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Neunter Band.
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1188 Zuckersaure Salze.

losen Syrup, der wenn frei von Wasser und Alkohol wawellitartig er "starrt. Der Aether schmeckt bitter, er ist leicht in Wasser und Alke'hol, etwas schwerer in Aether löslich; er schmilzt beim Erhitzen leicht)geräth dann ins Kochen und zersetzt sich.

Wird die alkoholische Lösung von Zuckersäure-Aether mit Chi ot-calcium versetzt, so bildet sich beim Verdampfen eine eigenthümlich 6krystallinische Verbindung zuckersaures Aethyloxyd mit Chlo r 'calcium, 2 C 4 H 5 O . C 12 H 8 0 14 -(- Ca€l. Diese Verbindung wi r °direct erhalten, wenn eine Auflösung von zuckersaurem Kalk in abso'lutem Alkohol mit Salzsäuregas gesättigt wird; es scheidet sich die V er 'bindung in weissen Krystallen ab, welche durch Abwaschen mit absoh 1 'tem Alkohol rein erhalten werden. Aus Wasser krystallisirt diese Ve l ‘"bindung über Schwefelsäure in rhombischen Krystallen, mit Winkel 0die etwas grösser als 60° sind und auf deren scharfe Kante eine schar* eEndfläche unter 90° bis 100° aufgesetzt ist, wodurch die Krystalle tafel"artig erscheinen. Die Krystalle sind luftbeständig, sie lösen sich 10kaltem Wasser ohne Zersetzung, in Aether sind sie unlöslich, dui’C * 1heisses Wasser werden sie zersetzt in Zuckersäure, Alkohol und Chlor'calcium.

Die Auflösung von Zuckersäureäther in reinem Aether giebt beiEinwirkung von trockenem Ammoniakgas einen Niederschlag, der haupt

sächlich aus Sacharamid besteht = C 12 H 12 0 12 No = Ci 2 H 8 Oi 2 |

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beim Auswaschen zuerst mit Aether dann mit kaltem Wasser blei°das Amid rein zurück. Das Sacharamid ist ein weisses amorphes l’ u 'ver, welches schwach alkalisch reagirt sich in lauwarmem Wasserverändert löst, und beim Erkalten unverändert krystallisirt; in heiss® 1 ®Alkohol ist es etwas löslich, in Aether unlöslich. Mit Wasser geko°°verwandelt es sich in zuckersanres Ammoniak; auch durch Alkali e ®

leichter noch durch Säuren wird es zersetzt. .

Bei Einwirkung von Jodäthyl und Aether auf das basische Bsalz mit 6 Atomen Blei entsteht neben etwas Jodblei eine geringMenge einer in Aether löslichen braunen Masse, welche vielleichtdem Bleisalz entsprechende Aethylverbindung 6 CjHsO.CiuHiOioben Zersetzungsproducten enthält (die Analyse entsprach der Fort 11^32 H 2 6 O^c Statt E 3 GH 34 O 16 ).

Saures zuckersaures Aethyloxyd oder Aetherzuckersa uist noch nicht dargestellt.

Zuckersaures Ammoniumoxyd. 1. Neutrales. Beim Ver®sten der wässerigen Lösung wird dieses Salz als gummöse Mas » 6halten, die sich in Wasser leicht löst und neutral reagirt.

2. Saures Salz: NH 4 O . HO. C 12 H S 0 14 . Es entsteht bei foj^gesetztem Kochen der mit Ammoniak neutralisirten Lösung. Es b*farblose kleine harte concentrisch gruppirte Prismen, ist luftbesta 0 “reagirt sauer, löst sich in 4 Thln. kochendem Wasser und 82 jWasser von 15° C., es löst sich in heissem Alkohol nicht in ka eBei 110° C. fängt das Salz sich an zu bräunen. M O 4 ‘

Zuckersaurer Baryt. Neutrales Salz: 2BaO • C^Hs ^Die freie Säure wird durch Barytwasser nicht durch Barytsalze g e ‘Beim Fällen von Kalisalz mit Chlorbarium schlägt sich der zuckersBaryt in der Kälte in amorphen Flocken in der Siedehitze als kry» ^nisches Pulver nieder. Das Salz ist in Wasser kaum löslich, löst s