Zuckerfabrikation. 1129
hitzten Wasserdampf, ist in neuester Zeit als besonders zweckmässighervorgehoben worden.
Bei Anwendung der reinen Kohlensäure aus Kalkstein und Salz-säure wird diese in eine Glocke geleitet, welche über dem zu saturiren-den Safte hängt und hier die möglichste Absorption nach und nach be-wirkt. Die Kostspieligkeit dieser Kohlensäure hat ihre Benutzung mehr'^nd mehr auf die Fälle beschränkt, wo das als Nebenproduct erhaltene, hlorcalcium, etwa als Zusatz bei der Scheidung, verwerthet werdenKann.
Am meisten Anwendung findet das Verfahren, die Kohlensäure durcherbrennung von Kohks oder Holzkohlen zu erhalten; man wendet dazu^eistentheils eine Pumpe an, welche Luft durch die glühenden Kohlen unddabei erhaltenen Gase nach möglichster Abkühlung durch Waseh-Sefässe mit Wasser saugt, und das so gereinigte Product durch den zu^urirenden Saft presst. Im Einzelnen weichen die gebräuchlichen Ein-'Jchtungen unter einander ab; während man früher in vielen FabrikenKoch die Kleeberger’sche Saturation fand, ist diese jetzt fast gänz-*ch durch die Kindler’sche verdrängt, welche in der Fig. 65 imUr chschnitt dargestellt ist.
Fig. 65.
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rd Dle Kohlen ( man nimmt meist Kohks und Holzkohlen zugleich)lf 0 j. en ^ei i eingegeben, dann die Oeffnung dicht verschlossen. Diel 6o | en r uhen unten auf einem Koste und sind auch in dem horizonta-S6it Kitcanal bei a durch Roste zusammengehalten. Das hier aus dem«au , ar ^ s e intretenden (von der nicht dargestellten Pumpe hinter r ge-gend 6n ^ buftstrom erzeugte Gasgemisch geht durch die bei c c He-ren^ en Kalksteinstücken, wo die von dem Schwefel des Kohks herrüh-dj e ^ schweflige Säure absorbirt werden soll (?) und wo durch dieAbk-pi 6 des Canals bildenden Gefässe ee' mit fliessendem Wasserden U p Un ® er f°lgt. Von c gehen die Gase in das Waschgefäss d —Saft” aveu r“ und durch r nach der Pumpe, um von dieser durch dengetrieben zu werden.
le erz eugte „Kohlensäure“ ist in der Regel ein Gasgemisch,