Buch 
Die antiken Gold- und Silber-Monumente des K.K. Münz- und Antiken-Cabinettes in Wien / beschrieben von Joseph Arneth
Entstehung
Seite
80
JPEG-Download
 

80

Nr. 99. Ein Silberblatl mit drei Löchern durchbohrt. Entzwei gebrochen.

Auf der Herrschaft Prestovacz im Poseganer Comitate gefunden 1821.

Nr. 100. Antikes byzantinisches Silbergeräthe und Geschmeide, bestehend aus dreiTorquen von T 1 /^" im Durchmesser; zwei andere (eine gebrochen), 3" im Durchmesser; sechsorgehängeartige Geschmeide, ein Armband, ein Ring, ein Kreuz (8. I.), ein Krystall, zweiBlättchen mit einer Verzierung. Im Ganzen siebzehn Gegenstände im Gewichte 3 Mark,10 Loth Silber.

Gefunden 1839 zu Czernowitz in der Bukowina.

Eine sehr ähnliche Torques wurde in Haiton Moor in der Nähe von Lancaster miteiner silbernen Schale, deren Thiere einigermassen an die Greife auf den Goldgefässen er-innern, mit Münzen von Kanut gefunden; Combe hält sowohl Schale wie Torques für angel-sächsisch 0- So sind auch ähnliche gefunden in Norwegen am 12 . August 1834 in der Dioe-cese Aggershusen 2 ).

Nr. 101. Torques, deren Enden beim Zusammenfügen merkwürdig gearbeitet; dennmanche Verzierungen in einer Art Nische bestehen aus pyramidenförmig zusammengesetztenPerlen, wie auf dem Gold-Medaillons des Kaisers Valens 3 )* S. VIII. G.

Sämmtliche Silbergegenstände, 10 Mark, 8 Loth, 1 Q. 2 Gr. schwer, ersetzt mit 170 fl. C. M. wurden 1838 zu Zalesie(im Czortkower Kreise Galiziens) auf der Herrn F. Doinahski gehörigen Herrschaft Probuzna beim Kartoffelgraben von IwanNaconeszniecki und Ilko Latocki gefunden.

Nr. 103. Torques mit Zieraten, ähnlich denen 1833 auf Föhnen gefundenen Gold-Torques 4 )* S. VIII. G.

Nr. 103104. Ohrringe. S. VIII. G.

Nr. 105. Bruchstücke eines Geschmeides. Das herzförmige Schlussplättchen, woraufeine Verzierung, welche mit der oben angeführten, an dem Henkel auf dem Goldmedail-lons so ähnlich ist, war durch Kettchen mit sechs Scheiben verbunden. Diese Scheiben be-stehen aus drei- oder vierarmigen Kreuzen, zwischen deren Armen, wie im Mittelpunktetropfenförmige mit dunkler Paste ausgefüllte Erhöhungen angebracht sind. Zwischen denScheiben hängen an Blättchen Halbmonde. S. IX.

106113. Sieben verschiedene Buckeln, Knöpfe und Henkel; die Verzierung amHenkel gleicht sehr jener am Henkel des oben angeführten Gold-Medaillons von Valens.

Nr. 113114. Zwei hohle Handbärider. S. IX.

') Archaeologia. Vol. XVIII. London 1817. 4. Tab. XVII. XVIII. p. 201.

2 ) Holmboe. Descriptio ornamentoruin maximain partem aureorum et numorum saeculi VIII. et IX. etc. Christianiae 1835. T. I. Gefloch-tene Ringe, Halsbänder, Perlen, u. dgl. von Silber, werden im Norden am häufigsten gefunden in Schweden, auf der Insel Olandund Gotland, besonders auf der Letzteren, und gewöhnlich in Verbindung mit kulischen Münzen aus dem achten bis eilften Jahr-hunderte. In Dänemark auf der Insel Bornholm und auf mehreren anderen Stellen, seltener in Norwegen. Sie kommen auch vor: inFinnland, Russland und auf der Südküste der Ostsee. Ueberhaupt je weiter man gegen Westen kömmt, desto seltener werdendiese Funde (Mittheilung des Herrn J. J. A. Worsaae aus Kopenhagen).

3 ) Valens XVII. ,ä /. 6 u. andern.

) Historisch - antiquarische Mittheilungen. Kopenhagen 1833. T. V. 8. 9.