Band 
[Erster und zweiter Theil.]
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Griechische Schulphilosophie.

verdorben. Er geht davon aus, daß das Feuer „absolut leicht" »6ist, weil es sich immer über die übrigen drei Elemente erhe- »g«ben will, und daß die Erde „absolut schwer" ist, weil sie ihr«

Stelle immer unter den drei andern Elementen einzunehmen ^u

strebt. Er behauptet ferner, mit viel Scharfsinn, daß die Luft, ihr

die ihren Platz stets zwischen Feuer und Wasser einzunehmen die

strebt, dieß „nach ihrer Natur" so thun müsse, nicht aber gn

in Folge von irgend einer Combination von andern Elementen- St

„Denn wenn die Luft, sagt er, aus denjenigen Theilen zusaim voi

„mengesetzt wäre, die dem Feuer seine Leichtigkeit geben, unt vvi

„aus solchen, welche die Schwere hervorbringen, so könnte ma» der

„eine solche Quantität von Luft annehmen, die leichter wäre,

„als eine andere Quantität von Feuer, das doch mehr leicht« M

„Theile in sich enthält." Und daraus schließt er dann, daßjedes von den vier Elementen nach der ihm besonders angewie« ein

jenen Stelle strebt, so daß das Feuer den höchsten Ort eiw un

nimmt, nach ihm die Luft, daß dann das Wasser kömmt, und no<

endlich die Erde am tiefsten steht. ?in

Die ganze Reihe dieser Fehlschlüsse kömmt aber nur and ^

einem Irrthume, der eigentlich wieder einen bloßen VerbabUrsprung hat, nämlich daher, daß er das Wort „Leicht" bloßim Gegensatze mit dem Worte „Schwer" betrachtet, und daß er, ^was er „Leichtigkeit der Körper" nennt, als eine diesen Körperinhärirende Eigenschaft betrachtet, da er sie doch nur als di« kgeWirkung der sie umgebenden Körper hätte betrachten sollen.

Es ist immer merkwürdig, daß die Schwierigkeit, die no6jetzt den meisten Anfängern in der Physik bei ihrem Eintritt« ^in diese Wissenschaft zu begegnen pflegt, die Schwierigkeit nänb ^lich, bei den Wörtern „oben" und „unten" sich bloß entgegen^setzte Richtungen zu denken, nicht nur von Aristoteles, sonder»überhaupt von allen griechischen Philosophen ganz übersehtworden ist. Sie waren von der runden Gestalt der Erde ftßüberzeugt, und sie sahen, daß, vermöge dieser Gestalt, aß« tenKörper in convergierenden Richtungen gegen den Mittelpunkt anErde gehen müssen. Und da nun die schweren Körper in d««

That zu diesem Mittelpunkte gehen, so mußte das Licht,ein leichter Körper, von diesem Mittelpunkte weg nach Außen ^gehen: „denn das Aeußere ist dem innern Mittelpunkte d««