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Bacchus und Ariadne, rechts eine jugendliche Gestalt, links ein Flussgott. — Auf XXXII.eine Maske, eine Fides mit Feldzeichen; sämmtlich im Jahre 1747 in Northumberlandgefunden. Für das Museum zu London ist eine Schale bestimmt, welche D r . Lord 4 ) in In-dien zu Budukshän fand, worauf Bacchus auf einem von zwei Bacchantinnen gezogenen Wa-gen vorgestellt ist. In der rechten Hand hält Bacchus eine Schale, die linke stützt er aufeine in demselben Wagen sitzende Bacchantin.
Im Museum der Eremitage zu St. Petersburg sind zwei höchst merkwürdige Silber-gefässe, welche um das Jahr 1837 in der Moldau gefunden wurden, aufbewahrt. Beide sindwahrscheinlich zu den Zeiten des Sept. Severus gemacht worden. Eines, ein eimerförmigesGefäss, stellt im Relief die Liebe des Zeus zur Leda, jene des Apollo zur Daphne undden Rauh des schönen HyIlas durch die Nymphen vor.
Das zweite, amphoraartige, Gefäss von eigenthümlicher Form enthält 4 kämpfendeGriechen und vier kämpfende Amazonen.
Dessgleichen sind in der Krimm im Tumulus zu Kouloba mehrere äusserst geschmack-volle Silbergefässe gefunden worden, worauf Jagd scenen zwischen Löwen, Ebern, Hirschen,Greifen, Ziegen, theilweise vergoldet, abgebildet sind. So wurde auch das Beschläge einesBogens gefunden, worauf Hirsche, Löwen, Greife, Seepferde und Vögel Vorkommen;kleinere Theile eines Bescliläges mit skythisclien Reitern, die jagen. Auf einem grösserenBeschläge Amphitrite? Skylla 2 )?
H. C. E. Köhler 3 ) und Beck 4 ) haben aus der Strogonoff’sclien Sammlung die Sil-berschale, worauf der Wettstreit um die Waffen Achiirs abgebildet ist, beschrieben; soauch der Präsident der französischen Akademie, de Brosses 5 ) ein Silbergefäss in den Wer-ken derselben. Es ist diess Letztere meines Erachtens orientalisch; dasselbe wurde in Si-birien am Flusse Petzora gefunden.
E. Gerhard erwähnte beim Winckelmannsfeste b ) 184£ einer Silberschale mit Reliefsund unbekannten Schriftzügen, ausgegraben in der Umgegend von Kertsch, im Besitze desGrafen Sergei Strogonoff zu St. Petersburg, mitgetheilt durch Herrn Schott, und liefertsie abgebildet. Ihr Styl erinnert sehr an die in der Walachei gefundenen Goldgeräthe 7 ).Auf jenem runden Silbergefässe sind 8 menschliche Figuren. In der Mitte der Schale istein Löwenkopf; rund herum über diesem ist auf einem Schilde ein orientalisch sitzendesBrautpaar; der Bräutigam wird durch einen auf ihn zufliegenden Adler, der, um ihn zukrönen, einen Kranz im Schnabel hält, als Held bezeichnet. Diesem gegenüber, fast ganznackt, sitzt Jupiter? Zwischen diesem und dem Bräutigam sind drei Männer; gegenüberzwei Männer, unbekannte Schriftzüge und zwei Affen.
In Mecklenburg wurden bei Gr. Kelle unfern Böbel an der Müritz 8 ) eine Schale undeine Schöpfkelle gefunden, mit ähnlich verzierter Handhabe, auf welcher der Genius einer
') Journal of the Asiatic Society of Bengal. Juli 1838.
’) S. die sehr gelehrte Abhandlung. B. v. Kühne. Die beiden grossen Silbergefässe des kaiserlichen Museums der Eremitage zu St. Peters-burg. S. Petersburg 1847. XX. Fred. Dubois de Montpereux. Voyage autour du Caucase. pl. XXI—XXIV.
3 ) Göttinger Gelehrte Anzeigen. 1803. St. 5. S. 41—48. St. 9. S. 81—88.
4 ) Commentat. Societ. Phil. Lips. Vol. III. P. II. p. 353 —355.
5 ) Memoires de l’Academie des Inscript, etc. B. L. XXX. 777—801.
G ) Phrixos der Herold. Zweites Programm zum Berliner Winckelmannsfeste. Berlin 1842. 4°.
: ) Archäologische Zeitung. 1843. Nr. 10. T. X.
8 ) Bartsch. Jahresbericht des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. 3. u. 5. Jahrgang. Schwerin 1838—1840.
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