Band 
Erster Theil. A - Be.
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davor ausstehen, bis ste vor fernen tob gehustet hattem Dre Athe-nienser haben ihm eine ehren-saule aufgerichtet. , Seine fabelnhaben unter den alten den vorzug, weil er viel nützliche fachenauf eine lustige art darinnen vorgebracht; daher auch Socrates,als er vielmals in träumen war erinnert worden, sich auf dievoesie zu legen, in feinem gefängnis unterschiedene davon in versegebracht. Die, fo man jetzo vor Aefovi fabeln ausgicbt, schei-nen zwar von ihm erfunden, von andern aber aufgeschriebenzu seyn. Einige glauben, daß er es sey, welcher unter dem na-menLocman bey denMorgenlandischen völckern gerühmt wird.Mar. Planudes hat Aefopi leben beschrieben, das insgemein denfabeln vorgesetzt wird; allein, es ist mehr ein roman, als einewahrhafftrge Historie, aufbessert glauben es auch allein ankommt,was man gemeiniglich von feiner ungeftalt zu sagen pflegt. Mr.Meziriac aber hat an. i6;2. ein klein buch von dem Leben Aefopiheraus gegeben, fo vor einiger zeit den Nomoires äs lirterawrsT. I. art. 7. einverleibt worden. cle auäienä. koetis.

in coriviv. 8ap. in vita 8c>Ion. p. 94. cis ksra num. vincl. x. 556.557. bidl. OrLsa, üb. ll. c. 9. L'aM

Aesopus, ein Grieche, hat eine helden-geschichte von Ale-xandro Sl. geschrieben, welche Julius Valerius, der eben sounbekannt ist als Aesopus, ins Latein übersetzet hat. Manweiß nicht, zu welcher zeit Aesopus gelebt, noch was er gewe-sen ; wiewol Barthius ihn einen nicht ungelchrten Mönch nen-net , iib. II. sävsrk. c. 10. , äs IIist. 6rsec.

Aesopus , (Clodius) ein berühmter Comödiant, florirtezu Rom in dem VII. steculo nach erbauung dieser stadt, undward nebst Roseio vor den geschicktesten gehalten, fo sich auf demschau - platz sehen lassen. Roscms epcellirte in tust - Aefopusaber in trauer-fpielen. Cicero selbst ließ sich von ihm in den ge-berden, fo man bey Haltung einer rede haben müfte, unterrich-ten. Er war überaus, verschwenderisch, und unter andernistseine gasterey bekannt, da er in einer thönernen fchüssel, die 5000.gülden kostete, wiewol andere noch mehr fetzen, vögel aufge-setzt , welche singen oder reden gelernt, und da er vor jedengülden gegeben hatte; aus keiner andern Ursache, als damit er'etwas essen möchte, was denen menschen in einem stück gleichkäme. In dieser Verschwendung gab ihm sein söhn Clodius nichtsnach; indem er nicht allein sehr theure vögel seinen gästen vor-setzte , sondern sie noch darzu mit eßig begoß, worinnen perlenvon grossem wehrt zerlassen waren. Aesopus, als er einsmalsaufdem fchau-platz vorgestellet, wie der Ätreus sich berathschlag-te, den Thyestes abzustrafen, soll er dadurch so ausser sichstlbst gekommen seyn, daß er einen bedienten, der bey ihmvorüber gelausten, mit feinem scepter erschlagen. Als erstarb, hinterließ er, ungeachtet feiner Verschwendung, äucen-Iie8 Isüertium, welche mehr als I. Million gülden auskra-gen. Ist,. IX. L X. c. 51. v'a/e»-. Iib. IX.i. Iib. II. c. 10. in Lic. Iib. II. Ist.

;. äs palüo. LgZ'/e. *

* Aesopus, ein alter Grieche, war bey dem König Mthri-date Lnsgnostes, und schrieb äs Heien», ingleichen äs en-coinio Mrbriäalis.

E8TOI, oder M 81 II, waren völcker zwischen der Weixelund dem Finnischen meer-busen, allwo anjetzo die Preussenund Liefländer wohnen. Tacitus sagt, daß sie Schwedischesttten und kleidung gehabt, und daß ihre spräche der Britan-nischen am nächsten gekommen. Sie durchsuchten das meer,und sammleten unter allen völckern allein den bernstein. Jeman-des berichtet, daß Emmericus, der Gothen Konig, die stestuosdurch seine klugheit unter sich gebracht habe. Nach der zeit findsie von den Sarmatischen völckern gar ausgerottet worden.

in 6erman. Jsr«. äs reb. 6etis. c. 2;. 6erm.

snrig. Iib. III. L. 44. Hartknoch. Preuss. chron. k. I. c. I. Ls.

* Aesuviana, (Lrata) sonsten krata stunia genannt, wa-

ren in dem Römischen gebieth vhnweit Vera in alt Etruriengelegen. thut davon Meldung in vita kubüsolse.

* Aespetes, nähme eines manns, dessen grabmahl bey denyrauren der stadt Troja aufgerichtet worden, und woher Poli-tes, ein söhn Priami und Hecubä, alles, was die Griechen inihren fihisten machten, entdeckte. Honi«»-. in satal.

* Aesvma, eine stadt in Thracier,, aus deren Castiamra,mit welcher Priamus Gorgitionem erzeugete, der durch Ajacemin der belagerung der stadt Troja umgebracht worden, gebür-tig wäre.

* , also wurden vor alten zelten unter

den Griechen diejenigen genannt, welche entweder lebens-läng-lich, oder für eine gewisse zeit und für gewisse gattungen ge-schafft , ohnumschränckt zu herrschen bestimmet wurden; wiees LMoteles kolit. üb', ÜI. c. 14- meldet, llion^lius Halisar-naltsnlis vergleicht die gemalt der Römischen viötawrum mitdeme so die Lssmnetes hatten, und haltet dafür, die Römer ha,den selbige vvn'diesen abgesehen , und eingesetzt. Lm. Xoman.üb- '..0. 7 z. gb filexanä. Iib. Iv. c. iz.

Dtß ist auch der zunähme Bacchi, wovon kaukani 38 in fittic.der lange nach dre Ursachen anführet.

etMwiiUT, war bey den Megarensern in grossem ansehen,

, wie sein vatterland wieder in gutenzustand könne gefitzt werden, welches zur antwort gab : erst>llte sich bey den meisten raths erholen. Weil er nun dadurch

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die todten verstand, so ließ er bey den gräbern der altenden ein rathhaus aufbauen. Iib. XI.

* LTft8. das alter überhaupt, fieculum, welches anfäElich nur 25. bis zc>. jetzund aber hundert jähr in sich begrast-Servius beobachtet,daß das Lcmlum oder alter zu zeiten für Efür hundert und dreißig, auch zuweilen für tausend jähr SAnommen worden. Die Griechischen und Lateinischen Poem»unterscheiden vier zeiten der weit, so sie zuweilen in zwey vrwgen. 8ceculuin aursum, 8LcuIum argentsum, 8öecuw»^reum lind 8Xsuium kerreum. Oviär«, lib.I. metamorxü.v. sfl-

fiursa prima sata eü Ttas, guT vinäics nullo

8xonts kua, lins lege, käem redkumgus colsbat,kudüt. argeutea xrolss,

Huro äeterior Lc.

Tertia poü illas kuccelüt abenea xroles,

8revior mgeniis.

.VikNa jaset pietss. 1 erra 8 Lfireea reüguit.

Virgilius hat nicht mehr als zwey zeiten unterscheiden, einrvor der regierung Jupiters, zu welcher zeit man die erden Ktheilen und zu bauen anfieng; und das andere begreift die Mso seithero verflossen. Seneca folgte dieser meynung nach, Edeme er nicht mehr als die zwey alter, des gerechten und gm^seligen und des ungerechten und unglückseligen menschens umterstheidet, das ist fieculum aursum und fieculum fsrreum-Juvenalis hingegen machet den unterscheid der vier zeiten, bawget sie aber sechsten auf zwey, wann er sagt, die ehebrücheben in dem fiesulo argerrteo unter Jove, welcher sechsten de^selben Urheber gewesen, ihren ansang genommen. Hesiodrss,gienge allen Lateinischen Poeten um etliche Ificuls vor, und HEvor ihnen diesen unterscheid der zeiten gemacht, stellet auchdrey ersten auf eine weise für, welche mit des Ovidii beynahe^übereinkommt, er nennet sie auch lficulum aursum, argsnteuv»L kerreum; aus der vierten aber macht er ein Ificulum deErechtigkeit und tapferkeit. Jedennoch wann wir die weltlich^,historien-schreiber über die sitten der alten völckern berathWchgkn, so beschreiben sie uns selbige als Barbaren ohne glaube«'ohne gesätz, ohne beständige Wohnung, allezeit bereit zum ch'griff, und ihre nachbarn unbarmhertzlger weise ums leben »«bringen, die sich untereinander sechsten tödten, weder ordcwlich noch den gejatzen gemäße Heurath haben, noch pollchy'noch obrigkeit; und die fast gleich den wilden thieren lebe«'Also daß dasjenige, so uns die Poeten von der ordnung Uunterschiedlichen zeiten erzehlen, muß umgestoßen werden, Eman gestehen muß, daß das erste alter eine Barbarische u«gewaltthälige zeit feye, welche man vielmehr lficulum kerrewals aursum nennen kan. Nachgehends aber, als die leiuvdiese Barbarische gewohnheiten abzulegen, und städte, StaEund Republiquen aufzurichten ansiengen; alsdann kan man ^gen, daß das lficulum ar§enteum fiinen ansang genomssk'Als endlich die menschen m den künsten und wiffenschafftenterrichtet, und durch die gesätze geleitet worden, so haben siegewisse staffel der Vollkommenheit in der aufführung ihres lebe«in der gerechtigkeit, ehrbarkeit der sitten, und lügenden Eget; welches man das Lsulum aursum nennen kan. In Jadiesem stuck ist die Historie nicht der alten sabel, als welche«!jhro übereinstimmet, sondern der ertichtung einiger Poeeevdenen es gefallen die zeiten der weit also einzurichten, usssVnen diese freye und ohngegründete nahmen zu geben, zuwkEMan theilet insgemein das menschliche leben ab in vier au 'oder in vier unterschiedliche zeiten, welche solches ausnE«namnch: Die kmdhett oder Unmündigkeit, welche von der v.,burt an bis in das vierzehende jähr währet: Die iünchMeschafft, bis in das vier und zwanzigste jähr: Das marEAalter, brs auf sechzig, und das hohe alter von sechzig >aw 1,bis zu end des lebens. Das alter oder zeit des lebens, mcher der mensch im stand wäre, ämter zu versehen, wurdeten der Römischen Republick und unter den Kayfern unterm, ^deutlich bestimmt. Um die Waffen tragen zu können, muffeaufs wenigste i7.jahr alt seyn: man konnte vor dem 26.(ZuXfiuram nicht erhalten; der 1 ribunaru 8 klsbis wurve ^gasten jähr bewilliget. Zu der Aedilität zu gelangen mustein gleichem alter seyn; die katrisü fiengen auch an in ^alter in den Rath zu kommen. Man konnte vor dem - 7 - tweder Läilfi noch kr^wr werden; und Bürgermeister zuden, muste man das 4;. jähr erreichet haben. ,

Bey den Römern muste man auf einem gewissen alterum comrakiren und zu den ämtern gelangen zu können. . pekfänglich wäre es um sich zu verheurathen, wann manzu zeugen tüchtig wäre. Diese fähigkeit wurde nicht vc ^thet, als wann die mannsbilder das vierzehende die wc»« ^rder aber das zwölfte jähr völlig erreicht hatten; es wäre veines noch das andere im stand vor erfüllung dieses musstetsiliren oder zu handle»; wiewolen man zu zeiten von^.^bestimmten zeit, fürnehmlich unter den Kayfern öfters ^sirte. Tacitus giebt zu erkennen, daß man von ansang ? ^rnicht zu den allerwichtigsten wurden zu gelangen autacht hatte, und findet man junge leuthe, die Bürger»und viöMcors 8 waren. Es scheinet auch, als ob das am'Eeher, bis im jähr , 7 ). unter dem Burgermeisterthnm st.mii Albini und C. Calpurnii Pisonis, denen der TrwmJulius, nach aussag T. Livii, ein gesätz, das alter zu