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Die antiken Gold- und Silber-Monumente des K.K. Münz- und Antiken-Cabinettes in Wien / beschrieben von Joseph Arneth
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nelius triumphavit de Boiis. In eo triumpho Gallicis carpentis arma signaque et spolia omnis

generis transvexit, et vasa aurea gallica: aureos torques transtulit mille quadringenti Septua-ginta septem.

Cicero 1 ): T. Manlius Galli torque detracto cognomen invenit. Die Münze der FamilieManlia hat eine schöne Torques 2 ). So ist auch auf dem Prachtwerke des k. k. Münz- undAntiken-Cabinettes, «Der pannonisclie Triumph des Augustus 3 ), der Hals des gefangenenPannoniers, der die Kniee des Römers umfasst, mit einer Torques umgeben. Ähnliche Ringein Bronze wurden im Jahre 1836 im Szaszwarer Stuhle in Siebenbürgen, dann 1839 zuCzernowitz im Banate gefunden, und werden nun im k. k. Münz- und Antiken - Cabinetteaufbewahrt. Eine ähnliche Torques in Gold, jedoch auf einer Seite diademähnlich breiter,wurde auch in England, Cornwall bei Penzance, 1783 gefunden 4 ).

Eine goldene gewundene Torques wurde gefunden auf dem Gute Hoen, Pfarre Eger inNorwegen 5 ); ferner 1835 zu Boyton in Suffolk 6 ), und eine ähnliche befindet sich im k. Münzca-binette der Bibliothek zu Paris, gefunden im Mai 1843 zu St. Leu dEsserens, Canton de Creil;eine nicht gewundene, wie auf unserer Münze des k. k. Münz- und Antiken-Cabinettes

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, wurde 1844 zu St. Geran bei Moulins gefunden 7 ).

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Auch Walther 8 ) erwähnt einer bei Nimptsch 133 gefundenen, 200 Ducaten wiegen-den Torques. Diesen sind anzuschliessen: die in Wulzeshofen, Herrschaft Stronsdorf (V. U.M. B.) 1846 gefundenen 55 Ducaten schweren goldenen Torques; dessgleiclien eine ähn-liche , welche 1845 bei Czernowitz in Galizien gefunden wurde. G. S. VIII. 277, 279.

Die römischen Kaiser erhielten Torques als Geschenke; desshalb heisst es bei Quiii-

ctilian 9 ): Cum Augusto Galli torquem aureuni centum pondo dedissent.

Über Torques und Armillae wären noch viele Werke zu berathschlagen 10 ).Nr. 114. Fibula. Der Dorn fehlt. 13*/* Ducaten in Gold.

Zu Opztropataka im Scharoscher Komitate 1790 gefunden.

Nr. 115. Fibula, verziert und breit, ohne Dorn. 9 3 / 4 Ducaten in Gold.

Zu Opztropataka im Scharoscher Komitate 1790 gefunden.

Nr. 116. Armband mit Ringen verziert. G. IX. 116. 54 3 4 Ducaten in Gold.

Zu Opztropataka im Scharoscher Komitate 1790 gefunden.

') Off. 21. Maffei. Insc.

) Cf. Muratori. Inscript. 799. 6. Orelli 3488. Grivaud de la Vincelle. Arts et Metiers, pl. LXXVI. Fischer. Grabhügel bei Basel.

Mittheilung der antiquarischen Gesellschaft zu Zürich. 1844. S. 12. Tab. 11, 17.

3 ) Arneth. Cameen I.

4 ) Lysons. Magna Britannia. III. p. CCXXI. Lersch. Central - Museum rheinländischer Inschriften. II. S. I. in Bronze gewunden. Somer-settshire 1794 gefunden. Archaeologia XIV. 94.

5 ) Holmboe. Descriptio ornamentorum etc. Christianae 1835.

6 ) Archaeolog. XXVI. 471.

7 ) Gailhabaud. Revue arch. 1844. p. 123, 124.

8 ) Grossherzogi. Museum zu Darmstadt. 1844. s. 50.

9 ) Instit. orat. VI. 3. p. 555.

°) Joan. Schefifer de torquibus im Graev. Thes. Ant. R. T. XII. Montfaucon T. IX. p. 8. Caylus T. 1. pl. CII. p. 276. T. V. pl. XCIII.37. Th. Bartholin. De Armillis. Mus. Borbon. II. t. 14. VII. t. 46. Auch auf griechischen Gefässen. Polyb. L. 11. c. 31.

Ammianus. L. XX. Procop. Bell. Pers. L. I. c. 24. S. 5. Plinius H. N. L. XXXIII. c. 2.