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1114 Zuckerfal >rika.tion.

zum Zerkleineren und Verdünnen der Presslinge besass und endlichdie Verarbeitung der dünnen Säfte zu viel Wärme in Anspruch nahm-

Durch wiederholte Versuche in grösserem Maassstabe, welch edurch die Erfahrungen bei der Maceration und dem Ausschleudern de?Saftes bestätigt wurden, ist man aber von jener Ansicht über die leichtVerderbniss der dünnen Säfte mehr zurückgekommen 1 ); ferner ist ein®Maischmaschine zum Zerkleineren der Presslinge und vollkommene 11Mischen derselben mit Wasser, nach vielfacher Erfahrung als in jederBeziehung befriedigend empfohlen 2 ), und endlich ist auch der letz!®Einwurf, betreffend die zu grosse Verdünnung des gewonnenen Safte s :durch eine Modification des ganzen Verfahrens 3 ) beseitigt worden-

Das Verfahren, wie es hiernach mehr und mehr Eingang gefunden 4 )'ist Folgendes: Der Brei wird sorgfältig ausgepresst — am bestenHandvorpressen und grossen Hauptpressen — die Presslinge dann m 1 ^möglichst viel (etwa ihrem 1 1 / 2 - bis 2fachen Gewichte) Wasser in der da 2 ' 1eigens eingerichteten Schlickeysen’schen Maischmaschine gemaischtder erhaltene sehr gleichförmige und überall gut mit Wasser durchdr'i 11 'gene Brei mit kräftigen Nachpressen ausgepresst, und der hier ablaufend®dünne Saft, welcher ein Gewicht von 2 l / 2 bis 3^2 Proc. Balling zUzeigen pflegt, statt Wasser auf die Reibe fliessen gelassen, wo efden Rübenbrei so verdünnt, dass schon die erste Auspressung ein be 5 'seres Resultat als gewöhnlich liefert. Hierdurch wird die zu verdat* 1pfende Wassermenge gegen die beim gewöhnlichen Wasserzulaufkommenden nicht vermehrt, wohl aber die Ausbeute sehr erhöht, wieaus dem Vergleich ergiebt 5 ).

Im Vergleich zu dem Mehrgewinn ist die Verdünnung des sohaltenen gleichförmig von den Hauptpressen abfliessenden Saftesgesammte Naehpressensaft-Menge soll auf der Reibe verbraucht werde® 1eine unbedeutende, die Verdampfung desselben beansprucht daher o* cmehr Dampf als sonst. In keinem Falle hat man eine Verderbniss desdü®nen Saftes zu fürchten, wenn man darauf achtet, dass derselbe n 1 ® 11warm wird (er muss daher nicht mit Dampf sondern mit Luftleere g®hoben werden), dass die betreffenden Gefässe und die Maischmaseld 11 ®zuweilen geleert und dann mit Kalkmilch gereinigt werden, unddassd®^dünne Saft niemals eine ausgesprochene saure Reaction zeigt, wesh®man der Vorsicht halber zweckmässig in bestimmten Zeiträumen g erl ,ge Mengen Kalkmilch zugiebt, so dass der auf die Reibe laufe®Saft stets schwach alkalisch erscheint.

Da man es bei diesem Verfahren in der Hand hat, durch Veriu e J|

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rung des Wasserzulaufs zur Maische u. s. w. den Saftgewinn zu

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hen, dieser auch wesentlich von der Kraft der Nachpressen und ^Sorgfalt bei ihrer Bedienung abhängt, so lässt sich keine bestiw 1Zahl für den noch in den Presslingen verbleibenden Zucker, der 11diess auch von der Qualität der Rühen abhängig ist, geben; auch

*) Siehe Stammet, »Ueber die Veränderlichkeit der verdünnten Rttbens»«®etc.« Dingler’s polvt. Journ. Bd. CLVI, S. 215 ff. — 2) S. Jahresber. f.fabrikation von .Scheibler und Stammer Bd. 1, II, S. 152. — 3 ) Stamm® 1 ’p , a ' ' f^ an u A. d. Bericht Uber die Generalversammlung 6

Kübenzuckerfabrikafons-Vereins in der Zeitschr. des Vereins für Kübenzuckerin««? r '" Bd ; S - 183 — 6 ) Man sehe hierüber die specielle Arbeit Stammer

Dm S lers Pblyt. Journ. Bd. CBXX, S. 126 ff., sowie den oben angeführten Artike ■