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Erster Theil. A - Be.
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Leu und zu feinem vatter gebracht wurde. Von Londen kämeer in das eollegmm der Königin zu Oxford. Nachdeme ervhngefehr zwey jähr allda zugebracht hatte, gaben einige versedie er gemacht, und welche voctor Lancastcr der des

LollLgtt der Königin jemanden gewiesen hatte, anlas den Ad-dison in das Lolleßium Nsgä-üenL zu versetzen, allwo er diexrLäus LacLLlLurei und aiügiitri Lrelum annähme. Er wand-te seine ersten jähre an zu dem ttuäio der Griechischen undRömischen scribenten , dadurch er dann seinen geist dergc-stalten formirete, daß er dessentwegen nachwerts eben ammeisten bewundert wurde. Er gab gantz frühzeitige proben sei-ner sonderbaren ncigung zu der ticht-kunst, und übersetzte unteranderm das vierte buch der LevrZwor. Vü-Mi, welches stückvon Dryden sonderlich gelobet wird. Sein vatter suchte immerihm zu bereden, daß er sich der kirche wiedmen möchte, alleiner konnte sich nicht dazu entschließen. In dem jähr 169^. schriebeAddison ein getichte über einen feldzug Königs Wilhelmi III.welches er an den Lord Somers Groß-Siegel-bewahrer gerich-tet hatte, «nd der es auch nicht nur ungemein wohl auf-nahm , sondern auch zu Addison sandte um mit ihme naherbekannt zu werden. Es wäre AddisoN in seinem acht undzwantzigsten jähr, als er eine begierde spürte Franckreich undItalien zu sehen. Mylord Somers verschaffte ihme zu bestreitungder reise-kösten eine jährliche xsnliou von zoo. pfund sterling.Nach verrichteten seinen reisen fände sich Addison ohne einigebeschäfftigung bis gegen dem jähr 1704. in welchem jähr derHertzog von Marlboroug ihme anlas gäbe das vortreffichste sei-ner getichten zu verfertigen. Die umstände davon machen die-sem grossen mann allzuviel ehre, als daß sie sollen mit still-schweigen Übergängen werden. Nachdeme die angenehme zei-tung von dem sieg von Hochstetten angelanget wäre, sagte ein-sten Mylord Godolphin zu Mylord Halifax, es wäre immerschade, daß das angedencken eines solchen sieges sollte erlöschen,und setzte hinzu , er Mylord Halifax als ein ungemeiner gön-ner der Gelehrten, sollte wohl einen mann kennen, der diesedenckwürdige fach würdiglich zu beschreiben in dem standwäre. Mylord Halifax antwortete, er kenne rn der that einensolchen tüchtigen mann, er würde sich aber wohl Huten ihmuyi eine solche arbeit anzusprechen. Mylord Godolphin bäte ihmhierauf, ihme die ursach einer so unerwarteten antwort zu er-öffnen. Hierauf liesse sich Mylord Halifax also vernehmen: Ichhab schon längst mit gröstem Unwillen in acht genommen, daßman auf gemeine unkösten so vielen tummen und unvernünf-tigen gesellen genügsame gelter reichet, damit sie in ihrem Prachtfortleben mögen, und aber hingegen solche männer, welchedie ehre ihres vatteclands und ihrer zeit sind, schändlicher wei-se in dem staube sitzen lasset, und dessentwegen werde ich niemalseinen gelehrten mann ansprechen, daß er seine zeit zu ehreneines solchen MMsterii anwende, welches wegen Mangel dergerechtigkeit oder der großmüthigkeit nicht werth ist, daß ein sol-cher mann seine zeit ihme zu diensten verschleiße. MylordGodolphin verspräche hieraus, daß er dieses wollte zu hertzenfassen und trachten in das künftige dergleichen vorruckungen nichtmehr zu verdienen; jetzt aber, setzte er hinzu, gebe ich meinWort, daß derjenige gelehrte mann. welchen Mylord mir nennenwird, in der that erfahren solle, daß er seine zeit nicht um-sonst angewendet habe. Aufdiese zusage hin, nennete MylordHalifax den Herrn Addison, und begehrte zugleich daß My-lord Godolphin als Cron-Schatzmeister in seinem eigenennahmen bey Addison die ansuchung möchte thun lassen, welchesauch versprochen ward. Mylord Godolphin bäte in der thatden Herrn Boyle als Cantzlern der Königlichen Rent-Kammer,daß er sich in dieser angelegenheit zu Herrn Addison verfügenmöchte. Dieser nun wäre dazumalen in einem gantz geringenlosament, und verwunderte sich nicht wenig, da er denfolgenden morgen den Cantzler in demselben zu empfangenhatte. Nachdeme nun Herr Boyle die ursach seiner besuchungeröffnet hatte, sagte er ferner es hätte der Lord Schatzmeister,um ihme einen inuth zu der aufgetragenen arbeit zu machen,ihn allbereit zu einem Lommillllrlo des üppellmlons-gerichtsernennet, mit der Versicherung, daß diß nur ein Pfand wäre daßmit ehestem wichtigere Vergeltungen folgen würden. Mit einemWort, es redte der Cantzler auf eine so verbindliche und höflicheweise mit Addison, daß dieser auf sich nahm dasjenige getichtzu verfertigen, welches hernach von allen rechtschaffenen ken-nern für ferne beste arbeit ist gehalten, und von ihme der Feld-zug betitelt worden. Im jähr 170z. begleitete Addison denLord Halifax gen Hanover, und an. 1706. ward er 8ecrem-riuz des Staats-8ccrec3rü Caroli Hedges, in welcher stelle Ad-dison sich so hervor that, daß der Graf von Sunderland, welcherm dem christmonat 1726. zum Staats-8sLrsmrlv ernennetward, den Herrn Addison auch als 8ecremrMm behielte, unddurch diese wähl genugsam an den tag legte, daß ein Staats-mann von einem Gelehrten nützliche dienste erwarten möge.Als der Graf von Wharton an. 1709. Vics-König m Jrrlandward , machte er Addison zum Staats-8ecremrio dieses Kö-nigreichs. Zu eben dieser zeit vermehrte die Königin das ein-kommen des LreNivLni in Jrrland um ein Ziemliches, undtrüge diese stelle dem Herrn Addison als ein zeichen ihrergrinsten auf. Die umstände von Groß-Britannien schienenin dem jähr so beschaffen zu seyn, daß man von derfreyhert reden und schreiben mochte. Addison wollte also »jebegierd der freyhert bey der gantzen Nation erwecken, und

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schriebe zu diesem ende seine vortrefiiche tragvdie, der LüffOgenannt, welche mit allgemeinem beyfaü ist aufgenommenworden. Die Königin Anna liesse dem »mbori melden, da«sie es wohl aufnehmen würde, wann dieses traurspiel in deindruck ihro zugeschrieben würde. Allein Addison hatte zuvorschon andere abstehlen damit gehabt. Seine pflichte auf dereinen, und seine ehre auf der andern feite trieben ihn ahoin grosse noth ; er entschlösse sich also zuletzt seinen Laroiiemohne einige zuschritt in die Welt zu senden. Übrigens ist baldkeine Europäische spräche zu nennen, in welche diese tragodunicht stye übersetzet worden. Als in denen letzten ichren derregierung der Konigin Anna, das Alinittsrwm abgeändertworden, und Addison keine beförderung von demselbigen Hopfeie, nahm er sich vor ein Englisches Wörterbuch zu verferwgen, UNd solches nach der art des viÄionsrii ciella Lrvlc»einzurichten. , Allein da er kurtz hernach wiederum zu denenStaats - geschafften gezogen worden, ist dieses sein nützlich^vorhaben gantzlich unterblieben. Nach dem tob der Königs'

ward er zum 8ecremrio der Regenten des Königreichs gemachtund als der Graf von Sunderland als Vlce-Konig in Irrlandgesandt ward an. 1714. muste Addison nochmals als Staats

8ecrewriu5 ihme dahin folgen; und kurtz nachdeme dieser Vice-König seine stelle abgelegt hatte, ward Addison einer von de-nen deputirten LommMrüs zu dem Commercien-Rath. 3 "dem monat gpril des jahrs 1717. kurtz vor der ankunft KAnigs Georg« I. in Engelland hatte Mylord Halifar muh'genug Addison zu bereden, die ihme zugedachte stelle eine»Staats-8ecretLrii anzunehmen, welche er dennoch wegen Un-päßlichkeit bald wiederum aufgäbe, und so viel ihme jWgesundheit zuließe, an einigen ehemals vorgenommenen schrssten arbeitete. Allein auch dieses ward durch seinen den 17. u>-nii 1719. in dem Holländischen pallast bey Kensinqton erfolgtentob unterbrochen. Aus denen nachgelassenen schritten ergiebt e»sich, daß er sich vorgesetzet hatte die Wahrheit der Evangemsähen Historie sowol mit Jüdischen als Heydnifchen Zeug-nissen zu beweisen. Es ist auch sehr wahrscheinlich, daß.Zwillens gewesen seye einen guten theil der Psalmen Davck"durch eine in Englischer spräche verfaßte zu erklären'

Vor seiner erhebung zu der stelle eines Staats-8ecrsmtti hEAddison die verwitttbte Gräfin von Warwick geheurathet, w»derselben aber nur eine einige tochter, genannt Charlotte, er-zeuget. Seine gemahlin setzte er zur völligen erbin feines großenvermogens ein. Der berühmte Voltaire hat aus anlas 07grossen reichthummen, welche Addison sich in Engelland Aworden, folgendes geschrieben: Wäre Addison in FranckEgewesen, so wäre er etwan in eine Academie aufgenoiniß-,'worden, und hätte durch das fürwort einiger Dames Ejährliche xenlion von etwan 1200. francken erhalten ; osuvielleicht wäre er in die Bastille eingesperret worden, unterfürwand, er habe in seinem Oawne gewisse, einige hohe L),fönen zu hart mitnehmende, ausdruckungen einstießen lE'Die schritten dieses grossen manns sind theils in LateiniW,theils in Englischer spräche geschrieben. Die erstem sind in dsszweyten theil der an-üeÄoruin älulgrum ängüLunki-mri gesEllet worden, und bestehen in folgenden acht stucken. Das esssstuck ist: Lax Lulislmi Mlpiclis Luroxse reäcillÄ. 1697. (»siLarometri clelLrlxtio. (AI.) (Is^

Kelurreäkio äslineaM aä slrsre Loll. Uagcl. Oxcin. ( X'8xÜTriiIerium. (VI. ) llä H. v. llaniM,

clicum L koeMm, oäe. (VII.) NaLbinD geLcrilantes. (

tick MlignWnmm viruni I). ssüo. Lurnecurn, Lcr-Llelluris amkorem. In Englischer spräche hat er etliche rra"s.und lust-spiele, getichte und Übersetzungen geschrieben,anmerckungen, so er auf seinen Italiänischen reisen gemachtsind in die Französische spräche übersetzet, und Missons rem^als ein vierter theil beygefüget worden. Neben diesen Mr',„hat er an vielen wvchen-blättern, als dem Freebolder, s„jjTattler, dem Guardian, und dem Spectator grossen amv^gehabt, und sind in dem letztem die von Addison herruhr» ^stücke mit einem derer in dem nähme LÜIO befindlichen o»>staben bezeichnet. Englischer s«?/-.

* Addo, oder Adduus, dene Strabo LvOtt nenne ^ist derjenige, welcher Cajum Cäsarem, den Auqustus an« ^statt angenommen hatte, in seinem feldzug in Armemen ^mundete , nachdeme er sonsten auch schon eine verratvercv ^ihme begangen hatte. Es ist eben derjenige, deme sloru»nähme Domnes beyleget. , ^

Addua, ein berühmter fluß im Veltlin, Graubündt ^herrschafft. Er entspringet in der Herrschafft WormS , Mphalb St. Martins-bad; lauffet Worms vorbey, und wdurch das Veltlin, da er von beyderseits aus denen berge»fließenden wassern immer vergrößert wird, bis daß ^äl luLmes in den Comer-see sich ergießet. Die daran Mssyriv'vornehmsten orte sind le Prese, Tiranno, undDieser fluß ist nicht schiffbar, führet aber g°ld M'Eund behaltet seinen lauffaufMiche meilen im iee unvcrnv^kUnterhalb Lecco kommt er wieder aus dem see heraus,sich Trezzo, Cassano und Loden vorbey, oberhalb c.»in den Po. ttluct. üb. XI. x». 170.

.* Adea, Addea, oder Adda, ein ausser orienM

kuste in Abyßinien gelegenes Komgrecch. Der Koms