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Die antiken Gold- und Silber-Monumente des K.K. Münz- und Antiken-Cabinettes in Wien / beschrieben von Joseph Arneth
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der rechten den Apfel haltend; Hercules auf die Keule gestützt, zu seinen Füssen dreiHesperiden-Aepfel (beschädigt); die Pallas? auf einen Altar gestützt, in der linken eineStreitaxt 1 * ) (sehr beschädigt); Diana, nur das Brustbild erhalten; unten der grösste Theildes Hundes; Apollo mit der rechten einen Zweig auf den Dreifuss legend; mit der linkenauf einen Altar, an dessen Fusse der Schwan, gestützt; oben und unten Verzierungen.Diese Vorstellungen sind ohne Zweifel um Jahrhunderte älter als die fünf auf der äusserenBodenseite des Gefässes eingeschlagenen Stämpel. Einer derselben mit ANAPEAC umschrie-ben, hat einen Kopf, der sehr an den des byzantinischen Kaisers Heraclius 610 641, desConstantin Pogonatus 641668 erinnert. Jeder Numismate weiss, wie häufig in dieser Zeitdie älteren römischen Münzen bloss mit Gegenstämpeln umgeprägt wurden; so liess beson-ders Heraclius auf Münzen des Justinian mit einem Stämpel sein Bildniss aufprägen, soauch Heraclius und Heraclius Constantinus auf Münzen des Justinus, des Tiberius Con-stantinus, Mauritius, Phocas. Vielleicht liess sich auch das dem ANAPEAC gegenüber liegendeMonogramm mit HPAKAEIOC auflösen. S. VII. 7 Mark, 5 Loth Silber. 10" hoch, 10" imDurchmesser oben, 6 3 * / 4 " im Durchmesser unten.

Dieses Gefäss ist mit der grossen beschädigten Nr. 96, und mit den sieben gleichen (Nr. 7, 10, 13, 17, 20, 89 , 93) Scha-len im Jahie 1814 m dei Bukowina auf dei Herrschaft Kuczurmare gefunden worden.

Nr. 91. Torques. S. I. 5 1 /« Loth Silber. 5 1 /," weit.

Nr. 92. Schale, die Schrift: MERC. vergoldet auf der Handhabe. S. I. 1 Mark 3Loth Silber. 4" im Durchmesser, 2y a " hoch, 3 3 / 8 " lang die Handhabe.

Nr. 93. Eine liefe Schale. 6y i8 Loth Silber. 5" im Durchmesser, 2 V' hoch.

Nr. 94. Ein Löffel. GL IX. 3 Loth Silber.

Im Kasten IV. bei den im Saroser - Comitate gefundenen Gegenständen.

Nr. 95. Relief auf viereckiger Platte, zwei Figuren vorstellend (war vergoldet), GL S.XII. 1. silberne Kette, Fragment eines Hornes, zwei Fibulae, zwei gewundene Armillae,fragmentirte Fibeln, Armillen, Stifte etc., im Ganzen 64 Stücke. 2 Mark 12 5 /i6 Lotli Silber.

Gefunden zu Czora in Siebenbürgen 1821.

Nr. 96. Sehr tiefe kesselartige Schale. 1 Mark, 3 s / 16 Loth Silber. 6 1 /*" im Durchmes-ser, 5" hoch.

Nr. 97. Fibula. G. IX. 6 13 / Loth Silber.

Wie Nr. 94.

Nr. 98. Ein aus 53 Stücken bestehendes Geschmeide unbedeutender Art, meistensgewundener Drath. 9*/ 4 Lotli Silber.

Zu Mediasch in Siebenbürgen gefunden.

) Eine sehr ähnliche Streitaxt wurde in Siebenbürgen gefunden, und vom Grafen Bethlen dem k. k. Münz- und Antiken - Cabinette

geschenkt.

3 ) Saulcy. Monn. Byz. PI. VI. 8., eine ganz ähnliche auch im k. k. Cabinette, nur scheint auf dem Kopfe: ITA Italicus? zu stehen;

auf der Gegenseite: SCLs. Siculus?

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