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ziälstädten auf Wände, Böden, Zimmerdecken, selbst Dächer verwendet. Die Bettstellenwaren häufig von Silber und Gold, mit Füssen von Onyx 1 )-
Die Schätze des Crassus 2 ), des Lucullus, des Cornelius Baibus und zur Zeit derImperatoren des Cneius Lentulus, des Apicius 3 ), selbst der Freigelassenen, des Pallas, Nar-cissus, Callistus sind sprichwörtlich uns überliefert.
Die Namen der römischen Imperatoren Caligula 4 ), Claudius a ), Nero 6 ), Viteilius wer-den in den Geschichtsbüchern mit dem Unglaublichsten genannt, was Verschwendung nurersinnen kann.
Der Geist aber, die edlen Metalle zu edlen Werken zu verarbeiten, erlosch schnellselbst unter den ersten Imperatoren; so sehr verfiel alles Höhere, sobald die Achtung fürden Geist, für menschliche Grösse in den Handlungen, für die Sitten, für die Religiosität,für die Vaterlandsliebe nicht mehr lebten; mit dem Erlöschen des heiligen Feuers der Vestawar auch alles Wirken für das Höhere dahin, die Aussendinge blieben, das Innere ging zuGrunde, Massen Goldes vertraten die Stelle edler Kunsterzeugnisse.
Das Gold-und Silber wurde häufig auf Münzen verwendet, so dass deren eine grosseAnzahl in den verschiedenen Sammlungen sich befindet; z. B. im k. k. Cabinette werden
Münzen in Gold auf bewahrt: von Julius Cäsar 18, von Augustus 105, von Tiberius 18, von
Claudius 35, von Nero 43, von Galba 16,vonOtho 8, von Viteilius 24, von Vespasian 92 ,von Titus 58, von Domitian 54, von Nerva 12 , von Trajan 815, von Hadrian 114, von Au-toninus Pius 80, von Marc - Aurel 52 , von Commodus 7, von Helv. Pertinax 7, von Sepl.Severus 26 , von Caracalla 22 , Elagabalus 11, von Severus Alexander ~26, von Gordianus III.21, von Gallienus 5, von Aurelian 15, von Probus 25, von Diocletian 32, Maximian 44,Constantin dem Grossen 44, Valentinian 46, Valens 44, Theodosius dem Grossen 32 u. s. w. 7 ).
Schon in den Zeilen der Bürgerkriege verbargen die Menschen aus Furcht ihre
Schätze, wie diess Appian 8 ) von den Einwohnern vou Rhodus erzählt. — Cassius befahl,
dem Appian zufolge, den Rhodisern, nachdem er ihre Stadt erobert, ihm ihr Gold und Sil-ber auszuliefern, und als sie sahen, dass einige, die es nicht thaten, verrathen und gestraftwurden, brachten sie es aus der Erde, aus Brunnen und Gräbern hervor.
Als mit Commodus die Zeiten unruhig und der Besitz unsicher wurde, gaben nichtwenig Menschen, um nicht verrathen zu werden, und damit das, was ihr Segen, nicht zun»Unglücke werde, ihre Melalhchätze den Eingeweide»! der Erde, woher sie dieselben genom-men, wieder zurück. — Nach Commodus verschlechterte sich das Geld. Sev. Alexanderverbesserte es wieder, »loch von Gallienus bis Diocletian eiTeichte die Verschlechterungden höchsten Grad.
') Plin. XXXIII. II.
2 ) Der in Ländereien 16 Millionen besass.
3 ) Der sieh selbst, aus Furcht darben zu müssen, das Leben nahm, weil nach Verschwendung seines väterlichen Vermögens ihm blossungefähr 600,000 fl. C. M. übrig blieben. Juvenal. IV. 25. Plin. IX. 17. Seneca Consol. ad Helviam.
•) Sueton. c. 46. Caligula brauchte für seine Tafel über eine halbe Million Gulden. Seneca. Consol. ad Helviam. IX.
*) Tacit. Annal. üb. 12. Plin. XXXVI. 13.
fi ) Zu dessen Zeit der Luxus so gross war, dass Seneca, der ausser Landgütern u. dgl. noch bei 16 Millionen besitzend, kaum für reichgehalten wurde. Dio. LXI. Tacit. A. XIII. 42.
7 ) Arneth. Synopsis num. rom.s ) De belüs civilibps. L. IV. 73.