenen diese einzelnen Zahlen erlangt wurden.

Der Zuckergehalt der Presslinge ist aber im Allgemeinen ein sol-,‘ ler 5 dass es ein sehr natürliches Bestreben war, den selbst bei star-®m Wasserzulauf grossen Zuckerverlust bei nur einmaligem Pressen^ vermindern. Man findet daher in den meistern Fabriken zweimaligesr ®ssen. Am einfachsten geschieht dies in der Weise, dass man die auser ersten (Haupt-) Presse genommenen Kuchen zu zwei und zwei vone Uem in andere meist etwas kräftiger wirkende (Nach-) Pressen ein-*®tzt und so noch einen gewissen Antheil zurückbleibenden Saftes gewinnt.as hierbei eine Zeit lang üblich gewesene Benetzen der Presskuchenman wieder aufgegeben, wie überhaupt dieses einfache Nachpressenr " c ht mehr sehr verbreitet ist. Besser ist sorgfältiges Vorpressen: dens * )flr k mit Wasser verdünnten Brei presst man zunächst in eigenen weni-jj er kräftigen Pressen, die durch directen Dampf oder mit der Hande Wegt werden, und gewinnt so einen grossen Antheil Saft; die Kuchen''erden dann in sehr kräftig und langsam wirkenden Pressen, welchej °n den schon ziemlich dünn gewordenen viele aufnehmen und daheran ge Zeit unter Druck stehen bleiben können, vollends ausgepresst.

Es ist aber bei genauer Untersuchung der nach dem einen odermeren Verfahren entfallenden Presslinge klar, dass ein namhaftergrillst an Saft, d. h. also an versteuert en Rüben bei allen stattfindet.

an ist daher schon früher darauf gekommen, die Presslinge derHaupt-S e SSen uüttelst einer eigenen Reibe nochmals zu zerkleinern, mit Was-ab^ ZU rn ^ sc k en und nochmals auszupressen. Das Verfahren wurdeö 61 wieder verlassen, weil man einerseits die Verderbniss der erhalte-dünnen Säfte fürchtete, andererseits keine ganz passende Maschine

^ ) Nimmt man kaltes Wasser, so findet die Vermischung mit dem noch vorhan-Se hr n 80 ull tfl e ' c ' 1 statt-, dass man bei recht kräftigem Auspressen des Gemischesk’or W °^' die Zunahme des Saftgehaltes mit zunehmenderPressung beobachten kann,ft icht' S Unzuverlässigkeit der Ermittelung folgt. Bei heissem Wasser ist diesder Fall und die begangenen Fehler heben sich grösstentheils gegenseitig auf.