Band 
Erster Theil. A - Be.
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bärtig, eines schnciders söhn, ward durch sein predigen sehrberühmt, welches er 4°. jähr lang getrieben, und womit er sichin allen vornehmen stadten in Franckreich, ja selbst un Lorivre,hat hören lassen. An. rS;o. in der fasten predigte er wider dieIansenisten und den Augustinum mit solcher Heftigkeit, daßHm die cantzel wurde seyn verboten worden, wenn er nicht sogrosse gönner gehabt hatte. Diese predigt widerlegten die Jan-fenisten, und wurden unterschiedene schriften von beyden thei-len gegen einander heraus gegeben. Allein dieser streit währteetwa« ein jähr; denn weil man sahe, daß k. Adam der Archeund seiner Societät durch seine übrige geschicklichkeit bessere dien-ste, als durch seine seder leisten konnte, so wurde er nach Se-dan geschickt, ein Jesuiter-Lollegwm daselbst anzulegen. Weilsich aber seine aufführung nicht wohl an ein ort schickte, wo eineReformirte Academie war, so wurde er an. 16^9. nach Loudunzu gehen, und daselbst zu predigen beordert, weil die Reformir-ten einen 8Moäum allda hielten. Hier bekam er mit Dallaoeine coiwrovers,. deswegen sie gegen einander schrieben. Erwurde nach der zeit krocurator der provintz Champagne zu Rom,Libliochec-uius der Jesuiten, und endlich Oberster des Profeß-hauses zu Bourdeaux, woselbst er ungefehr an. 1680. gestorben.Ohne seine streit - schriften und Übersetzung der Psalmen Davidshat er eine predigt von dem Abendmahl heraus gegeben. Är-we/.hilft. 80c. selu.

Die LomrovM mit dem Dalläo erhub sich folgender gestalt.Ein Prediger von Poitiers, nahmens Cottibi, der zur Catholi-schen religion übergetreten war, schrieb nach der endigung des8>noc!i einen bries, darinnen er den fast-tag, welchen der 8>noäu8 durch alle Reformirte Archen des Kömgreichs ausgeschrie-ben hatte, sehr durchzohe. Dallaus, der in dieser Versamm-lung die ciireÄion gehabt hatte, antwortete diesem gewesenenPrediger, der wieder antwortete, und zugleich unser k. Adam,'die aber Dalläus zusammen in einer schritt dermaßen abfertigte,daß die kinder unter den Reformirten den guter?msr kennenlerneten. Es ist eines von den buchern, die Dalläo am bestengerathen sind, und das zu derselben zeit alle leuthe gelesen ha-ben. Ich zweifle, ob k. Adam jemals LilftiorhecLrius der Je-suiten gewesen. Sg?/-.

Adam, (Melchior) vonGrotkau aus Schlesien gebürtig,studirte anfangs in dem L^mnscko zu Brieg, und wurde in derReformirten religion erzogen. Zu fortsetzung seiner ckudiommgenoß er der freygebigkeit eines Schlesischen Edelmanns, Joa-chims von Berg. Er wurde hernach ckscior in dem Lvmnsiiozu Heidelberg, und bemühete sich, aus unterschiedenen schriftendas leben vieler gelehrten leuthe, welche von an. 1 ;oo. bis 1618.in Teutschland gelebt, zusammen zu tragen. An. 1615. edirteer zuerst das Leben der klftiolopliorum, Aickoricorum, Poe-ten, rc. welchen an. 1619. die Ideolo^i, und an. 1620. die Ju-risten und Medici folgten. Er gab auch an. 1618. das Leben 20.ausländischer IbeoloMrum heraus. Alle Ibeologi, deren le-ben er beschrieben, sind der Protestirenden religion zugethan ge-wesen. Diese theile sind endlich an. 1705. zu Franckfurt amMayn in ckftio zusammen gedruckt worden. Von einigen wirder beschuldigt, daß er parteyisch gewesen, und seiner religionLvorilirt habe. Man hat auch von ihm Xoms in ormionem ss

L-es. 8cftiZsri pro M. V. Licerons contra Liceroniannin Ars-tini; karodiss L met-ipl>rftes Aoratisnas UNd ftpoZrüpkum ino-numeirrorum Aeidelbergenckum. Er starb an. 1622. den iz.mertz. bibl. V. L X. pr^k. INSM. sskeol. ft/ar-

polfli. ssar/V/', jugemens des 8avans. ft/o/Vr. isgg. ad bitt,LIrersoireck. öa-y/r.

* 2 ldam, war ein Abt des klosters St. Mariä de Trapp«Cistercienser - ordens in der vioecss von See;, in der Norman-die, welcher viel wunder gethan haben soll. Der 7. may wirdihm geseyert.

* Adam, von Evesham, wäre Abt eines klosters dieses nah-

mens in Engelland, und lebte um das jähr 1160. Pitseus sagt,er seye ein Benedictiner gewesen, Poffevinus aber machet einenCistercienser aus ihme. Er hinterliesse verschiedene schriften,als: einen band Predigten; Briefe; einen tractat über daswunder des H. Nachtmahls rc. de script. cknZl.

rft«, in appaiat. iacr.

* Adam, ein Schottlander und Lrmorftcus rsgulsris des Au-gustiner - ordens, lebte auch ums jähr 1160. und starb im jährii80. Er hat eine auslegung über die regel des H. Augustinigeschrieben; einen tractat ds Triplici ftsbernLLuIo Moüs ; dstribns xeneribus Lontemplatioiris; XLVII. predigten. Diesestücke sämtlich sind zu Antwerpen im jähr 16^9. gedruckt wor-den. x. Oudinus sagt, er habe in der bidliotheck der Cölestinernzu Mantes noch L1II. andre predigten, und ein 8olilogmum

^?n ihme gesehen. Dr, ?r» , bibl. des auteurs eccles."n llecle. bibliotireca vetus L novs.

* 2 idam, Abt von Perseigne in dem Bißthum Mans, lebtegegen dem ende des XI. ckecul!, und hatte sich sonderlich aufspredigen gcleget. Er hat verschiedene ermahnungs-reden an sei-ne altonchen, und predigten über die Heiligen und andre Mate-rien geschrieben. Trithemius gedencket auch einiger Lommen-

solle geschrieben haben. Der Herr Ba-luze hat dem ersten theil seiner OuvrsZes melmmes funflettres

Osmondum einen Mönchen zuMortemer in d^r Normandre gerichtet sind. L« pm, hilft, desant. eccles. au XI. uecle.

* Adam, von St. Victor, ein Lsnonicus reZulsris der Ab»tey von St. Victor-Ies-Paris. Er lebte in dem XII. ckeculo indieser Abtey unter dem Abt Guerino. Zu gleicher zeit fandensich auch allda Richardus von St. Victor, Petrus Comestorund andre grosse manner. Er hat einige tractätgens geschrieben,und starb den 8. julii des jahrs 1177, nachdeme er sich selbsteneine in 14. versen bestehende und noch in dieser Abtey befindlichegrabschrift aufgesetzet hatte, ft/sre»-,.

* Adam, von Dorham oder vorewls, weilen er in diesem

ohnfern Herfort in Engelland gelegenen klvster des Cistercienser-ordens sich als ein Mönch aufgehalten. Er lebte um das jähr1200. und schriebe in versen eine Widerlegung des ft-eculi, wel-ches eine von Sylvestr. Giraldo wider die Mönchen aufgesetzte«mögliche schrift wäre. Über diß hat man von ihme lludimen.m Muckcöe. dc

*Adam, von Barkinge, ein gebohrner Engelländer, wäreein Cistercienser - Mönch, der um das jähr 1217. gelebt, denZrsdum voctoris zu Oxford angenommen, und sich den rühmerworben hatte, daß er einer der gelehrtesten Männern seinerzeit wäre. Er hat über das Alte und Neue Testament geschrie-ben , Wie auch: Ds duplici Lckricki X-uuru; ds 8erie sex Lta-rum Lc. lib. IV. dibliorsi. sscr. ^o//rE.

* Adam, ein Cistercienser-Mönch des klosters Alderspach in

Bayern, der um das jähr 12;«. lebte. Er hat eine Theolo^mMorslem. in versen geschrieben, deren Caramuel mit sonderba-rem lob gedencket. in spick, dsdic. I. k. Tlieolog.

c^r-o/. ,/i- bihlioch. Lickerc.

* 2ldam, zubenannt der Carthäuser, wäre ein gebohrner

Engelländer, und lebte in diesem orden im jähr 1; ic>. unter derregierung Königs Eduardi AI. Nebst dem leben des H. Hugonisvon Lincoln, hat er auch geschrieben: vs kumxtions Luctmri-üise ; de kstieiMA tribulstionum, <Lc. . bikliotb-

Lurchucksn. de scrixt. LnZI. ds Aick. Am.

* Adam, ein Englischer Cistercienser-Mönch^ Aoftor derUniversität zu Oxford und Abt der nicht weit von Oxford entle-genen Abtey Royallleu, schriebe verschiedenes, als: As cs-

vendo ah lEeck ; de Ordins Monackico ; visloZum rmionis KLiftmX, Lc. Er lebte um das jähr I;68. , de script.

sir^l. de hibl. Lickerc.

* Adam von Ortton, ward in dem XIV. Lculo zu Herfordgebohren. Nachdeme er den grsdum voätoris in flure angenom-men hatte, ist er zum Bischvffen zu Herford, Wvrchester undWinchester ernennet worden. Es wäre dieser mann die ursachvon vielen Unruhen, so in Engelland entstanden sind, und hattejene zweydeutige antwort gegeben, welche König Eduardum U-das leben gekostet hat. Ldvsrdum Aegem occidere nolits tl-mere bonuin eck. Denn je nachdeme diese Worte unterschei-den werden, können sie entweder bedeuten: Tödtet RöntgEduard nicht; es ist billig, daß man sich horchte ; oder rförchtet euch nicht den Ronig Eduard zu todten; es isteine billige fache. Adam von Orlton wäre eine geraumezeit blind, und starb endlich im jähr I Z75. ohne daß er sehr be-dauert wurde.

* Adam , (Wilhelm) gebohren zu Gaüingham, in der En-glischen provintz Kent, wäre in dem XVI. Lculo einer der er-fahrnsten und berühmtesten see-leuthen in gantz Engelland, undwäre der erste, der Japan entdecket hat. Er fienge diese west-lauffigen reisen nach Ost-Indien an, im jähr r;68. und starballda im jähr 1612»

* Adam , (Franciscus) gab im jähr 1592. ein in 2. büchereingetheiltes werck aus, As rekws in civilste kirmLNL geüri-

Xa-rr/A, tzitzl. vet. L nov.

* Adam, (Mohammed Ben) ein Arabischer scribent, welche

von Herat in Korasan gebürtig wäre, und einen LommeM^rium geschrieben hat über das buch : Lslsb Zftsrk ft-Mode-rbin, d. i. Verbesserung der fchlern der traditionsriorula-Es ist auch noch ein andrer Arabischer scribent der Ebn Adamheißet. , bibliorb. Orient.

* Adam, (Johannes) von Rugenwald in Pommern, hak

verschiedene poetische wercke, als Oden, Parodien, rc. verfertig^so im jähr 1612. gedruckt worden. , bior-

vet. äc nov.

* )sdam, (Thomas von) gebürtig von Wem in der Eng^ländischen Graffchafft Shrop, wäre ein tuch - Händler zu Lan-den , und ward endlich Lord Maire dieser ftaot. Komg.^ssrolus ll. schlug ihn zum Ritter, ehe er den Englischen thro>wiederum bestiegen hatte, und geschahe diese Handlung V,Grafenhaag in Holland, als wohin Thomas von Adam n,ein Deputierter der stadt Londen gesandt wäre. Er HM^chHaus, in welchem er gebohren worden, zu einer offentumschul gewiedmet, und ein merckliches einkommen dazu ge>M"

* Adam von Muremuth , ein gebohrner EngelländerLsnsnicus ad I). ?auli zu Londen, ward von Gualtero -s..naldi, dem Ertz-Bischossen von Canterbury gen Rom gejanNach seiner zurückkunft von dar studirte er sonderlich msv -ch-rie, und schriebe selbsten zwey Chrvnicken, welche die ge -ten von an. iz 02. bis 1; 8°. in sich begriffen. Einige geben _er habe sich in seinem alter in den Cistercienser - orden vege^

, de script. ftnxl. Lara/, de s'r/cL-. bibl. Lickerc,