Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
4
JPEG-Download
 

4 aar

aar

sie durch den auslauffdes Bieler-sees vermehrt wird. Da wen-det sie sich gegen osten, benetzet die stadt-maurm zu Solothurn,und verschlinget unterhalb die von Burghorff herab kommendeEmmat, setzet alsdann ihren strengen laufffort, Wangen undArwanqen vorbey auf Arburg zu, allwo die Wigger aus demLucerner - gebieth zurinnet. Von dar kehret sie den lauf wiedergegen norden , Ölten vorbey gen Arau, zieht unterhalb die Surund den auslauffdes Hallweyler-sees an sich, geht also fort aufBruck, und nachdem sie erstlich die Ruß, und hernach die L-matzu sich in ihren runß gefastet, ergiMt sie sich mit grossem ström,Klinqnaw vorbey, bey dem dorfCoblentz gegen Waldshut hin-über , in den Rhein, welcher von diesem zusatz fast aufgeschwol-len Lauffenburg zurauschet. Ihr lauff vorn Ursprung an, ist mder lange 20. Teutsche meilen. Der brücken über diesen ffuß sindin allem 29. deren merckwürdigste örter sind r. Thun, 2. Bern,z. in der Enge hinter Bern. 4.Arberg. 5. Buren. ü. Solothurn.7. Wangen. 8. Arwangen. 9. Ölten. ic-.Arau. n.Bruck. Die-se Aar führet gold-sand mit sich, welches die land-leuthe waschenund das gold darvon absondern , so nach Haffners (3) zeugmssehr gut und sein ist. Es ist hiervon weitläufiger zu lesen beyIch. Jacob Scheuchzer, N. vr. von Zürich, (b) Ferner ist einfluß, die Aar genannt, in Hessen, so bey Dudinckhausen vorbeygehet, und alsdenn in die Eber fällt. Jngleichen erner, so mder Eiffel entspringet, Altenaer, Arweiler, rc. vorbey fliestet,und sich oberhalb Bonn bey Sintzig m den Rhcm ergießt.

cliron. ropo§r. (a) Loloclur. k. II.

Z2v. (b) dl-it. 6 elck. k.II. xsg.21.segg. * .

* Aar / Ahr, lat. lkbrinsa oder ObririM, ist ein siuß, wel-cher in der Eiffel entspringet, und im Stift Cöln sich bey Sinsischüber Bonn in den Rhein ergiesset. ropograxli. Lolon.

Der fluß Lbrinca soll vor alters die grentzscheidung von 6 er-maniil xrim 3 L lecuuäa gemacht haben. L>/^. 0 .

Lerm.

Aarack, einestadtinPersien, in der provintz Hyrcanien.

Aarasso, eine kleine stadt in Klein - Asien, in der provintzPisioien.

Aarau, siehe Arau.

Aarberg, siehe Arberg.

Aarburg, siehe Arburg.

Aaron war der erste Hohepriester des volcks GOttes aus demstamm Levi, der erstgebohrne söhn Amrams und der Josabeth,gebohren ä. M. 2^70. V. e. 6.1614. ein bruder der Mirjamund des Mosis, vor welchen er wegen seiner bcredsamkeit beydem König Pharao in Egypten das Wort führen muste. Als ervon GOttselbst L. N. 24;4. V. L. 6. zum Hohenpriestererwehlt worden, fiel das feuer vom Himmel, und verzehrte dieopfer. Da Moses viel tage bey GOtt aufdem berge Sinai blieb,machte Aaron dem volck Israel, aufdessen begehren, ein gülde-nes kalb, wodurch es sich mit abgötterey verkündigte. Aaronhatte 4. söhne, Nadab, Abthu, EleasarundJthamar, davonaber die 2. ersten, als sie fremdes feuer in ihren gelassen vor denHErrn brachten, von dem feuer verzehret wurden, daß sie plötz-lich in der stifts-hütte stürben. Bald nach diesem empörten sichKöre, Dathan und Abiram mit -;o. der vornehmsten Israeliten,wider Mofen und Aaron, und wollten an dem regiment über dasvolck, und an dem Hohenpriesterthum theil haben. Es thäte aberdie erde ihren mund auf, und verschlunge diese drey aufrührerlebendig mit aller ihrer haabe; auch fiel das feuer vom Himmel,und verzehrte die rotte ihrer anhänger r;o. mann, welche räuch-werck geopfert hatten. Nichts desto weniger murrete des anderntages das gantze volck wider Mosen, worüber aber der grim desHErrn entbrannte, und ein gehling verderben unter sie schickte.Es wurden auch die Israeliten von GOtt noch viel harter gestraftworden seyn, wenn nicht Aaron mit dem räuchwerck hinzu geei-let, und das volck verlohnet hätte. Es wurde also der plage ge-wehret, derer aber, so umkoinmen, waren 14700. Hierauffor-derte GOtt, um auf Aaron das Priesterthum zu bestätigen, daßein jeder stamm einen stecken in die stifts-hütte legen, und seinennahmen darauf zeichnen sollte; wessen stecken nun grünen wür-de, der sollte zum Hohenpriester erwehlet seyn. Solches wider-fuhr dem stecken Aarons, welcher, da er vorher gantz dürre war,über nacht zu grünen ansieng, blüthen hervor brachte, undwandeln trug. Endlich starb Aaron auf dem berge Hör, alser 12;. jähr alt war, am ersten tage des monats Ab, L. N. 2492.V. L. 6.1492. c. z. L. y. L. l6.

sntiy. Ilb. II. ^ in snnsl.

Zu anfange des XVII.Lculi hat ein gewisserGelchrter,nahmensMoncäus, den Aaron wegen seines güldenen kalbes vertheidi-Zen, „nd in seinem ltsrone puissto behaupten wollen, Aaron ha-be m willens gehabt, einen chcrubim zu machen, den hernachdle Israeliten, wider seine Meynung, angebetet hätten. Alleink» hat rhn nicht nur Visorius, ein Lanomcu« zu Amiens undvoctor der Sorbonne, in einem besondern tractat: vekrmckioLtsuäo Lberubi ^onc-ei an. 1609. gründlich widerleget, son-dern es hat auch die Inquisition zu Rom seine schrift verdammet,wie ihm solches der Jcfliite Cornelius a lbapiäe vorher gesagthatte. Andre meynen, die furcht, daß ihn das volck todtenmochte, habe dresen heiligen mann zu dieser fünde verleitet, undmanche halten davor, daß er eben deswegen die ohrringe dessrauenztmmers zu dem guß des güldenen kalbes gefordert habe,damit sie aus liebe zu ihrem besten putze, die gantze fache un-

terlassen möchten; wiewvl dieses alles, ausserdem, daß es ansich selbst ungewiß ist, noch nicht zureichet, diesen fehltritt zuentschuldigen.

Aaron/ von den Arabern Haroun al Raschid , wie auchLmir jUmumemn, ein Fürst der gläubigen, von den Christlichenscribeuten auch üsrcm Lmirss genannt, war der fünfte Calrfeaus dem Hause der Abaßiden, ein söhn des Mahadi, und bruderdes Alhadi, welchem er L. L. 78;. oder 786. in der regierungfolgte. Er machte sich meister von Asien, Syrien und Egyptenbis an Indien, und zwang die Griechischen Kayser ihm tributzu geben. Er hat 8. öffentlichen seid - schlachten beygewohnt,und allemal den sieg davon getragen. Als er von den thatenCaroli N. gehöret, hielte er selbige so hoch, daß er an. 802. eineGesandtschafft an ihn abfertigte, und ihm trefliche präsente schick-te, darunter sonderlich ein wohl abgerichteter und ausgeputzterelephant, desgleichen ein uhrwerck von sonderbarer erfindung,viele seiden-zeug, und endlich die gebeine verschiedener Märterer,als Cyvriani, Sperati, Pantaleonis, rc. sich befunden. Als auchCarl der Grosse kostbare geschencke an das heilige grab in Jeru-salem durch Gesandten verehrte, hat ihme Aaron dieses nicht al-lein verstattet, sondern auch die ober-herrschafft der heil. örterangeboten. Er brach mit der Kayserin Irene, der er einengrossem tribut abforderte, als seinen vorfahren zugestanden war,doch muste er sich endlich mit dem ordentlichen tribut vergnügen,und bedacht seyn, die unter den Mahometanern entstandene par-teyen des Abubequerö und Ali zu vergleichen. Der GriechischeKayser Nicephorus ließ sich gelüsten, nebst feinen söhn Stauraciodie Saracenen zu bekriegen; ward aber voll dem Aaron, derihm mit ;00000.mann entgegenkam, dergestalt empfangen,daß er den frieden von ihm erkauften, und einen jährlichen tri-but von; 0000. ducaten zahlen muste. Im übrigen war dieserAaron ein liebhaber guter künste, und ein freund der Gelehrten.Er starb 8 ° 6 . oder 807. im 47. jähre seines alters, und zertheiltesein mächtiges Reich unter seinesöhne. Dem ältern, Amin,gab er die wurde eines Califen, und dabey Bagdat nebst Chal-däa oder Babylonien,,gantz Arabien, Mesopotamien, Assyrien,Medcn, Syrien, Palastina, Egypten und gantz Africa, bis andie äusserste grentze gegen abend. Der andre söhn, Mamon,bekam Persien, Kerman, Indien, Khorassan, Tabarestan, Zabulund Cabul, nebst Mavaralnahar, oder dem lande jenseit deSflusses Opus. Der dritte söhn, Motassan, war in der theilungfast vergessen worden, erhielt aber dennoch Armenien, Natolien,Georgien,Circaßien, und alles, was die Califen um das Schwac-he meer befassen. ^»/.OEo»Iib.XXIV. in Larolo lVl.

cbron. Hgobarä. l-ugäun. üäo in Mrtyrol. kslcir.Temp. in 1 .2. Lcripi. 3 kill. echt. Lnnal. ?ulä. lib.

XXIII. liili. Lsrac. stist. Orient.

snnal. örra-r hiü. kerüc. lib. VI. llertv/o/, bibl.

Aaron, oder Ahron, ein Priester von Alexandrien, welcherim Vll. üeculo, zu zeiten KaysersHeraclii, gelobet, und in Syri-scher spräche ein groß medicinisch buch unter dem titel Renaschoder Renaschah geschrieben, so er in ;o. tractate eingetheilet-welche Seraius mit 2. andern vermehret hat. Nachgehends hates ein Jüdischer Artzt, Massergtnhe, in das Arabische über-setzet. in nons 36 ssbul karaji. /lert-e/ok, bibl.

Aaron Ben- Ässer/ oder wie sein völliger nähme ist, R-Aaron Bar Mosis / von dem stamm Ässer, ein berühmter Iü«de, welcher unter die gelehrten Lririco« dieses volcks mit gezehletwird, und mit einem andern Iüden, Mose Ben David, aus demstamm Naphthali, von den Puncten und accenten der heiligenSchrift disputiret hat; dahero sie einige vor die ersinder der xun-Äorum in der Hebräischen sprach doch fälschlich gehalten. Siehaben beyde um das jähr io; 4 . aelebet ; wiewol andere ohnegründ sie in das fünfte lseculum fetzen. Es wird dieser Aaronvon etlichen Tiberienstz genennet, entweder weil er Keickor Ü03-äemi» zu Tiberias gewesen , oder weil seine leökiones von denGelehrten zu Tiberias, und folglich von den synagogen in demRöm. Reiche angenommen worden. Die IMenilonen dieserzwey Rabbinen finden sich zu end der Rabbinischen Biblen. LalU-L Venet. Läit. lcksllcbel. balclrab. in rrrcs-

nc> puncstat. cle punÄis. äs punäkis.

cbron. nä on. 476. äs R.Lbbin. lib. I. Lar/olae-

, bibliotb. tom. I.

)laron Sen-Ioseph, ein Caraitischer Rabbi, sonsten auchAaron Harischon, oder der erste genant, war von profeßion einartzt, und lebte zu end des XIII. Lcuii zu Constantinopel.Caraiten halten sehr viel von ihm, und nennen ihn den verwun-derlich weisen, heiligen rc. Er hat unterschiedliches geschrieben,so aber noch nicht in druck heraus gekommen: als ein Lamme»'Mrium über die V. Bücher Mosis, von ihm Mubchar genannt -«nd an. Chr. 1294. ausgefertiget: daraus I. L. Frey einigecerpm mit Lateinischer Übersetzung, Noten und beschreib»»« die-ses wercks, zu Amsterdam an. 170;. heraus gegeben hat. L?Amemar. in klalmos , in der Leidischen Biblwthec besindltch 'Lommenmr. über den Job: it. über die ersten Propheten rc. emHebräische Grammatick, Kelilat Iophi genannt, das einige gamtze werck, welches bisher im druck erschienen, nemlich zu Constan*tinopel i;8i. in 8. Diesem werden fälschlich andere werft*;«'geschrieben, welche einem andern zugehörig sind, nemlich.

Aaron Ben Ella, welcher auch ein Caraitischer RabbinAgewesen, und zum unterscheid yaron Haacharon, oder Uletztere geheißen wird. War gebürtig von Nicomedia, odcr w^