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Die antiken Gold- und Silber-Monumente des K.K. Münz- und Antiken-Cabinettes in Wien / beschrieben von Joseph Arneth
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beobachte Gesetze und Ordnung diese bestanden in der Befolgung der Gehren der Eleusi-nischen Mysterien bei den Griechen (/hyjijnjp $sc>jio<p6pos) wie bei den Römern (AnnaPerenna, Panda, Friedensgöttin) und des Evangeliums bei den Christen, die alle ihresymbolische Vorstellung im über die weite Erde verbreiteten Acker- und Weinbaue finden.Es erhellt auch aus diesen Monumenten, dass die Palme der künstlichen Behandlung denGriechen, und der tiefem Empfindung den Christen gehöre.

Nr. 17. Eine tiefe Schale. 6% Loth Silber. 5" im Durchmesser, 2 hoch.

Nr. 18. Widderkopf. G. S. XII. 4% fi Loth Silber. I 3 /*" lang.

Nr. 19. Der Vorderleib eines Kentaurs das Haupt mit vergoldetem Schilfe gekrönt;

die rechte ausgestreckte, etwas abgeschliffene Hand hält ein vergoldetes Instrument; an derlinken drei Finger gebrochen, der rechte Fuss fehlt. Eines der wenigen Überbleibsel desgrossen Fundes von Silbergegenständeil, ganz nabe den Ruinen von Falerii, welcher grosseFund meist zerstört wurde, um das Silber daraus zu erhalten. Mündliche Mittheilung desHerrn Vescovali, der sich beschäftigt eine Monographie über Falerii zu schreiben. S. VI. 7 1 /*".

Eines der besten Überbleibsel griechischer Kunst in gegossenci, mit dem Gi absti-chel nachgeholfener Arbeit. Vielleicht Chiron, mit Weinlaub bekränzt, in der linkendie Lyra? in der rechten das Plectrum? haltend, als Verzierung verwendet, um darausWein abzulassen.

Bei Rom ausgegraben; vom Grafen Fries gekauft und vom Cabinette in der Licitatiou

im Jahre 1825 um 53811. 35 kr. erstanden.

Nr. 19. a. Ein Hippocampus, (SeepferdJ , das Riemwerk ist mit Medusen ?-Häupterngeschmückt, auf einem muschelartigen Postamente. Hippocampe hat Neptun und Thetis ent-weder an ihren Wagen gespannt, wenn sie durch die Wogen fahren; oder Thetis sitzt aufeinem solchen, wie auf der schönen Goldmünze der Brultier 2 ); oder sie bringt dem Achil-les seine Waffen, wie auf griechischen Gefässen 3 ) und geschnittenen Steinen ). S. VI. a.

Nr. 19. b. Ein Sieb, dessen Rand und Handhabe äusserst geschmackvoll verziert sind.

Nr. 19. c. d. Zwei Fibulae. S. VI. a.

Nr. 19. e. f. Zwei länglichte Gefässe. 4 l f/ und 5y a " hoch. S. VI. a.

Nr. *20. Tiefe Schale. 5 14 / 16 Loth Silber. 4 3 / 4 " hn Durchmesser, 1%" hoch.

Nr. 81. Gürlelschliesse mit vier Granaten. 5% Loth Silber. 3" lang.

Nr. 22. Gürtelschliesse mit fünf Granaten. 5 % Loth Silber. 3" lang.

Nr. 23. Gürtelschliesse mit zwei Granaten. 4 8 / Loth Silbei. 3 lang.

Nr. 24. Schale, in der Mitte ein Tetradraclimon Alexanders des Grossen; ringsherumzehn Familiemnünzen; auf der Handhabe Charitas; rückwärts 1. 5. 7. 1. T. S. 14% LothSilber. 4 7/ 8 " im Durchmesser.

Nr. 25. Durchbrochener arabischer Becher. 2% Loth Silber. 1% hoch, 2V 4 " imDurchmesser.

Nr. 26. Durchbrochener arabischer Einsatz-Becher. 2 Loth Silbei. l/ 4 hoch, 2 1im Durchmesser.

) Auf Münzen von Korinth.

) Mas,.. Brutii. Arnetl,. Beselireiliung der im k. t MS«- «'«1 Antiken-Cainnelte zur Sei,au ausgeleglen Münze,,. S. 12. Nr. 171. 172.) Milli,,. Peintures de Vases. I. 14., und zu Wien. Arnetli. Besclireilning des k. k. Münz- nnd Antiken - CaMnettes. S. 7. Nr. 57.

- Aquamarine Thetis geschnitten, welche den mit dein Medusenhauple geschmiick-

0 Buonarroti. Medaglioni antichi. 113. Wo auf einemteu Schild dem Achilles bringt.

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