Band 
Erster Theil. A - Be.
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I5O age

D« VI», takle äes Mt. eccl. 6^r/mr tkeatr. !VoMr

bibl. Xax.

* Agem-al-Rumi , ist der zunahmen Mohammed den Adel,des Urhebers eines buchs betitelt: Lrgia sl elm. Er starb im900. jähr der Hegira, und 1494. nach Christi geburt. L'K^e-

/oc, bibl. Orient.

*Agemachus, ein Messenischer General, welcher die stadtPheres in Jeloponneso, von dem see-räuber Nycone, der sichderen bemächtiget, und der Messenier land sehr grossen schadenzufügete, wiederum erobert hat. lib. II. c.; 5.

* Agemon, wäre ein bruder Aristodemi des VIII. Königs

von Corinthus aus dem geschlecht der Heracliden. Er führte«ach Aristodemi tod die regierung des Königreichs sechszehenjähr lang, an statt Telesti, der zu der regierung annoch zu jungwar. Er sienge an zu regieren im jähr der weit; 174. und züi.vor Christi geburt. Alexander, der sich nach ihme des Königreichsbemeisterte, wurde von Telesto umgebracht. O-o6ov. ap. 8xn-cell. L»/es. in ckron. Dlvdorus versicheret Agemon

seye Telesti oheim gewesen.

Agen, lak. ügenno, ilginum, Lginnum, Lgennnm Xiriobri-xnm, die Haupt-stadt in der landschafft Agennois, 20. Meilenvon Bourdeaux an der Garonne, allwo diese den fluß Giers insich nimmt. Sie hat ein Land-Gerichte, Vogtey und Bißthum,welches unter das Ertz-Bißthum zu Bourdeaux gehöret. Sie istvon den Nitiobrigen, deren Haupt-stadt sie gewesen, erbauet, undvon den Hunnen, Vandalen, Gothen, Burgundiern, Sarace-nen , Normannen und andern Barbaren öfters verheeret wor-den. Von den Aquitanischen Konigen, denen sie nebst der darzugehörigen landschafft zugestanden, ist sie an die Hertzoge in Ga-fcognien, folglich an die Grafen von Toulouse, und von diesenan die Engeländer gekommen.Dtese letztem traten sie zwar denenGrafen von Toulouse wiederum ab; drungen sich aber aufs neueein, worauf sie bald Engeland, bald Franckreich vor ihre herr-schafft erkennen müssen. An. 1589. erklärte sie sich vor die Ligue;allein an. r?9i. nahm sie des Marschalls Matignon söhn, Grafäe la Röche,und der Herr von St.Chamaran,denen Ligisten wie-der ab, und zwarMirch die list eines Petardiers, welcher sich un-vermerckter weise, indem er einen esel mit kohl beladen vor sichHertrieb, in die stadt eingeschlichen, und des nachts eine Pforteaufgesprenget hatte. üb. ii. c. 27.üb. vii.üb. IV. c. 19. ex. 2z. TXvo». ?. vtVa//o-r.

LNtig.ä'sigLn.. Or, (.VeVe, 6esL.cle VrMLe.ckcc'.

"Agcndicum, ist der nähme einer stadt, welche C. JuliusCäsar nennet. Derselbe schreibet, er habe dahin eine garnisonvon 6. legionen geleget, woraus vielleicht abzunehmen, daß die-selbe ziemlich ansehnlich gewesen. , Einige setzen selbige in dieHerrschafft Sens, andere in das landgen la Brie, da ein ortProvins heißet, welches sie für das alte Agendicum halten^(7^/äv, L. 6. lib. VI.

Agenois, eine Französische landschafft in Guienne, mit demlitul einer Grafschafft, liegt an der Garonne, und ist der al-ten Nitiobriger, deren Cäsar gedencket, sitz gewesen. In dein XVI.sLLuIo wurde sie der Königin Margaretha von Valois zu ihremleibgediNg gegeben. nick. HyuitM.kraZm. sx. L 6« QbK.

-re. earel. kill. cle Vonloul. O« clroits 6u Voi.

Agenor, erster König in Phönicicn zu Sidon, von demman was aufgezeichnet findet. Einige halten ihn vor KönigsBeli söhn; aridere geben ihn vor des Bell bruder und des Ne-ptuns und Libyä sohn aus. Es hatte aber Agenor 2. söhne,Phönix und Cadmus, und eine rochier Europa, von welchen anseinem orte nachzusehen. Lrsslo. Marmors Lruncl.

Agenor, war ein söhn Antenors, des Trojaners. Eswar auch dieses nahmens ein König der Argiver, und vatter desCrotopus, lib. XXII. desgleichen ein kbiloloxbus von

Mitylene, der ein wem von der music geschrieben. Vo-m,, äsMark. c. 59 - §-» 9 -

Agenoria, eine abgöttin des fleisses und der Hurtigkeit, sonstauch dtreima genannt. Die Romer baueten ihr einen tempelauf dem berge Aventino. L-r-r«/, lib. II. üb. x v. c. 29.cle civ. vei, üb. IV. c. i6.

Agente, siehe Abgesandter.

* Ager, eine kleine stadt nebst einem schlösse in Catalonienin Spanien, am fluß Noguera gelegen. /E.

*Agericus, ein Abt des klosters St. Martini zu Tours inFranckreich, welcher fernem kloster von dem Papst Deodato dasPrivilegium immumtatis erlangte, und starb an. 68s. Der ir.april wird ihm gefeyert.

. * Agertnus, ein freygelassener Agrippinä, wurde von die-ser Prmtzessin zu ihremsohn Nerone geschickt, worauf Anicetuseinen doschen zu Ageruu fussen warf, und nachdem er ihn hatteWm-Eaygen nehmen, dergleichen thäte, als wann er solchesbedien hatte um den Kayser zu erretten; dadurch zu verstehenr..m^°?)F^vgelassene seye um keiner andern ursach willenzu rhmegesthickt worden, als seiner Person nachzustellen. 7 ««-

, uv. XIV. armal. c. 6. L 7.

tessm MS') ein vocklor MäiLiM und

allda, m ^ten^eim ^^'e auch Lanonicus TkomanusUm 16^ wieder l;68. gebohren, und den 26.

auch eine äküomwe fano" äk Liememi^^ M'uwtwnibu«geschrieben. kVttik, biozr ' ^ ^

age

Agesander, ein berühmter Baumeister, der mit PolydoroundAlexandro an der statue des Laocoontis, so noch jetzt MRom vor eines der künstlichsten stücke der bildhauer-kunst patzl-ret, und zu ende des XVI. LcuU unter den ruinen des Vespasia-nischen palasts gefunden worden, gearbeitet hat. V/r». Im-XXXVI. c. 5. Teutsche Academie.

* Agesianar, hat nach Plutarchi zeugnis, ein artiges ge-

ticht über das angesicht des monden, das man mit blossen äugenan ihm wahrzunehmen scheinet, verfertiget, und ist ausser zrver-fel eben derselbe, der über des Arati pkMomena einen com-memarium geschrieben. , äs Katliem. 21.

Agesias, ein kbiloloxlius, siehe Hegestas.

* Agesias, ein üiLkon von Athen, regierte in dem ersten jähr

der LXIV. Olz-Mpiaclis. Es Ware auch ein anderer Agesias vonSyracusa, em söhn Sostratis. Vexic. ilniv.

*Agesidamus, ein söhn Archestrati, ein Locrenser, hielte sichals ein knabe in einem ficht-streite so gut, daß er überwinderward, weswegen auch Pindarus ihm zu ehren ein lobgesimstverfertiget, welches unter seinen carminibus, Ofimp. x. ist.

Agestlaus I. der sechste König zu Lacedämon, aus der fami-lie der Agidarum oder Euryftenidarum, succedirte seinem vat-ter Dorysso L. M. zo;o. L. e. 954. und hat 44. jähr regiert, wreEusebius versichert, wiewol Pausanias sagt, daß er kaum denthron beschütten habe. Gedachter Pausanias meldet, Lycurgushabe unter seiner regierung den Lacedämoniern die gefetze gege-ben. Einige confunbiren ihn mit dem Agesilao, der hier folget,üb. III.

Agesilaus II. Archidami söhn, der neunzehende Spartani-sche König, aus der familie der Proclidarum, kam nach seinembruder Agis zu dem regiment. Er war zwar von Person kleinund hinckend, aber überaus tugendhafft, und führte sein com-mando mit gelindigkeit. Er machte dem Könige in Persien, derdie Lacedämonier zur see unterdrücken wollte, alle anschläge rück-gängig, und erlegte L.M.z;88.L.e.z96.0fimx.XLVl.i.den Per-sischen General Tissaphernes in Lydien aufs Haupt,war auch ent-schlossen, bis in Persien zu gehen; er ward aber unvermuthet vonden Lacedämoniern, welche indessen mit den Atheniensern urwThebanern in einen krieg gerathen, zurück beruffen, da er dielebey der stadt Chäronäa in Böotien überwand, die stadt CoEthus einnahm, und die Thebaner zum andern mal schlug. Eswar derjenige, der X M. §621. X 6. ;6;. Ofimp. L 1 V. demEpaminvnda widerstund, und verhütete, daß die Thebaner d>estadt Sparta nicht eroberten. Als er bereits über 8 «. jährwar, und sich dennoch von dem Egyptischen Könige TaclMder sich wider die Perser auflehnte, zur hülste dingen ließ, HM"man es ihm sehr vor übel. Als er aber nachgehends mitten mdem kriege sich zu Nectanebo schlüge, der wiederum von TEseinem vetter mit einem theil des Heeres abfiel, besudelte erstmgutes andencken bey der Nachwelt mit einer heßlichen verrathrey. Er war mißvergnügt, entweder daß Tachus ihm im Emando den Athenienser Chabrias vorgezogen hatte, oder wenEgyptier bey seiner ankunft und schlechten figur, die er machn'sich des spruchworts bedienet: es sey ein berg schwanger Agangen, und habe eine maus gebohren, denen er aber S' -nachdrücklich soll geantwortet haben: sie wurden eines tE,sehen, daß er ein löwe sey. Tachus verlohr die schlagund das Reich, er aber fiel in der rückreise in eine kranckheck Mblutsturtzung wegen einer gesprengten aber, woran er MM-LL.L.Z62 Ohmx.LIV.in dem Hafen Menelai, zwischen CEten und Cyrene, in dem 84-jahre seines alters und in demner regierung gestorben. Tenophon Hat ein absonderlich buch Uihm geschrieben. Hkva6.1ib.V1I. in I-ALSN- V,

XIV. ckc XV. VoHlö.üb.III. c 7 ov-r.Mx. XVII.

Va/ev.

. Agesilaus war keine wohlgemachte Person, und das geben Wche vor die Ursache an, daß er nie wollen geschnitzt oder gcmavseyn, auch solches in seinem testament verboten hat, äisticwrU soms-.In seinem Haus-wesen und übrigen lebens-art führte er lmi^schlecht auf, als ein bürger in Sparta thun konnte, dabey ersehr wohl verstund,was zu einem Ober-Haupte und König gev^zumal nach der maxime der Griechischen Republiauen / "Mt-lich von Lacedämon, als welche alles, es möchte sonst wideristlich und weltliche rechte lausten, vor recht, genehm und,er»hielten, wenn es nur den nutzen des gemeinen Wesens beter^,Vor seine kinder hatte er so viel liebe, daß er ihnen zu E».h,,--zuweilen mit auf den stecken ritte, und als ihm jemand, oergefthr dazu kam, solches verübeln wollte, sagte er zu rymnicht eher von der fache, bis du ein vatter worden. .M<r,gemahlin hieß Clevre, seine beyde töchter Apolia und prv- ßeseine schwester aber Cynisca, der er unter den fuß gav'pfirde zu den Olympischen spielen abrichten, und um bA - Mei»wett-rennen gesetzten preis sich bewerben mochte, »rn U ^c-zu schänden zu machen, welche in dieser fache eine finvcrv-Mschicklichkeit suchten, da es doch darin» nur aufdie kosten "die dazu musten angewandt werden, Cynisca that es,das glucke, daß sie, und zwar als die erste unter allen G«

Damen den sieg davon trug. ^

Agesilaus, ein Athenienser, Themistoclis bruder un ^clis söhn, ward ausgeschickt, die armee des Lerxrs, ^

800000. mann gegen Griechenland im anzuge war, « Ab-schafften, welches er auch wohl verrichtete, und brs « ^rick^mgs quartier gelangete, aüws er einen von dessen