144
aga
ster. Seine qewalt ist sehr groß, und darf er vor dem Groß-Sultan mit freyen armen erschemen, dahingegen dessen vor-nehmste bediente jederzeit die arme und Hände creutzweis übereinander geschlagen haben, wenn sie vor thn kommen. Wenndieser Aga stirbt, so gehören seine guther und schätze den Ianit-scharen. Es wird auch der nähme Aga den Gouverneurs derstädte, so unter einem Baffa stehen, gegeben. Lmx. Or-toin. s'beschreib, des Serrails.
* Agaba, eine vestung nahe bey Jerusalem, .welche Gales-sus, der darinnen Gubernator war, Aristobulo dem söhn Alexan-dri Iannai, und Alexandra, Salome genannt, und einem bru»der Hircani, um sich daselbst aufzuhalten, einraumete.
Lnüg. lib. XIII. c. 24.
Agabarus, siehe Abgarus.
Agabus, einer von den Propheten, die von Jerusalem nachAntlochra kamen, als sich Paulus und Barnabas daselbst auf-hielten. Er verkündigte eine grosse theurung über den gantzenrrd-krers, die auch unter dem Kayser Claudio erfolgte,
XI. Eben berselbige Agabus, oder ein andrer dieses nah-mens , weissagte dem Apostel Paulo, daß er sollte zu Jerusa-lem gebunden, und in der Heyden Hände überantwortet wer-den. XXI.
, Agaclytus, ein Griechischer Hilioricur, schrieb ein buchvon den Olympischen spielen.
* Agaclytus, ein freygelassener knecht Kaystrs Veri, beydem er m sehr grossen gunsten war. Capitolinus berichtet indem leben Kaysers Marci Antonini cap. i?. daß die zween frey-gelassene Geminas und Agaclytus das Hertz ihrer Herren nachihrem gefallen haben lencken können, und daß gar der KayserVerus wider den willen Kaysers Marci Antonini dem Agacty-1 o, welcher sein Favorit war, Libvnis Hausfrau gegeben habe.L^xr/o/r«. in Vor. e. 9.
* Aga-, eine stadt im stamm Isaschar, am fusse des ber-'ges Hermen. lr«ir>er/a/ -
Agada, siehe Agueda.
Agades, ein Königreich in Aftica in Nigritien, mit einerHaupt-stadt gleiches nahmens, welche ein Königlich schloß hat.Sie liegt an dem fluß Niger, und an dem see Guarda. DerRegent dieses landes muß demKönig zuTombut jährlich 100000.ducaten tribut geben. 11 b. IX. c. y. Lkr.
Agag, König der Amalekiter. Diese völcker hatten den Iü-den, als sie aus Egypten gezogen, sehr übel begegnet; deswe-en befahl GOtt dem König Saut durch den Samuel, diesel-en mit krieg zu überziehen, und menschen und Vieh zu verban-nen. Saul aber verschonte des Agags wider das gebot desHErrn, und die Jsraeliten behielten die gemästeten schüfe undrittder, weswegen GOtt dem Saul die verstossung von dem Kö-nigreich durch den Samuel andeuten ließ, welcher auch denAgag vor dem HErrn zu Gilgal in stücken zerhieb, ums jähr derWelt 2920. L. L. 1064. I. 8a,». XV. sso/eFö. lib. VI. L. 8- A9. in snn. V. 1 .
Agag, ein Königreich, siehe Aga.
' * , oder nach anderer meynung ö.6ö-
NLX1L8 oder LOLLIKILI'W, sind gewisse völcker um denxslustem ölXotibein, wovon Plinius 11 b. VI. c. 7. meldet.
* H6Ü6L8, oder IllOLHL, sind sehr wilde völcker in demuntersten theil Africä, welche das Königreich Congo mit kriegüberzogen, und sich dessen, nachdeme sie es durch eure unzahli-che menge mord und todschlag gantzlich zu gründ gerichtet, be-meisterten, im jähr Christi iz6o. welches unter Alvarez I. Kö-nig von Congo sich zutrüge, der mit dem Überrest der steinigenin eine kleine inful, auf dem fluß Jair gelegen, entflöhe, undalldorten, indeme die Barbaren in seinem Reich sengten undbrannten , auch mord und todschläg begiengen, in dem gröstenelend lebte. Als nun Dom Sebastian König in Portugall da-von Nachricht erhalten, schickte er Franciscum von Govia mitsehr guten volckern dahin, welcher wider die Lg-iZss mit sogrossem fortgang kriegte, daß er sie gäntzlich aus dem König-reich verjagte; Alvarez ihr König wurde also wiederum auf denthron gesetzt, und starke im jähr i?8o. Die von Congo schrie-ben ihr erlittenes übel und den einfall der der Christli-chen religion zu, die sie unter Johanne II. König von Portu-gal! angenommen hatten; die Portugiesen aber eigneten sol-ches aus viel erheblichern Ursachen der Verachtung und gering-schatzung, so die von Congo für eben diese religion trugen, zu.
<?earx. tta,«. orb. iinxerans, p. 567.
*Agaie, ist ein kleiner seechafen in Franckreich, zwey Mei-len von der stadt Frejus gelegen. Es befindet sich daselbst einschlechtes kort mit etlichen Häusern. Doch siehet man da einenwohl unterhaltenen garten, und lustige allem von orangerie,verschiedene nach Italiänischer art eingerichtete annehm-
, ein volck in Indien an dem obern theil des/tt-XVii u^' Alexander N. überwand sie.
siadt Arabiens in dem stammen Rüben,Alexander Iannäus, der erste diesesKönig der Arabern,
wegnahm. Ermge iahe hernach raumete selbige sein söhn
aga
Hircanus diesem Arabischen König wiederum ein, weilen 6ihme wider seinen bruder Aristobulum, der ihme die cron uiwpriesterliche würde streitig machen wollte, Hülff geschickt ^wei-ches sich zutrug in dem jähr der Welt Z 91 9. und 6 z. vor Chrssssgeburt. Relandus haltet dafür, Agalla seye eben dasjeEEglaim von deme Llöj. XV. 8. geredt wird : zu zeiten Eusi-bii wurde diese stadt Agalleim genannt. Sie ist acht messe»geyen mittag von Areopolis entfernet, und einfolglich in derMoabiter land gelegen, sse/qptt sm. üb. XIV. c. 2.
IÄTÜ1NÄ 11b. III.
* Assallianus , ein General der armes Leonis Jsauria,
deme dieser Kayser 'im jähr 727. das commando über seine ar-Mee zur see übergab; Als er sich aber, nebst einem gewissenStephans, der ihme zum geführte mitgegeben worden, widerseinen Fürsten empörete, liesse der Kayser alle schiffverbrennenoder zu gründ sencken; worauf man alle aufrührer und an»Hangers Agalliani, die man ertappen konnte, ums leben brach»te; und als er sechsten kein Mittel zu entgehen vorsähe, sturtzwer sich in das meer. , bist. clu moncle, iiv. IV.
* Agathas, ein alter Mtbor, von deme aus anlas Aristo-phanis in den kleinen lcbolÜ 8 über die Iliackein Homer!, x. zro.geredt wird.
Agallis, oder Anagallis, ein gelehrtes frauenzinurMwelcher die alten scribenten mit ruhin gedencken. Sie Estand die Rhetoric und Grammatic sehr wohl, und soll verschie-dene bücher geschrieben haben. Einige geben vor, daß sie o'»bey den Griechen gebräuchliche art des ball - spielens erfundenda man den ball wider eine mauer wirft, und wieder faE
11b. I. L. 8- Kkackig. 11b. VIII. c. I. Kit--,«, lib. XI»'
Art. z go. them. kosm. litter. lo vocs ilxorrs^
äe kbllol. L. 2. 8s/>^a«r, Icritt. ckella bigur. x. 2.
* Agamana, eine stadt in Mesopotamien, nach PtoleiMmeynung, ist vielleicht eben diejenige, so Ammianus Marcel»'-nus Agabana nennet.
* Agamede, eine tochter des Augeä. Neptunus zeuE
mit ihr den Dictyn , Lb. 1^7. wiewol ihr ordentE;
gemahl der Mulms war, der in dem kriege zwischen den Epssund Pyliis von dem Nestors erschlagen wurde. Sie war Hder artzney - oder auch in der vergift - kunst, welches beyssvdas Griechische Wort bedeutet, so berühmt, b"»
niemand ihres gleichen dazumal sich auf der Welt befand.
Ist. ö. v. 4)9- .
* 2 lgamede, eine tochter der Marcariä. Es foll der §Agamede in der inful Lesbo von derselben seinen nahmenkommen haben. Er wäre nahe bey der stadt Pyrrha geleg'^und wäre schon zu Plinii zeiten gäntzlich verwüstet,
k'/rNE, kl. X. 11b. V. z i.
Agamedes, ein berühmter Baumeister , siehe TroP^nius. ^
Agamemnon, der fünfte König der Mycener, einAtrer und der Aerope, oder wie andere wollen, ein söhn MPlisthenis, und enckel Atrei, Menelai bruder , Clytemnen^ehemann, und ein vatter der Iphigeniä, succedirte se>''>vatter L. N. 2784. Ü. 0 .1200. und regierte 17. jähr. Er sslsszvon den Griechen zum Feld - Herrn vor Troja erwehlet, weisster ö. N. 2800. L. L. 1184. mit einnehmen half. Als er'' ^ö. IVl. 2801. L. L. 118z. wieder nach Hause gekommen, wä»^von seiner treulosen gemahlin Clytemnestra, mit hülste des N,gisthi , m welchen sie sich in seiner abwesenheit verliebt vss.Aumgebracht. Sein hinterlassener söhn Orestes hat herss^,diese Mordthat gerochen, und Clytemnestram samt ihrem ehs,^.cher getodtet. Dia«,
^i/. Lc.
* Agamlum, wäre vormals eine stadt; ist aber /^nur ein dorf, insgemein Aghem oder Gheme genanw'^^einem Wasser, nahmens Neßite , in dem gebieth von ^vara, in Italien gelegen. Sie liegt vier kleine meue»»Romagnano. ^/a^i«ie>a.
* Agamus, oder wie andere schreiben, AganuSehemals eine stadt bey Heraclea in der landschafft ^
Nxra«/. . ^ l»
Agan, oder pagan , eine von den diebs -dem grossen Sud-meer, allwo der berühmte SeeMagellanus, als er durch den Süd - Ocean nach oe»luckischen insuln fahren wollte, meuchelmördersscyerumgebracht worden. .. M
* Aganagara, sonst auch Agonara genannt,
stadt vor zeiten gewesen, welche m Indien, an oc»Ganges gelegen. ürl.
* Agandura, (Rodericus sts) ein Augustiner -
von welchem nicht weiter bekannt ist, als daß er amder Philippinischen und Molucktschen insuln, wiebuch von bekehrung der Heyden geschrieben, umdrucken lassen. Er wäre von geburt ein Spanrer. ,blbliork. üifxsii. , -.^-wriö.V
Äganice, oder Aglaonice, eine tochter des HemfTheAlien, warm der sternseher - kunst wohl erfahre'»-nun eine sinsternis des monds vorher sahe, gab sie vorihn vom Himmel ziehen wollte, worauf sie durch firmder göttin Nemesis in groß Unglück solle komme» ssstgebr