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Neunter Band.
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Zuckerfabrikation.

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der erforderlichen günstigen ConstructionsVerhältnisse bis zu 24 bis 26Zoll (oder einem Luftdrucke von 4 bis 2 Zoll) und erniedrigt sonach'len Siedepunkt der hier verkochten concentrirten Lösungen auf 65° bis®0° C. Die Folge hiervon ist die schon oben erwähnte Vermeidung'les schädlichen Einflusses der höheren Temperatur auf den Zucker und'ke Beschleunigung der Abdampfung. Die Dämpfe des kochendenKlärsels werden hier nicht wieder benutzt: eine Coinbinirung zweier■Apparate nach dem System der Dünnsaftverdampfapparate ist nämlich^egen der erforderlichen genauen Reguliruug der verschiedenen UmständeNicht angebracht. In den Vacuumapparaten werden nun in habriken,nicht allein Rohzucker verarbeiten, auch diejenigen Klärsei fertigSekocht, welche nach dem Ausfüllen Brodzucker geben sollen; dieNachfolgenden allgemeinen Bemerkungen über das Kochen beziehens 'ch also auch auf diese Art Material.

Man unterscheidet bei dem letzten Kochen das Blank kochenünd das Kochen auf Korn. Ersteres ist eine einfache Concentration'les Saftes bis zu demjenigen Punkte, bei welchem nach dem Erkaltene bie Krystallisation in einem solchen Umfange eintritt, wi.e ihn dieQualität des Saftes und die Möglichkeit der Trennung der Krystallev °n dem Syrup (die Mutterlauge) bedingt. Man kocht nur die ge-tingeren Producte blank, also alle Nachproducte der Rohzuckerfabrika-hon und die geringeren der Raffinerie sowie in sehr vielen Fällen denau f Rohzucker zu verarbeitenden Dicksaft. Solche Massen fliessen'Qnn klar aus dem Vacuum in die Krystallisirbehälter oder in dieKühler („Kühler“) oder die Wärmepfannen, worin sie durch Ab-kühlen oder Anwärmen die richtige Temperatur zum Ausfüllen indie Formen erhalten; sie krystallisiren dann erst während des Er-stens. Bei besseren (verhältnissmässig zuckerreicheren) Productener hiubt die niedrige Temperatur im Vacuum schon die Ausscheidunggrösserer Mengen Krystalle in dem Apparate selbst. Beim Verkochenv °n Dicksaft (auf Rohzucker) wird es hierdurch möglich, gleich beider ersten Krystallisation mehr Zucker zu erhalten, was immerhin eingewinn ist, da alle späteren Krystallisationen erneuerte Arbeit undKosten verursachen. Beim Verkochen der zu geschlossenen festen Bro-®n (Melis oder Raffinade) bestimmten Klärsein ist aber ein solches Ko-NNen auf Korn geradezu nothwendig. Die Bildung der Krystalle in, r kochenden Masse wird dadurch bewirkt, dass man in einem be-stimmten Moment frischen kälteren Saft in den Apparat eintreten. 3t („einzieht“). Dadurch entsteht eine grössere Durchsichtigkeit,e jNe momentane Abkühlung und ein mechanischer Anstoss, wodurch? lc h zuerst feine Krystalle bilden, die dann beim fortgesetzten Kochen1,1 der richtigen Weise vermehrt und vergrÖ 3 sert werden müssen.

^ In der passenden Regulirung der schwächeren oder grösserena fteinziige, in der Auswahl der hierzu geeigneten Beschaffenheit desRedenden Klärsels (welchen man an der an das Glasauge aufspritzen-e N Masse oder an der mit dem Probestock entnommenen Probe®fkennt), in der richtigen Behandlung des Ileizdampfes und desühlwassers, also in der Leitung von Temperatur ynd Druck, und^ der Anpassung aller dieser Verhältnisse an die Beschaffenheitjedesmal in Arbeit befindlichen Productes, besteht die Kunst desledens. Ohne sich anders als durch Erfahrung, die Probe und dasüsehen des Klärsels, sowie durch die allgemeinen Gesetze der Kry-