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mich, diese hier als Winke anzusehen. Es ist uns um so wichtiger, da die gewöhnlicheFahrt von Norden nach Constantinopel während Jahrhunderten durch diese Länder ging,und ich überzeugt bin, dass wir Sachen haben, die ihren Ursprung aus derselben Gegendwie die goldenen Gefässe haben.”
«Die Zierraten scheinen mir theils an das Orientalische, theils an unsere ältestenSachen vom Mittelalter zu erinnern. Die auf Figur G. 4 vorkommende Vorstellung scheintmir mit persischen Sachen verwandt zu sein. Doch dieses werden Sie schon selbst besserund sicherer aufgefunden haben.”
«Ich werde die Zeichnungen an einen in Runen sehr erfahrenen Mann abgeben,und Sie werden von ihm vielleicht später gelehrte Erklärungen erhalten 0-”
Nr. 232. Ein Draht. I 11 /« Ducaten in Gold.
1839 bei Altsohl in Ungarn gefunden, und vom Oberstuhlrichter Gustav v. Schurman an die k. k. Hofkammer überschicktund vom Fürsten Lobkowicz ämtlich dem Cabinette übergeben.
Diese Drähte werden häufig um Tokay und Altsohl gefunden, in welchen Gegendenvergeblich nach Spuren von Berg- oder Waschgold gesucht wurde. Ein ähnlicher Golddraht,4 Ducaten im Gewichte, wurde vom Grenzmädchen Slavia Molja aus Mehadia in der Ge-gend von Ullics im Banate am 24. Juni 1844 gefunden. Auch das k. k. Mineralien-Cabinetthatte ähnlichen Draht, wofür es Mineralien eintauschte.
Nr. 233. Ein von oben bis unten verziertes Gefäss. Lilien bilden den Hauptgrundder Verzierungen; auf dem Boden des Gefässes sind den Nr. 15 und 19 beschriebenen ähn-liche in zwei Zeilen, in einer sieben, in der zweiten vier, am Rande drei Buchstaben ein-gerilzt. G. X. 221 12 j i6 Ducaten in Gold.
Im Banate in der Torontaler Gespanschaft 1799 gefunden.
Nr. 234 bis 237. Vier nur gering verzierte, wenig verschiedene Schalen. 142 Du-caten in Gold.
Im Biharer Komitate 1822 gefunden.
Nr. 238. Eine Scheibe CBulIa), in deren Mittelpunct in perlenartiger, vierfach herz-förmiger Verzierung ein Granat? (wahrscheinlich Glas) von 14 andern Granaten (Glas) um-geben; 2 sind ausgebrochen. Rings ein Perlenkreis mit 4 herzförmigen perlenartigen Ver-zierungen; dieser ist wieder von einem Kreise mit Pasten umgeben, und dann folgt grös-sere metallene. G. XI. 32 3 / 4 Ducaten in Gold.
Diese und die folgenden Antiquitäten mit den 14 grossen goldenen Medaillons und der grossen Kette Nr. 1 zu Szilägy-Somlyö am Magura-Berge 1797 gefunden.
Diese Art Schild beweiset die Echtheit der antiken Perlenverzierung der MedaillonsVergl. die Bullen im Museo Etrusco Gregoriano 2 ), und auch die in England gefundenenFibulae 3 ).
') Die aber nicht angelangt sind.
2 ) LXXVIII. 2, 3, 4.
3 ) Akerman. Numism. Chronicle VI. 182. und Ch. R. Smith. Collect, ant. N. VII. 104.
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