Band 
Erster Theil. A - Be.
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verschiedene söhne und tochter, darunter derward ^".^vlphus nachgehends der erste Hertzog zu ArveN c°I. Lucä Grafen-saal.

Läsnn ^ Letz. ckron. Hirs»u§.

, der erste Hertzog zu Eleve, ältester söhn desund Minden Adolphi X. Grafens zu Eleve und zu derMarck,ter ^N^tha, Grafens Gerhardt zu Mich und Berg toch-Her wegen seiner vielen tapfern thaten und herrlichen,,L,' bre er in den Cölnischen, Brabantischen, Geldrischen»,,7.Mechttschm kriegen erhalten, der Sieghaftste zugenahmetvurve, man. 1)71. grbvhren, und folgte seinem vatteran.

der regicrung. In betrachtuna seiner grossen dunsten,vre er dem Römischen Reich und dessen bunds - genossen erzeigetwurde er von dem Kayser Sigmund auf dem Loncllio zu" 4. may 1417. zum ersten Hertzogen zu Elevedie Reichs - Fürsten aufgenommen,einen langen und schweren krieg mitlAerhardo, welcher sich der an. 1418- aufgerich-

und Märckischen städten heftigbknRRö« ?^str streit wurde endlich der entscheidung des^e M-tz unterworffen, welcher an. 142;.

Gerhardt cmssvrach- Als aberan den^n^tt "?" diesem ausspruch nicht zufrieden war,ium uppechrte, und dieser den Biftboffen zu Cambray

gunstmL^"'^' ?Kte der Bischoff das urtheil zusten ^ ^ denn auf anstiften des Chmftrr-

kriea den beyden brudern zu einem neuen

krieas ^ wahrte, nach welcher zeit dieses

rrlegg-feuer an. 1447. aufemem frredens -eonareö , den deme

K°KÄÄL°§L»?k?^

das beyL m ' Achter Agnes, da wurde nun

bey Adolphus grossem pracht vollzogen, da-

ausaerüstet w^-» ^? wittern begleitet, die alle sehr prächtig

allen andern geschlctlichkcit in den turniern und

diese Äaw r fielen andern sehen liesse. Als aber

so ermeiE vhne kinder mit tode abgieng,

des Adolphus Mariam, Iohannis Inttexläl oder

ten von Burgund, tochter zur zwey-

^cht nur die Herrschafft Win-

törne-v» ^ ^ gebracht, sondern auch drey söhne und sieben

N^u.gebvhren wurden, nemlich Johannes Adolphus,

betd^own^ Engelbertus ^Margaretha, Catharina, Elisa-

' ^lena, Maria und Anna. Maraaretbawurde, da yr nur ackt mk»

,. ^,^yrrn, e^cyutzr

. . ... —zu Basel, allwo das beylager gehalten

wiirde, und nach desselben absterben mit Grafen Ulrich vonWurtembera. Catharina ward vermählet mit Arnold vonEgmont, Hertzogen von Geldern, und Maria mit Carolo,Hertzogen von Orkans, bey deme sie eine mutter ward desfurtreftichen Königs in Frankreich Ludvviei XU. HertzogAdolphus war ein mit sehr schönen und herrlichen gaaben aus-Werter Fürst, in seiner jugend hatte er etliche jähre an demHose des Hertzvgs von Burgund zugebracht, und sich allda sehrveuebt gemacht- Er war gewissenhafft, fromm und gerecht,der rührn von seiner redlichkeit und aufrichtigkeit in erfüllungdessen , worzu er sich verbunden, war so groß, daß, wie dieHistorien-schreibet: bezeugen , seine blosse worte mehr glaubenfanden, als anderer Fürsten siege! und briefe. Cr war auchrm grosser feind des eitelen prachts, und, wider die gewöhn-heit der Fürsten selbiger zeit, die sich der Wollust und Üppigkeitergaben, ein so kluger Verwalter seiner eigenen Mitteln , daß ertust baarem geld allezeit sehr reichlich versehen war , daher ersich auch die Verschwendung und den geldmangel der benachbar-ten Fürsten wohl zu nutz zu machen wüste, indem er seine landedurch erkauffuW vieler Mdten und örtern, wie auch durch vor-streckung gewisser geld-summen auf dieselben ansehnlich ver-wehrte. Unter diese zahl gehören die stadte Emmerich, Gvch,Wanten, Rees und Gennep, gleichwie auch die HerrschafftenM, Wachtendonck, Kalbeek^ -

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^ .aucy ore Herrjchaft'ten

febril Wachtendonck, Kalbeek ie. Darneben hat er auch

neukn^ neue casteüe und schlvsier gehauen, und die yädte Cra-

Jsselburg mit mauren umgeben,stiftete er aus seinen eigenen einkünften und ohne diek,D^^ 5 dNg stmer Unterthanen ein schönes Carthauser-nÄ x begabte es Mit den nöthigen aütern. Er starb end-"^.ven 19. ftpt. 1448. und warb in erst gedachtem «öfter be-Lllv ' Geldr. gesch. snnäl.

Bischoff zu Lüttich, war der jüngere söhn^^acdl V Grafrns zu der Marck, und Jrmengarden,iw/» lvchter Abolphi, Grafens von Berg , welcher, wieartickul zu sehen, auf eme so elende weisehat beschlress-m müssen. An. iry8. da er nur zehrncE^.^lwar, ward er Probst der St.Martms-kirche zu Worms.w ^^lahr fernes alters erlangte er eine Dom-Herren-stelle' l-vln, Zwey zahre hernach, nemlich an. i z ir. da das Biß-

chum zu Lüttich durch den tod Theodaldr vort Bar war erledr»get worden, wurde dasselbe von Papst Elemente V. aufrecom-mendation des Königs in Franckreich Philippi kulLÜri Adolph»aufgetragen, obschon Wilhelm von Sulemont, Dom-Herr zuLüttich sich alle muhe gäbe, dieses Bißthum für sich zu erlan-gen. In währender seiner regierung hatte Bischoff Adolph grossestreitigkeiten mit seinen Unterthanen, und führte mit ihnen undchren helffern eilf jahr nach einander einen blutigen krieg, nach-dem aber ihrer z roov. waren aufgerieben worden, so musten sieendlich zum creutz kriechen, und sich dem Bischoff unterwerffen.An. iz;z. verkaufte dieser Bischoff seinen antheil an der stadtund Herrschafft Mecheln vor 100000. gold - gülden an Ludovi-cum II. Grafen von Flandern. Als um diese zeit -er letzte Grafvon Loots oder Loon Ludovicus ohne männliche leides - erbenmit tode abgienge, so sollte diese Grafschafft zufolg den ehemalsgemachten vertragen dem Stift Lüttich anheim fallen, jedoch,dieweil Graf Ludwig in seinem testament seiner ältesten schwe-rer ältesten söhn Theodoricum, Herrn von Heinsberg, zum er-ben eingesetzet hatte, sp nahm dieser nach desselben tode mit heim-licher einwillignng des Bischoffs von, stunde an besitz von seinererbschafft, daraus denn viel Mißverständnis und Uneinigkeit ent-stünde, welche Adolphus wohl hatte können verhindern, wenner nicht lieber hätte wollen des Herrn von Heinsberg unterneh-.mungen begünstigen, als aber den nutzen seines BMums be-trachten. Indessen, alldieweil dieser streit noch wahrte, starbBischoff Adolphus zu Clermont am z. nov. i;44. da er ungefehrnur 56. jähr alt war, und wurde zu Lüttich in der Dom - kirchezu St. Lambert begraben. Kurtz vor seinem tode empörte sichdie stadt Dinant wider ihn, und erschlug etliche von feinen an-verwandten, darüber er sich denn so sehr betrübte, daß dadurchsein tod nicht wenig beschleuniget ward. Hocsemius, welchersein leben beschrieben hat, meldet von ihm, daß er an streitbar,keit alle seine vorfahren ubertroffen, die kriege in eigener Persongeführet, und in denselben allezeit den sieg davon getragen habe.

in Füll. kontis keocl. Hs. L-/Z.

annsl. Lliv. Hübn. Hist. frag. tom. VII.

* Adolph, (Christian) war erstlich Pfarrer zu Greiffenbergin Ober - Schlesien , zuletzt aber llsüor zu Fricdersdorf inder Ober- Laußnitz , und hat in die ;4. jähre dem Predig-amte vorgestanden. Beschädigter exxoäit. XXXII.

xs§. 710.

* Adolpht, (Henricus) aus Brieg in Schlesien gebürtig,

war Prediger in Metau und Superintendent in Curland undSemigallien, er starb den 5. jun.1686. in seinem 64. jähre, undhinterließ ein Pentsinen xiimmn insnuäuÄionis sä linZusmI-etticsm- 6isi. _

" Adolphus , ein Bischoff zu Osnabrück in Westphalen,war anfangs ein Dom-Herr zu Coln, und nachgehends ein Ci-stercienstr - Mönch in dem «öfter Camp, endlich wurde er zumBischoff von Osnabrück ernennet, in welchem amte er das auf-nehmen der kirche sehr beförderte, und an. irr», starb. An»1651. wurde sein leichnam erhöhet, und wird der n. febr. ihmgefeyert.

* Adolphus, (Theodorus) hat an. 1661. einen Nsrko.rlum LXLMIN 18 conscisutisL geschrieben. Ls»iZ. bibl.

Adoltzheim, siehe Adelsheim.

Adom, 8slinurn, ein castell in Nieder«Ungarn, vier Mei-len von Ofen , an der Donau, so ehemals der Türcken Pro-viant- Haus gewesen, und an. 1L02. von den Christen erobertworden. 0>-^. reä. x. 1.

* Adom, oder Adam, ist eine an dem Jordan gelegene stadtgewesen, in deren gegend dieser fluß sich getheikt hat, als Io-sua samt dem volck Israel truckens fusses durchgehen sollten.

Es ist aber in acht zu nehmen, daß dieser stadt in Lu-thers Teutscher Übersetzung nicht gedacht wird, sondern daß erdurch einen seltzamen verstoß das Wort Adam durch leuthe,und nicht als ein nomea xroxrium übersetzet hat, da doch alleumstände des grund-textes zn diesem letztem verstand handgreif-lich leiten.

* Adommtm, siehe Adumim.

Adomnan, siehe Adamam.

Adon, der Prophet, dessen 2. Chron. IX. gedacht wird, daßer nebst Ahias eine Historie von Salomons regierung geschrie-ben , wird in der Teutschen Übersetzung Ieddi genannt. Er sollum das jähr; 06a. gelebet haben. in i/nox

cie loript. eccl. L LiL««. in »all. V. 1 .

Adon, ein kleiner fluß in Bretagne, welcher sich mit derVilaine zu Crap vereiniget.

Adon, Ertz - Bischoff zu Brenne in Dauphins, welcher an.874. den i6. dec. gestorben, hat viel gelehrte wercke geschrieben,darunter sonderlich eine universal - chronrcke von dem anfanader welt bis auf seine zeit, welche etliche mal aufgeleget, undauch der bibliorhecss katrum einverleibt worden; ingleichen einNsrevrologinin , welches Ludovrcus Ltpoman, Bischoff mVerona, und Jacob Mosander, em Carthäuser zu Coln, imXVI. Lculo heraus gegeben. cle «ik.

* Adonia, ein fest zu ehren des Advnis, welches zu Athenvon den Werbern zwey tage gefeyert wurde. Am ersten tage tru-gen sie vrele angeputzte todten hinaus, und stellten sich dabey sehe

jämmer-