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ado
jämmerlich an, heulten, fchryen, rauftm fich die haare aus,und schlugen die brüste und arme mit fausten. Sre trugen auchdabey etliche kräuter in einem scherbel herum. Diejenige, wel-che sich bey diesem fest nicht auf gemeldete art traurig bezeigte,wurde in ein huren-haus einen tag lang gesteckt, wo sie sich vonjedem muste stupriren lassen. Den andern tag thaten die wei-der , als wenn sie den Adonis wieder gefunden hätten, undmachten sich deswegen lustig. Wer Adonis gewesen, siehe anseinem ort. Orcecia keriata. L k^i/s/är«,
lib. IV. äe keüis Orcecornm.
Adonias, ein söhn Davids, von schöner leibes-geflalt, abersehr ehrgeitzig. Er ließ sich A. N. 2968. A. L. 1016. gelüsten,seinem bruder das Reich streitig zu machen, und zog den Ho-henpriester Abjathar, wie auch den Feld-Hauptmann Ioab auffeine feite. David aber hintertrieb dieses ft'irnehmen, und er-klärte seinen söhn Salomon zum Reichs- Nachfolger. Adoniasnahm hierauf seine zuflucht zu dem altar im tempel, und suchtebey dem neuen Konig gnade, welche er auch erhielt. Als eraber nach Davids tobe die Abisag von Sunem zum weide be-gehrte , ließ ihn Salomon, der die döse folgen von dieser hcu-rath wohl merckte, durch seinen Hauptmann Benaja umbrin-gen. I. I. LII. leg. amig. lib.VII. L VIII. Ä/E.6k aä an. ;o2o.
Adoni-Besec, König in Canaan, hatte 70. Könige untersich gebracht; die kinder Israel aber bekriegten ihn auf GOttesbefehl, bekamen ihn in der Macht gefangen, und hieben ihmdie bäumen an Händen und fussen ab. Er erkennete, daß sol-ches von der Göttlichen mache herruhrete, weil er den überwun-denen 70. Königen dergleichen gethan hatte. I.
' Ilk. V. c. L. sä an. 2601.
Adonis , ein sehr schöner jüngling , Canyarä, Königs inCypern söhn, welchen er mit seiner tochter Myrrha soll gezeu-get haben. Die Poeten melden, daß Venus in ihn heftig ver-liebt gewesen, welche, als sich Adonis wider ihre Warnung anein wild schweln gewaget, und von demselben tödtlich verwun-det worden, ihn in eine Adonis-blume oder Anemonen-roseverwandelt, derer blätter noch die blutige färbe zeigten. DieHeyden haben ihm jährlich indem julio ein fest gefeyret, undseinen tod beweinet. Siehe Osiris und priapus. 0^. iib.
X. mstam. ecloZ. 15. öa-y/k.
Die erzehlungen der alten von diesem Adonis sind allzu unter-schieden, als daß man etwas gewisses davon sagen könnte. Diesau, die ihn gelobtet, soll kerne rechte sau, sondern ein verstell-ter gott gewesen seyn, ob Mars oder Apollo, darüber sind sienicht einig. Mars konnte es aus eifersucht gethan haben, aberApollo hatte noch grössere Ursache zur mache gehabt, Massen dieVenus seinen söhn Erymanthus blind gemacht, weil er sie imbade gesehen, als sie gleich von den verliebten Umarmungen ih-res Adonis zurück gekommen. Die liebe der Venus erlosch kei-nesweges mit Adonis tobe, und ob zwar die Proserpina sichnicht minder in den Adonis verliebet hatte, war sie doch vonder gefälligkeit gegen ihre mitbuhlerin, daß sie ihn derselben 6.monat überließ, 6. monate aber das jähr über vor sich behielte.Diejenigen, welche dergleichen fabeln von natürlichen dingen er-klären , haben hier schone gelegenheit, allerhand astronomischedeutungen zu machen.
Adonis , ein fluß in Phönicien, von den einwohnern Xa-karalcalb genannt , entspringt an dem berge Libanus, und er-geust sich in das «syrische meer bey der stadt Gibleh sonst Biblusgenannt. Man hat ihm den nahmen von dem schonen jünglingAdonis gegeben, dem die alten Heyden einen tempel nahe andiesem fluß erbauet haben. ijh. äs mirsc. rerr^
xrom. e. iz.
Dieser fluß wird allejahr einmal roth, weil die winde zu ge-wisser zeit staub hinein führen, der roth färbet. Daher hatman gelegenheit genommen zu sagen, daß diß die zeit sey, daman den Adonis beweinen müsse, weil er zu dieser zeit getödtetworden, da sich noch jährlich sein blut mit diesem flusse vermi-sche.
Adonizedec, König zu Jerusalem, setzte sich samt andernvier Heydnischen Amoritifchen Konigen wider den Iosua, undbelägerte nebst ihnen die stadt Gibeon, weil sie mit Iosua undden rindern Israel friede gemacht hatte. <sie wurden aber aufsHaupt erleget, wobey sonne mch mond stille stunden, bis sichdas volck GOttes an seinen feinden gerochen. Die fünf Köni-ge , so sich in eine höhle versteckt, wurden hcrfür gebracht, undnachdem man auf ihre Hälse mit fussen getreten, endlich getöd-tet, und an fünf bäume aufgehencket. /»/l X. ack
ll. N. 2^84-n. 20.
. * Adonmus , (Andreas) war von Meßina gebürtig, undsehr gelehrt, ward auch von Carolo II. Könige in Spanienvor sich und seine erben in Grafen - stand erhoben. Es istnrcyts weiser von ihm bekannt, als daß er eine reise in Spa-nien und Franckreich gethan, anch ilims, ingleichen Discor-8WMa ^ xeregrinalione geschrieben. bwl.
. , warer ketzer des VIII. stec. und hatten sich
ausgebreitet. Sie wurden sonsten auch Fe-der eine Urheber dieser sectö, so Bi-^ geheisscn, da hingegen der an-dere unte^ dem nahmen Ellpandus bekannt worden, und die
ad 0
Bifchoffs-würde von Toledo bekleidet hat. Ihr lehr-satz war/daß Christus zwar nach seiner Göttlichen natnr der wahrhaffttgeSohn GOttes wäre, nach der menschlichen aber nur aäopu-vus, d. i. ein aus gnaden angenommener. Man hat diesen Irr-thum auf dem zu Franckfurt an. 794. gehaltenen Loneilio ver-worssen. bitt. eccl. VIII. cax>. 5.
* ftO0?HO , oder, die aufnehmung an kindes-statt,ist eine Handlung, durch welche einem das recht eines lindes zHgestanden wird, an welches er natürlicher weise keinen anspruaioder forderung gehabt hätte. Die Römer hatten sehr oft Mgebrauch fremde an kindes-statt anzunehmen. Jedennoch warmm denen aesetzen gewisse Ursachen ausgesetzet, wie auch gewNstsormalitaten bestimmet, ohne welche die annehmung an kindes-statt nicht platz haben sollte. Um einen andern an kindes-stattannehmen zu können, wäre erfordert erstlich, daß man selb!»keine kinder habe, demnach daß man keine Hoffnung mehr ha-ben konnte kinder zu zeugen, und drittens muste der, so an kin-des-statt annehmen wollte, 18. jähr älter seyn, als derjenige/der angenommen wurde. In denen ersten zeiten der RömischenRepublick muste man die komiüces fragen, um rechtmäßigeerlaubnis, jemanden an kindes-statt anzunehmen, zu erlangen.Dieses recht bliebe nicht lang bey denen komilwibus, sondernder Magistrat mästete sich bald hernach desselben an, und end-lich wurden diese fragen dem Römischen volck sechsten gethan»da man denn den vatter desjenigen, dene man an kindes-stattannehmen wollte, öffentlich fragte, ob er allem seinem vattern-chen recht und gewalt über seinen söhn entsagen wolle; tuenfrage ward Mmgsrio genennet, und geschahe eigentlich mit fol-genden Lateinischen Worten: VÄM8, judeari8 mi I.. Valerw»
I^irLio l'irio ruin 1e§e jureyue Uws iiki 6
xatre inatregue kainiliäs ejus natu8 ellst: migcie ei viWcilgne in euin xorelkas lier nti fariunclo Klip elf. Honur äixi, ita vc>8, ichiinres, rogo. In denen letztem zeitender Republick aber, erlaubcten die Kayser, krafft ihrer habendenmacht, daß man an kindes-statt annehmen konnte; ja sie erwei-chten diese erlaubnis so gar durch gewisse briefe, denen weiberwso keine Ander hatten; und lauteten diese briefe also: tzuonE
in lolariu-n ainillorum tuoruin Worum cupis privignuni wul»vies legirimL lobolis obtiners, annuiinus votis Mis, 6k euw^erinäe acgns ex ks genitum acl vicem naturalia legitimigvgtilii liabere perinimmub. Imxp. Oiocletianua L UaximisnvL. L. - Es wäre auch üblich, daß man durch testamente, <o-wol in anschung des nahmens als der gütern, an kindes-M'annähme: In imä cera L. OÄavium etiam in tamiliam vv^menque aclopravir. T. Livius sagt, es habe Cäcilius den Alsscum durch sein testament an kindes-statt angenommen.
ÜU8 morien8 celkamento ätticum acloxtavit. Diejenigen, welch,an kindes-statt.angenommen wurden, musten den nahmen UUbeynahmen ihres gutthäters annehmen , doch setzten sie zwey.diesen neuen nahmen, auch den nahmen oder beynahmengeschlechts, von welchem sie herstammeteN, bey. Justus LiPIff.mercket dabey all, daß wann sie sich des beynahmens ihres Uschlechts bedienten, sie solchen denen übrigen nahmen als.tt'aäjeÄivuin beysetzten. Als, zum exempel, C. Servilius Cop'Agalo den M. Iuntum Brulum an kindes-statt angenomEhatte, nähme dieser die obigen nahmen alle an , und dciM.nur den beynahmen seines geschlechts, so daß er sich schrMäC. Servilius Cöpio Agalo Brutus. Octavius hingegen bestichden nahmen seines geschlechts, veränderte denselben in einjekkivum, und nennete sich C. Julius Cäsar Octaviayus.wäre es auch erlaubet, daß sie den etwan erlangten beynahw^nebst ihrem geschlechts-nahmen beybehalten konnten. Und AVhat Atticus gethan ; dann da ihnc Q. Cäcilius an kindes-ichangenommen hatte, schriebe er sich : Q. Cäcilius PomPb'" §nus Atticus. Es konnte auch geschehen, daß sie hernach e>n.neuen beynahmen erlangetcn, wie dann Octavius den beyss^men Augustus sich erworben hat. Auf diese verschiedene geiAsiehet Suetonius, wann er erzehlet, daß Tiberius den nastn'^M-Gallii, der ihne an kindes-statt angenommen hatte, ssA,dessen guter er in besitz nähme, doch nicht habe tragen woa ^weilen dieser Raths-Herr Äugusto zuwider gewesen wäre. ^gens ist zu bemercken, daß ein kacriciu8 keinen Llsbsjum ^kindes-statt annehmen konnte. Claudius liesse sich aber ?» ^einen Llebejunl an kindes-statt annehmen, nur damit er1ribunu8 klebis werden, wiewolen diese aäoprion nichtstreit zugienge. Die ersten Römische Kaysere haben auchder angenommen, welche ihre gemahlinnen in erster che wu ^dem Männern erzeuget hatten; und dieses geschahe auchsie schon selbsten auch kinder mit ihnen gczcuget hatten. ^
*Ador, ein Commendante über eine vestung in AtMs"«Bberedte die Artageras, ein volck in Armenien, zum abfarttdenen Römern; es brachten aber Cäsaris Officiers sie gm ^wieder zum gehorsam, XI. .
Adoram, ein Israelitischer Rentmeister undward von dem Rehabeam abgeschickt, das wider rhnde volck zu beruhigen; sie warfen ihn aber mit steinen zuI ttcx. XII. I8- ^ ,Vlll-
* Adoram, ein söhn Thohu, des Königes zu Hemath/' ^
de von seinem vatter an den Konig David gesandt, Wfl. wüs-dem gegen den König Hadad-Eser erhaltenen sieg glu«scheu, i XVIÜ. 10. ^,0'