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Neunter Band.
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Zuckerfabrikation.

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öiss von zu lieferndem Hutzucker, zu verarbeitenden Rüben und noth-Wendigem Deckzucker es gestatten, so wird auch wohl mehr Dicksaftauf Rohzucker verarbeitet, als zur Gewinnung von Deckzucker noth-■Wendig ist, und das daraus gewonnene schöne erste Product ebenfallseingeworfen, wobei man dann besonders schöne Waare erhält. Manz ielt meist dahin, einen möglichst gleichartigen Zucker zu erhalten, unds orgt daher besonders für gleichartigen Einwurf, weshalb man die ver-schiedenen vorhandenen Rohzucker passend mischt und gar zu geringe■Nachproducte erst für sich allein raffinirt.

Hat man nun das „Melisklärsel“ von dem zur Melisfabrikationerforderlichen Zuckergehalt durch Lösen von Zucker in dem Rüben-dicksaft erhalten, so wird dasselbe zum Kochen erhitzt (dabei häufig mit■ßlut geklärt) und unter Anwendung von viel Knochenkohle über Doppel-filter filtrirt. Das filtrirteKlärsei wird gekocht, auf Melisformen gefüllt undgedeckt, wobei fast Alles Geltung hat, was oben bei der Raffinerie aus-einander gesetzt worden ist. Den Deckzucker erhält man in dem hier^genommenen Beispiele aus den oben bezeichneten Dicksaftbastern,Welche man auf verschiedene Art behandelt. Man kann sie maischen,Ce ntrifugiren und in den Centrifugen weiss decken; oder man kann,w ®nn der Zucker nicht rein genug wird, diesen nach dem CentrifugirenNochmals mit Wasser maischen und abermals centrifugiren, oder man^ a Dn sie auch ablaufen lassen und auf dem Boden ausdecken, indemöan sich hierzu passender von den Melisbroden während des Deekens^laufender Syrupe bedient. Diese Syrupe heissen grüne halbgedeckteUnd gedeckte, je nachdem sie nicht oder mehr oder weniger mit demDecksyrupe gemischt sind, oder fast ganz aus diesem bestehen. Dieletzten gedeckten Melissyrupe können, wenn das Decken sehr weit fort-gesetzt wird, als erste Decken für grüne Brode dienen, oder man be-nutzt sie zum Ausdecken der Dicksaftbastern, die dann nach nochmali-gem Decken direct zu Deckklärsel verschmolzen werden können.

Man sieht schon aus dieser Andeutung der vorkommenden Ab-änderungen des Grundverfahrens, von wie verschiedenerlei Art die ent-ölenden Syrupe sind, je nachdem man die eine oder die andere Modi-cation befolgt, und dass es daher unthunlich ist, hier deren aller wei-ere Verarbeitung anzugeben. Man kann aber leicht ermessen, wieer Grad der Reinheit und Krystallisationsfähigkeit für diese maass-gebend sein muss, so dass die Syrupe der Reihe nach (wo möglicha Uf Dicksaftschwere verdünnt und filtrirt) verkocht und auf Basterformen,kleine und grosse Krystallisationsbehälter u. s. w. gefüllt werden, umUach dem Auskrystallisiren und Centrifugiren (resp. Ablaufen vonchützenbach’schen Kasten) Rohzucker zum Einwurf zu liefern.

.. Da mit fortschreitender Aufbewahrung der Rüben in den Miethenle Güte der Säfte abnimmt, so ändert man im Verlauf der CampagneI a ? Verhältniss zwischen Saft und Einwurf, indem man in immer1 chteren Saft einwirft, also verhältnissmässig mehr KristallzuckerUsetzt; umgekehrt macht man bei sehr guten Rüben und schönen Säftene H Saft vor dem Einwerfen auch schwerer als oben angegeben, in-? e m es stets das Augenmerk des Fabrikanten ist, so viel wie möglich^-'icker bei der ersten Krystallisation als fertige Waare zu erhalten,j‘ h. also den Zucker sobald wie möglich aus der Fabrik zu bekommen.

^ nac l 1< l ern sich die Rüben in den Miethen halten und je nachdemle Säfte überhaupt beschaffen sind, geht man häufig im Laufe der