Band 
Erster Theil. A - Be.
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ven, uns varaus das Buch More Äaron genommen worden:Lrr <:k 3 iim, barlnn die fundament der Jüdischen religivn unddre Wahrheit des gesätzes Mosis erwiesen werden. ssirus Nsta-rloms, di otrer Lmunim und anders in Libliorbecs Asiäsnü zuWden. Ä»io«, kill. nie. bwliorü. exceixr. Lcc.*

^ 2 laron, (Isaac) ein Grieche, welcher bey eroberung derstadt Cvrintho an. 1148. gefangen, und nach Italien gefuhretwurde, da er Italiänisch lernte, und sich hernach von demKayser Emanuel Comneno als dollmtfcher brauchen ließ. Erbrachte durch seine verläumdung den Alexis, einen befreundtendes Kayscrs, in Ungnade; wurde aber bald selbst der zaubereyangeklaget und überführet. Mein dieses würde ihn noch nichtgesturtzet haben, weil der Kayser selbst ein liebhaber der schwartz-künstler war, wenn nicht die Kayserin entdecket hätte, daß erstmes Herrn mreresss verriethe , wenn er den Abgesandten desKaysers meynung verdollmetschen sollte. Es wurden ihme alsodre äugen abgerissen, und alle seine güther genommen. Nach-gehends nah er dem Andronico Comneno, er sollte sich nicht be-gnügen lagen, seinen feinden die äugen auszustechen, weil sie ihmdoch noch nul der zunge schaden könnten; als aber Jsaacus An-gelus denselben an. rrrg. von dem throne stieß, ließ er dem Aa-ron selbst du zunge aus dem halse reisten, dii-et« lütt. Mnue-ns Lomn. Iib. IV.

»Uly Akran grncnner yaven soll, geführt. Sein leib ist 200.jähr hernach in die nahe dabey gelegene stadt Atleta gebrachtworden. Der rr. junii ist zur Verehrung dieses Heiligen ausge-setzt. Heiligen-Lexieon.

. *Aaron Harischon, ein gelehrter Rabbiner von berstete,-^^Eten, schriebe eine Hebräische grammatick, die er Lke-ul Vopdi betitelte, und dadurch deren fürtreflichkeit zu verste-hen geben wollte. Diese grammatick ward im jähr 1581. zuConstantinopel gedruckt. Einige stehen in denen gedancken, 00wäre dieser, Aaron eben derjmige Äaron Karaita, welcher emeauslegung über die sünfbücher Mosis geschrieben, welche m derKöniglich - Französischen biblischer zu finden ist; die vatter derLonZrsZLuon des Orawrü zu Paris zeigen gleichfalls em exem-plar davon. A/on». sxersir, Vibl. §r»rs«, lull. crit.Englischer 8 «^/«.

*Aarstns / oder Aerstn, (Peter) ein berühmter mahler,welcher wegen seiner grosse in Italien und Flandern ?ierw mn-xo, oder der lange Peter genennet ward. Er war zu Amster-dam an. 1^ 19. gedvhren von eltern, die ursprünglich vonPur-merendt, einem nicht weit von Amsterdam entlegenen ort, her-kamen. Sein vatter, der ein strumpfstricker wäre, wollte ihnanfangs zu seinem beruff wiedmen; allein die Mutter, welche mdem jungen Peter eine grosse neignng zu -er Mahlerey spurte,wollte chrem mann nicht beystimmen, und ließ sich vernehmen,daß obwvlen sie sich mit spinnen ernähren müsse, so wollte siedennoch, daß ihr söhn seine begierde zum mahlen erfüllen sollte.Der gute vatter muste endlich um des friedens willen auch un-willigen. Der erste meister Peter Aersens wäre Wart Messer,«ner der furtreflichsten mahlern in Amsterdam. Aersens zeigtevald anfangs eine grosse fteyheit des Pinsels, und ward inkur-W zeit bekannt. Irr stimm siebenzehenden oder achtzehendener naherBvssu im Henmgau, um allda verschiedene«emahlde von grossen meistern zu besehen. Von dar begab er«AN? Antwerpen, aüwo er unter Johann Wandln sich in stl-,? 5 'Eete zu starckm. Er verheurathete sich zu Antwer-ward in dle gestllschafft der das,gen mahlern aufge-Aerstn war insonderheit berühint wegen seinen kuchen-Zeigen aber wäre er nicht weniger fürtreflich invon gemählden , wie seine altar- und» davon genugsam zeugen. Eines seinern,'^lches die creutzigung Christi sürstevete, und in-deme man msvnderheu emen henckers -knecht, der die beim dermorderMtem§merstrnenstabzerbräche, bewunderte, wardvon dem ungestümen pobel, zu gröstem Verdruß dieses künstlers,an. 1566. zerrissen. Es war umsonst, daß die Frau

von Sonmveldt dmen auftHrischen bauren, da sie dieses ge-mahlde aus der Arche heraus brachten, zweyhundert thaler dar-(uv anböte; graten solche mn fussen, und zerrten es in tau-send stucken. A^stn betrübte sich ungemein über den Untergangrtlrchrr semer besten aemahlden,, und bedaurte, daß also sein. nähme zuMch mit semen kunsi-stucken sich verlieren sollte. Ergieng m seinem klagen so wert, daß er etliche male darüber ingefahr stunde von dem volck ermordet zu werden. Er starbden zweyten tag brachmonats im jähr 158z. seines alters 66.fahr. Aerftn war äusserlich von aerm-,?,« - - -

>en, und.. .ane oft wiver-

«)me VH wiver-

luhre, daß er von fremden in stimm eigenen Haus für den far-venrelber angesehen ward, und man ihm fragte, wo sein meisterwäre. Er hinterliesse drey söhne, welche sich sämtlich in derkunst ihres vatters einen nahmen erworben haben. La/ck««««Iwrvüs äs' kroksssori äel vckegno. Englischer öiiA/e.

aar aas 5

* Aartgen/ oder Aertgen - ward gebohren zu Leiden imjähr 1498. Sein vatter, der ein wollenkanumr wäre, hieltediesen seinen söhn bis in das achtzchende jähr zu stmem beruffan; allein der junge Aartgen zeigte durch verschiedene proben,daß die natur ihm zu der Mahlerey, und nicht zu dem verächtli-chen aewerbe fernes vatters gewiedmet hatte. Man übergab ihnalso Cormlio Engelhechtz, unter dessen aufsicht er vermittelstseines herrlichen talents in kurtzrr zeit es in der mahler-kunst sehrweit brachte. Die mahlere seiner zeit, sonderlich aber der be-rühmte Franciscus Floris, schätzten ihm sehr hoch; ja Florishatte eine so grosse begierde ihm zu sprechen, daß er dessentwe-gen eine reist naher Leiden thäte. Alsbald nach seiner ankunftallda fragte er nach Aartgens Wohnung, welches eine nächst andenen stadt-mauren gelegene schlechte und zum theil verfalleneHütte war. Als Floris dreselbige gefunden hatte, war Aartgenjust nicht zu haust; Floris bäte seine lehrjungen, sie möchtenihme doch die cammer weisen, in welcher ihr meister zu mahlenpflegte, denn er hätte einen weiten weg gemacht, um seine ar-beit zu sehen. Man führte ihn also in das schlechte zimmer hin-auf , allwo er Aartgens gemahlde besähe; er nähme hierauf ei-ne kohle, und zeichnete an die mauer dieser cammer das bildnisdes Evangelisten Lucas, samt dem ochsen neben ihme. Er setz-te über biß das wapen der mahler dazu, und gieng also davon.

Als Aartgen naher Haus gekommen, und gehöret, daß ein un-bekannter mensch in seinem zimmer gewesen, gieng er eilendsdahin, sahe mit erstaunen die Zeichnung, so an der mauer wäre,und sagte, es seye dieselbe so fürtreflich, daß dieser unbekanntemäste der Floris seyn; und weilen Aartgen gar wenig von sichsechsten hielte, bewunderte er eck Dr hoch, daß ein so grosserkunstler ihn seiner besuchung gewurdiget hätte. Indessen liesseihn Floris zu sich kommen, und suchte ihn zu bereden, daß erihme nach Antwerpen folgen möchte; zu dem ende versprach erihme, daß er allda weit besser um seine arbeit sollte bezahlet wer-den , als zu Leiden. Aartgen bedanckte sich des gute» willenshalber, und bezeugte, daß er mehr vergnüge» in seiner armuthfinde, als andere in ihren reichthumen, worauf Floris gantzmißvergnügt wiederum verreisete. Übrigens arbeitete Aartgenniemals an keinem montag, sondern pflegte denselben mit sei-nen lchrjüngern in denen wemhäusern zuzubringen. Er hatteauch im gebrauch, bey finsterer nacht auf denen straffen der stadtherum zu schwärmen, und auf der quer - pfeife zu spielen, wel-ches ihne zu verschiedenen malen in äusserste gefahr gesetzet, in-dem er ernmalen in dem anaesicht verwundet worden, undzweymalen fast ertruncken wäre. Als er einsten bey finsterernacht nach Haus gienge, wollte er unterwegs seine nothdurftverrichten, legte einen theil seiner Neider bey einer mauer nie.der, und entfernte sich einige schritte davon. Da er nun wie-der hingehen wollte, seine Neider zu nehmen, verfehlte ex deSwegs, fiel in das Wasser, und ertranck elendiglich an. 1564. seinesalters in dem sechs und sechtzigsten jähr. 8-rÄ,«»cn. Engli-scher

Aarwangen / ein Bernerischer flecken nebst einer Herrschasftin der Schweitz, auf der rechten feite der Aar gelegen, eine meiieunterhalb Wangen, wäre vor diesem der fitz der Freyherren vonAarwangen, von denen NieolauS um das jähr n 6 ;. gelebet:Wilhelm von Grünender« hat diesen ort undHerrschafft der stadtBern an. i4zr. bey aufgebung seines burgerrechts zu kauffengegeben. Sie ward demnach zu einer Landvogtey gemacht.Der Landvvgt wohnet im schloß. cbron. Üb. VlI. Lee«,k. I. irü. *

Aas / ist ein kleiner bevestigter ort, mit einem Hafen, andersüd-westlichen kuste von Norwegen, in der vioeces von Stavan-ger, in dem gebieth von Lister - Leen, wo sich der fluß Lindal indie Nord-see ergeußt.

* Aaschaour / eines von den Haupt - festen derer Perstr. ESwird solches zu ehren zweyer von denen zwölf söhnen des Ali,nemlich des Husseins und des Ozens gefeyret, und also began-gen , wie solches Tavernier an. 1667. zu Jspahan mit angesehenhat. Es waren rr. compagnien mit ihren Hauptleuten beor-dert, deren jegliche eine sanfte, wie man die krancken darein zulegen pfleget, mit sich führte, die von 8. oder io. Personen ge-tragen wurde, und mit golv-und silber-blum-werck sezieret war.

Auf derselben stunde ein sarg, so mit brocat bedecket. So bald- - ..... — , ryg jede compaguie

' "'-zeug, undvel hatten,

einher. Ais man an vrn »c- g»»».,.,......, ... Komg saß,

sprmgete man mit den Pferden, und der sarg sprang zu verschie»Venen malen in die höhe. Ein jeglicher wurf feinen kleinenrock, mützen und gürte! in die hohe, pfiffen und scheren, odergrenzen gar bloß, hatten ihren lerb schwach ober roth gefärbet,oder zerfleischten sich über denselben, hielten emen blossen säbelin der Hand, und rüsten, als ob sie unsinnig wären, Hussein,Hussein, Hozen, Hozen, Hussein, brs ihnen der schäum vordem munde stunde: schlugen zu gleicher zett Mit kiefeisteinen indie Hände, welches zufammen einen kläglichen thon gab. Insolchem bezeigen zog jedweder Hausse drey bis viermal um den-selben platz herum, und wenn er sich in eine ecke -es Platzes ge-stellt , kam ein anderer auf eben solche weise, bis alle Wölfe eserreichet hatten. , Daraufkamen noch zwey andere Haussen, beyderen jedweden ebenfalls em sarg mit einem kleinen Linde, wel-A; ches