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Neunter Band.
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1165
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Zuckerfabrikation. 1163

^lten gelassen. Sie ist dann 69 bis 71 Proc. (37° bis 38° B.) schwer,ba hierbei eine Entfärbung durch Knochenkohle stattfindet, so braucht^ er Deckzucker nicht ganz so weiss zu sein, wie der zu den Wasser-becken nothwendige, und man kann daher etwas geringere Producte^ei es Rohzucker oder Basternzucker aus Raffineriesyrupen benutzen.Indessen ist dabei zu bemerken, dass diese wenig gefärbten starken Lo-ngen durch die Filtration nicht leicht vollkommen entfärbt werden'* n d dass durch die Erhitzung und die starke Filtration immer etwasMucker verloren geht. Die fertige Deckkläre muss in allen Fällen, wo^ßisse Brode erzielt werden sollen, vollkommen farblos klar und durch-8 *chtig sein. Endlich wird auch Deckklärsel aus ganz weissem Zuckerbürch Auflösen in der Hitze und Filtration durch kleine Filter bereitet.

In allen Fällen geschieht das Decken durch mehrfaches Aufgiessenv °n verschieden grossen Mengen des Deckklärsels auf die Brode,

Theil nach vorherigem Bespritzen derselben mit reinem Wasser,’btd wird so lange fortgesetzt, bis ein aus der Form genommenes BrodRollig weiss (nett) erscheint. Die einzelnen Decken 1 ), deren Zahl undbrösse verschieden ist je nach Qualität des Zuckers und Gewohnheitber Fabriken müssen möglichst rasch auf einander folgen, und wäh-r end des Deekens muss die Temperatur des Bodens sehr gleichmäßig erhal-Werden. Der aufgegossene farblose Syrup verdrängt langsam denBrode befindlichen gefärbten und nimmt schliesslich, so weit er nicht*J ac h längerem Stehen freiwillig ablaufen kann, in dem spitzen Theilbes Brodes dessen Stelle ein. Wenn die Brode nett sind, werden sie^gehackt oder gefegt d. h. von dem früher schon abgehackten und^eder aufgedrückten losen Zucker befreit, am Boden geebnet und nuna bf die Nutschen gebracht. Es sind dies liegende eiserne Röhren, aufReichen eine grosse Zahl von Mundstücken angebracht ist, in welcheb'_ e Spitzen der Formen mittelst Gummihütchen dicht eingesetzt werden.~ine Luftpumpe (Nutschpumpe) bewirkt nun durch Luftverdünnung in denRöhren das theilweise Ausftiessen des noch im Brode befindlichen Syrups,dass von diesem nurnoch die Spitze feuchterscheint. Um auch diesene tzten Syrupantheil möglichst unschädlich zu machen (nach dem Trocknen^hrde sich die betreffende Stelle glasig und hart zeigen), werden mittelst^üier kleinen Handmaschine die Spitzen der abgenutschten Brode stumpf^gedreht 2 ) (daher auch beim fertigen Brod diese Stelle ein anderes■'‘»Sehen hat, als die übrigen von frischen Krystallflächen zusammen-gesetzten Oberflächen), dann noch einige Zeit aufrecht hingestellt, umb'e noch vorhandene Feuchtigkeit sich im Brode gleichmässig vertheilenZa lassen, und nun schliesslich in die Trockenstubo oder Stove zumRolligen Trocknen gebracht und zwar aufangs unter einer Papierhiillei. a Ppe), Di e Temperatur der Trockenstube muss eine durchaus gleich-mütige und sehr allmälig bis zu etwa 45° C. (36° R.) steigende sein.

c . 1 ) Galland hat eine pneumatische Flasche angegeben, .

enc Aufgiessen des Decksyrups umgangen wird, und die eine raschere Arbeit er-^ Rüchen soll. Gdnie, industriel. Nov. 1860, S. 278; Ding!. polyt. Journ. Bd. CLIX,§* 67 J Wagner, Jahresber. 1860, S. 361; Bcurtheilung dieser Deckflasche vons ta mmer s. Ding!, polyt. Journ. Bd. CLXI, S. 143; Polyt. Centralblatt 1861,ll ‘ J&84; Wagner’s Jahresber. 1861, S. 405; Jahresber. f. Zuckerfabrikation Bd. I‘ S. 316.

> 2 ) Der hier abfallende, so wie der vorher von der unteren Fläche abgekratzte

c ^er heisst »Abfegzucker«, und findet wie angegeben Verwendung zu Deckklärsel.