Vorbencht, betreffend das Supplement, zu den schon vorher zweymal
gedruckten Auflagen.
S hatte gegenwärtiges Merck, welches dem ge-neigten Leser hiemit überreichet wird, schonvor einigen Jahren an das Licht tretten sollen;Massen bey der Ausgabe des allhier zu Baselgedruckten Allgemeinen Histor - und Geo-graphischen Lexiei versprochen worden, dem-selben bald ein dazu nöthiges Supplement,I barmn so wohl die in dem erftern befindlichefortgesetzet, und nach Erforderung der Umständen er«auch vieles annoch ermangeleudes beygebracht, inson-indessen verstorbenen merckwürdigen Personen^Aj^-Geschlchte bekannt gemacht wurde, nachfolgen zu lassen,kim^/bühero so viele Nachfrage darnach geschehen,- daßallgemeine Sehnsucht nach dieser Arbeit darauskannte. Daß aber die Erfüllung gedachten Verspre-imterblieben, ist mehr als einer wichtigen UrsachE theils können der Sachen Verstan-
' daß eme Arbeit von dieser Natur nicht we-wünsckek?^k»n/.,x^"? keines wegs so geschwind , als man wohl
könne: Anders theils aber hat dieleiben , und darauf erfolgteö seliges Ab-
Ersüllun!> v^ss gelehrten Herren Herausgebern des Lexieidiehintertrieben ßä) anheischig gemacht, mercklich
fönen Verleger veranlasset, sich neue Per-
Man bm nUb b!-' er solche Arbeit anvertrauen konnte.
^ das Merck gelegt, und ist damit un-inn alles dasieniae '-daß man hoffen kan , es werde dar-in demselbmen ru m^ö ^ ^^den, was mit einigem Rechtalten, ssirnemlich ab«? m . Die Menge derer theils aus denen
und allhier zusammen ^u"^enen murrn Geschichten gezogenen,
ersten AnblickenU EEenneuen Arrickuln fället, beydemAenderungen unb" 2 »E"^"v ^eben diesem sind viele nöthigefindenden Nacbrirw?»^? bey denen schon in dem lUco sich be-sich es dabin ^ "nacht worden. Hierdurch getrauet man
ein so vollstän^w/^A^u Haben, daß dermalen in keiner Sprachede gefunden werd?,^^?/^^, ""d Geographisches lhexicon wer-kemselben be?a ^ ^ das allhier gedruckte, und nunmehrinsbesondere die . zusammen ausmachen. Was
bet.daß ^ betrift, so hat man nicht geglau-
nen GMjchten ?ön"b" ^ußeißig seyn könne, weil solche in dc-
haben dIöveaen öiö Laumganglicher Nothwendigkeit ist. WirWissenschaff?»» Nom und reichste Quellen von dieser
daraus verme" 8^-Z^ und^mstr, Werck Lar merckliÄ
—zu Rath gezogen, und unser Merck gar merdaraus vermehret. Benetzen haben wir uns bey dieser muhtArbeit allervvrderst derer von dem Hochgelehrten Herrn v. Isel. hiezu gesammelten, und uns von dessen Geehrten Erben,lassenen Schriften, mit grossem Nutzen bedienet. Unter ivielen zum theil grossen und kostbaren historischen Büchern, wwir Hiebey nachzuschlagen für nöthig erachtet, befindet fielsonderheit die von gelehrten Engelländern unlängst in ihrer Lche heraus gegebene, und mit sehr vielen und umstand!«die Historie der Gelehrten in Engelland betreffenden Nach«vermehrte Übersetzung des bekannten DMommir« äs Savls,Ke auch mehrenlheils an gehörigen Orten ist angeführetden. Über dieses alles kan man auch die geneigte Hulffe°en schätzbaren Beytrag verschiedener gelehrter FreundenHerr Lmanuet Wolleb, Z. U. v. und Schulunserer Stadt, hat einen beträchtlichen Theil dieser ArbeitMLenommen, auch. viele Mühe und Fleiß darinn angewerLoches um so viel nöthiger gewesen, als es Herrn LemA^Ij^ulli, 8. R. L. welcher in dem herausgegebenen kr,«w emer derer Verfahren mit genermet worden , noch vor
digung des ersten Buchstabens gefallen wollen, seine Zeit zu an-dern Geschäften anzuwenden. Ingleichem hat der gelehrte Pfar-rer zu Horgen in dem Canton Zürich, Herr Erhard Durfteler,gleichwie er vormals bey dem Lexico selbst vieles zu Ausführungund Erläuterung derer den gedachten Canton angehenden Sachenbeygetragen; auch nun bey diesem 8upplsment in derselben Fort-setzung und Vermehrung solches ferner zu thun sich rühmlichstbemühet. Nicht weniger hat Herr iVl. Georg Friedrich Gtem-weeg, kr. der Hertzogl. Würtembergischen Kloster-Schule zuDenckendorf, viele gute und merckwürdige Artickul so wohl ausder Geographie, als Gelehrten-und Kirchen - Historie der Wür-tembergischen Landen, uns gütigst zugesendet. Man ist diesen,wie auch verschiedenen ausländischengelehrten Freunden undGönneren, welche sich um unser Supplement wohl verdient ge-macht haben, höchsten Danck schuldig, und erkennet solches hie-mit öffentlich, gleichwie man sich derselben fernere geneigte Bey-träg ausbittet. Übrigens glauben wir nicht, daß es nöthig seye,vieles von dem in allem angewendeten Fleiß zu melden. Dieje-nige , deneH die Beschaffenheit einer solchen Arbeit bekannt ist,wissen solche schon selbst zu schätzen: Andern aber könnte es nichtohne viele, hier unnöthige Weilläuftigkeit, beygebracht werden.Die Einrichtung dieses .Supplements ist also gemacht worden, daßes zu denen beyden hiesigen Ausgaben des Historischen Pexlcl die-net. Die in demselben schon befindliche, nun aber vermehrteund verbesserte Artickul sind durch ein zu Anfang gesetztes s je-derzeit bezeichnet, und von den übrigen unterschieden worden.Dieses einige findet man Hiebey nöthig mit einem Wort zu erin-nern , daß man durch die Beschaffenheit des vorigen Wercks un-umgänglich gezwungen worden, den ersten Theil des Suppigmems bey dem Buchstaben ( F) abzubrechen. Dann es fan-den sich in dem Mexico die erste Buchstaben insonderheit mangel-bar, und erforderten deswegen eine grössere Vermehrung; dahingegen die folgende viel vollständiger sind, und also Gelegen-heit geben, alles dazu dienliche in den zweyten Band zu brin-gen. Bey allem diesem ist leicht zu erachten, daß in Ansehungderer in einem oder anderm Artickul vorkommender verschiede-ner Meynungen , wir keinen wettern Theil daran nehmen; son-dern solche auf Rechnung eines jeden üuäkoris, aus welchen» ergenommen ist, stehen lassen. Diejenige Artickul, so wahrendemDruck dieses 8uxplements aus Versehen nicht eingebracht, oderzu rechter Zeit nicht eingesandt worden, wird man zu End desletzten Theils in Älphabethischer Ordnung anhängen. Zu Til-gung der Druckfehleren hat »nan eine geschickte und tauglichePerson gebrauchet, welche mit aller möglichen Sorgfalt einenjeden Bogen verschiedene mal durchgelesen hat. Endlich hat auchder Herr Verleger seines Orts alles, was ein Merck angenehmund nett machen kan , wie der Augenschein selbst zeiget, geleistet.Druck und Papier sind von solcher Sauberkeit, daß wenig der-gleichen grosse Wercke werden zu finden seyn, welche diesem hier-innen beykommen, indeme man sich dabey weder Mühe noch Ko-sten dauren lassen, die Liebhabere vollkommen zu vergnügen; daaber unser Herr Verleger wegen seinein kränckiichen Zustand dieAufsicht über diesen ersten Theil, seinem Tochtermann HerrnJohannes Christ völlig überlassen , und dieser auch , seit dein mdenen letzten Tagen des vergangenen Jahrs erfolgten Tod seinesHerrn Schwieger - Vatters, dieses Merck, mit Lonlen« seinerMit-Erben, gantz übernommen, als wird er den gleichen Fleißbey dem zweyten Theil auch anwenden , solchen zu der verspro-chenen Zeit ausliefern, und sich möglichst dahin bestreben, daßjederman von seiner Beflissenheit die einmalen gethane Verspre-chungen zu erfüllen, gantziich überzeuget werde. Basel, den -8.Hornung » 74 -.
Vorbencht -
'es Verlegers zu dieser dritten und mitdem8rwplememvermehrten Auflage des Historischen in.
seüttn kA""Ee Jsclische Historisch«nd Geographische ISexicon bey> Ausgaben, deren die erste an. 1726. geschehen, und
i allamiein^Abcn gleich in an. 1729. nachgefolget ist, nicht nur mit- cum.?n^Beyfall aufgmominen worden, sondern auch das kubli-Werck vermin.»» a-„Ä.^ckliche Begierde an den Tag geleget , dieses nützlicheTt ermMÄ5 İ^tcr Suppigen fortgesetzet zu sehen; so hat mandiejeniaen / demselben auch hierinnm zu willfahren, und so wohl
die! die in den ersten Ausgaben ausgeblieben, als auch
uey imyer Wetters zugetragen, in zween neue Theile zu bringen, von welchen