Monumente in Gold.
Tafel G. 1 * ) I.-XVIII. und S. ) IV. und G. S. VIII.
BeiclirelViuiig;.
Nr. 1. Eine grosse dreifache Kette mit an 30 Ringen hängenden Werkzeugen, In-strumenten und Verzierungen, 50 an der Zahl, welche sich auf die verschiedenen Beschäf-tigungen des menschlichen Lehens, als Feld-, Acker- und Weinbau, Schmiedhandwerke, Fi-scherei, Jagd, Rechtspflege und den Soldatenstand beziehen, deren einzelne Bestandteilefolgende sind: a) ein Joch, b) ein Anker oder Ambos? c) eine Sichel? d) Kluppe oderFeuerzange? e) Lochscheibe, fj Säge, g) Raspel, h) Weinlaub, i) Polirinstrument? k) Blech-scheere. Ij Hakenzange? m) Messer, n) Pflugschare? o) Messer, p) Weinlaub, q) Pfeil-spitze. r) Pfeilspitze, sj Streitkolben, t) Polstab? Flacheisen? Stemmeisen? ii)?? Hohleisen?v) Schmiede - Schürfeisen, w) Weinlaub, x) Schwert, y) Hand, #)? Schleuder? aa) Schild?ab) Mann im Kahn, ac) Kugel, ad) Dreizack? ae) Hammer, af) Ambos? Aderlasseisen fürKurschmiede? ag) Weinlaub, alt) Hacke, ai) Schlegel? ak) Schürfeisen, al) Haue, am) Zir-kel. an) Löffelbohrer, ao) Weinlaub, ap) Gezähnte Sichel? oder Säge 3 )- aq) Baummesser?ar) Feile, as) Zange, at) Hammer, au) Aderlasseisen? av) Schafseheere. aw) Maulgitter?ax) Krummeisen, ag) Schneidewerkzeug? a%) Schlüssel? aaa) Schlüssel? aab) Joch. AmEnde (ab) hängt ein Nachen, worin ein nackter Mann mit unverhältnissmässig grossem Kopfevon schlechter Arbeit sitzt und in beiden Händen ein Ruder hält; am Schlüsse ist eineKugel (a<9 vom dunklem Krystall 4 ), auf dessen goldener zweifacher Reiffassung oben einGefäss ist, das zwei Panther oder Tiger mit den Rachen und Vorderfüssen fassen. Sammtdem Rauchtopas im Gewichte von 203 12 /i 6 Ducaten in Gold, 5' 6" in ganzer Länge. G. I.
Diese Kette ist mit 28 Antiken (Nr. 238—265) und 14 goldenen Medaillons XVI. XVII. XVIII. römischer Kaiser von zwei wa-lachischen Ziegenhirtenknaben zu Szilägy-Somlyö in Siebenbürgen am Maguraberge im Kraszner Comitate 1797 gefunden worden.
Nr. 2. Gefäss auf drei Greifen ?-Füssen stehend, am Rande verziert, mit einem Och-senkopfe, dessen Nacken mit Lilien?, Stirne und Rachen phantastisch geschmückt sind. DieHörner sind sehr merkwürdig. Ganz verschieden von denen der Ochsen des heutigen Un-garns gleichen sie mehr den Hörnern der indischen und ägyptischen Ochsen. 81 Ducaten inGold, 4 3 /4 " lang, 2$" hoch. G. HI. 2.
') Gold: immer wo G vor der römischen Zahl steht. G. S. vor der römischen Zahl bedeutet, dass auf der so bezeichneten Tafel mehrGold- als Silbermonumente gestochen sind, diese sind dann durch das der arabischen Zahl beigesetzte G. oder S. unterschieden.
’) Silber: immer, wo S. vor der römischen Zahl steht. S. G. vor der römischen Zahl bedeutet, dass auf der so bezeichneten Tafelmehr Silber- als Goldmonumente gestochen sind; S. vor der arabischen Ziffer bedeutet ebenfalls Silber.
3 ) Eine solche hat Trebati (Paul Ponce) dem Ackerbau in die Hand gegeben. Clarac. Musee. I. pl. 24.
4 ) Cf. Chifletius. Anastasis Childerici Regis p. 243.
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