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Nr. 3. Schale mit Handhabe, in der Mitte innerhalb einer runden Einfassung ein er-hoben gearbeitetes monströses greifenähnliches Thier. 29 y 2 Ducaten in Gold, 3 5 8 " Durch-messer, 4 / 8 " hoch, 2%" lang die Handhabe. G. IV. 3. 8.
Auf den Goldgefässen kömmt kein Thier so oft vor als der Greif; er ist der Wäch-ter des Goldes. Gryphi, saevum et pertinax ferarum genus, qui aurum terra penitus egestummire amant, mireque custodiunt, et sunt infesti attingentibus, sagt Mela 1 ). Der Greif erscheintauf Münzen des Chersonesus Taurica, in Thrakien zu Abdera, in Jonien zu Assus, Phokaea,Teos. Der Greif ist der vorzüglichste Begleiter der Nemesis, des Apollo, der sowohl aufMünzen, wie auf Gefässen reitend auf einem Greife vorkömmt; öfters erscheint der Greifauch auf dem Helme der Pallas. Das Vorkommen des Greifes auf den Goldgefässen weisetmeines Erachtens auf jene den Griechen unbekannten Gegenden um den Altai hin.
Nr. 4. Schreitender Pan, in der rechten Hand eine gesenkte Fackel, in der linkenden Gagobolus erhoben; über der linken Schulter hängt ein Ziegenfell, auf welchem Wein-trauben und Früchte angebracht sind. G. I. 4. 4. 26 2 / 16 Ducaten in Gold. 3" hoch.
Erinnert an den Pan, mit welchem Echo tanzt, auf einer Vase a > Auch an den Panim Louvre 3 4 ), und auf der Silberplatte, welche zu Portici gefunden wurde 4 ).
Nr. 5. 6. Zwei gewundene Ringe; an jedem hängt eine sechzehneckige Rhomboidemit 8 Dreiecken und 8 runden rothen Pasten besetzt, wie solche an einer Medaille in Golddes Maximianus. 6 Ducaten in Gold. G. I. 5—6.
Zu Alt-Ofen gefunden.
Nr. 7. Eine schreitende Kuh mit tyronischen? Noten bedeckt; auf der Fläche könnteman Köcher? Säule? Bogen uud Schwert? übereinander gelegt bemerken. G. I. 7. 21 6 /i 6Ducaten in Gold. IV 2 Schuh lang.
Nr. 8. Eine Nr. 3. ganz ähnliche Schale, nur in der Nähe der Handhabe etwasbeschädigt. 29 Ducaten in Gold. Vf" lang.
Im Banate in der Torontaler Gespanschaft 1799 gefunden.
Nr. 9. Ein Nr. 2 ganz ähnliches Gefäss; die Mitte des Thierkopfes ist etwas weni-ger verziert. G. III. 81 Ducaten in Gold, 4 3 / 4 " lang, 2*/ 4 " hoch.
Im Banate in der Torontaler Gespanschaft 1799 gefunden.
Nr. 10. 17. Eine becherähnliche Schale. G. VIII. 10. 17. 21 Ducaten in Gold. l s / 4 ',Durchmesser, 1 7 / 8 " hoch.
Im Banate in der Torontaler Gespanschaft 1799 gefunden.
Nr. 11. 16. Ein vielfach verziertes Gefäss, w r orauf eine Menge vertiefter Kreuze ein-gegraben, und auf der Kante des Bodens vier Buchstaben eingeritzt sind. G. VIII. 11. 16.175 Ducaten in Gold. 8%" hoch.
Im Banate in der Torontaler Gespanschaft 1799 gefunden.
') L. n. c. 1 .
2 ) Musee Blacas pl. XXIII. Panofka p. 69. S. G. 1. 4.
;1 ) Cte. Clarac. Musee de Sculpture. pl. 325. 1775.
4 ) Antichitä d’Ercolano. V. 269).