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Neunter Band.
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Zuckerfa brikation.

caven Unterfläche genau parallel passt und, mit seinem mittleren kegel'förmigen Thcile in das Rohr w' tretend, oben an der Mündung d eSletzteren eine schmale ringförmige Oeffnung erzeugt, deren Weite amRadgriffe v x beliebig gestellt werden kann, meistens aber ein fiir alle'mal auf ein bestimmtes erfahrungsmässig ermitteltes Maass (Vs”3 /iß" nach Angabe der an den Stegstiitzen des Yentiles v 2 befindlichenScala) fixirt wird. Durch U , den „Stellhahn“, wird die Menge des ausdem obengelegenen Wasserbassin zuströmenden Einspritzwassers regulnhalso die Dicke der Wasserhaut obestimmt. Das Gehäuse von H trägtzu dem Zwecke eine kreisförmig scalirte „Stellscheibe“, auf der ein »mKüken des Hahns befestigter Zeiger die Oelfnungsweite desselben an*zeigt, die meistens eine erfahrungsmässig bestimmte (Viertel -, Drei-achtel-, Drittel- „Stellung“ d. h. Hahnöffnung u. s. w.) für eine be-stimmte Intensität des Kochens zu sein pflegt, also geändert werdenmuss, je nachdem sich die den Verlauf des Kochens bedingenden Ein'flösse (Thätigkeit der Luftpumpe, Stärke der Dampfspannung) ändern.

Der Nutzungswerth eines Apparates wird in der Praxis beurtheibnach seiner Verdampfungsfähigkeit, nach der Zeitdauer eines Sudes;je kürzer diese unter sonst gleichen Umständen, desto mehr entsprichtder Apparat seinem Zwecke, desto werthvoller ist er dem Zucker-fabrikantvn. Es kann nicht gleichgültig sein, ob einesobedeutendeQuantität Saft l l / 2 Stunden oder 2 Stunden, oder noch länger im Ko-chen erhalten werden muss. Eine gute Condensation ist, wie die Erfah-rung ergeben, der Hauptfactor zur Erzeugung einer schnellen Ver-dampfung. Der oben dargestellte Apparat kocht ein Rohzuckersud vonca. 65 Ctr. Dicksaft von 46° Brix (kalt gewogen) in ca. l 1 /,* bis 1V 2Stunden fertig zu SS 1 /^ Ctr. Füllmasse von 90° Brix (kalt gewogen)iverdampft also in dieser Zeit 32 2 /s Ctr. Wasser. Ein so günstiges R e 'sultat wird nicht erreicht — bei übrigens ganz gleichen Bedingungen(z. B. gleich kräftiger Luftpumpe und ebenso grosser Heizfläche) —mit der jetzt noch allgemein benutzten Condensation älterer Construc-tion, bei der die Röhrenabkühlung J ganz fehlt und das Wasser g e 'wohnlich nicht in Form einer zusammenhängenden Fläche, sondern auseinem siebartig durchlöcherten Rohre als feiner Regen eingespritz*wird. Der Unterschied in der Wirksamkeit beider Condensationen lS *bedeutend: dieselbe Saftmenge erfordert zum Fertigkochen bei Anwen-düng ersterer Condensation durchschnittlich 30 Proc. weniger Zeihals bei der Anwendung letzterer. Der Röhrencondensator J biete*ausserdem noch den Vortheil, eine grosse Quantität warmen, völbf;reinen Wassers, das vielfältige Benutzung z. B. zur Kohlen-, Tücher'oder Sieb-Wäsche finden kann, umsonst zu liefern. Der Zufluss ßi & eSKühlwasser3 wird durch einen dem „Kocher“ zur Hand befindliche 11Hahn e- 2 beliebig regulirt. Das Abflussrohr e leitet das warme Wasserin ein dazu bestimmtes Bassin.

Bei der älteren Einspritzung durch feine Löcher ist man, vorzüg'lieh bei stark incrustirendern Wasser, sehr oft genöthigt, das Einsprit 2 'rohr zu wechseln (bei schlammigem Wasser sogar im Verlaufe ein un“desselben Sudes) und die verstopften Löcher auszubohren, währen“bei der hier abgebildeten Einrichtung nur dann und wann das Venhv in dem Maasse höher gestellt zu werden braucht, wie sich die ober 0Mündung von w' durch Incrustation erhöht.

Die Luftleere in diesem Apparate geht unter der Voraussetzung