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Erster Theil. A - Be.
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ansehen hat, als ob er nebst Eustathio an. 4-r. Bürgermeistergewesen wäre. ^ ^ .

s Agricola, (CnejusJulius). Er war aus emem an-sehnlichen «schlecht, inmassen seine beyde groß-vatter krocura-lores Ls-ssrüm, und Ritter, sein vatter I. Gracinus aber, vonwelchem unten ein besonderer artickul, ein Römischer Raths-berr qewesen. Sobald er nur ein wenig heran gewachsen, wurdeer nach Marseille geschickt, allwo er die Philosophie und Rechts-gelehrfamkeit so eifrig studirte, daß man endlich, ihm darinneneinhalt zu thun, vor nöthig befand. Hierauf that er eine zeit-lang kriegs-dienste in Britannien, und erzeigte sich allda so ver-ständig und tapfer, daß er deswegen die bedienung eines ssnstu-rll erlangte. Als er aber hernach sich zu Rom eingefunden,wurde er (ZuLllor in Asien, und nach feiner Wiederkunft ssristu-7MS klestis, ingleichen krsetor in Rom, unter Vespasiani re-gierung aber Odrister über eine Römische legion in Britannien,da er dann sich wiederum so rühmlich verhielt, daß ihn be-meldter Kayser zum ksrrieio, wie auch zum Gouverneur vonAquitanien machte. Nach diesen, erhielt er auch L. L. 77- d,eBurgermeisterliche würde, und im folgenden jähr das Gou-vernement von Britannien, welches mächtige Reich er endlichvöllig der Römischen botmäßigkeit unterwarf, und mit sol-cher klugheit regierte, daß die einwohuer desselben so gar nachden sitten der Römer zu leben, und nicht allein die Lateinischespräche, sondern auch die Rhetoric und andere wissenschaffrenzu lernen sich nach und nach angewöhnten. Nachdeme er aberdieses amt 8- jähre verwaltet, und mittlerweil nicht nur vielsieg erfochten, sondern auch noch anfalle andere weise sich umdie Römische Monarchie bestens verdient gemacht, wurde ernach Rom zurück beruffen, und dastibst von dem Kayser Do-mitiano, der seine eifersucht über dessen erworbenen rühm undseltene Verdienste nicht genugsam verbergen konnte, sehr kaltsin-nig empfangen, daher» er von dieser zeit an vor sich in der stillelebte, bis er endlich an. 9;. im;6sten jähr seines alters starb.

in vim Lgrie.

Agricola, (Caspar) Professor Iuri8 auf der Universität zuHeidelberg,ward vor einen der geschicktesten ILwrmn inTeutsch-land gehalten , und starb den 9. may 1^97. in seinem 7z. jähre,als er 4;. jähr die Rechtsgelahrheit dociret hatte.

Agricola, ( Franciscus) von Leonen, einem kleinen dvrftn dem Hertzogthum Mich, gebürtig, ist wegen seiner schriftenund frömmigkeit berühmt. Er war Lanoillcus und Pfarrer zuRodingen, und hernach zu Sittarden, gleichfalls in dem Her-tzogthum Mich, woselbst er den 6. dec.1621. gestorben. Manhat von ihm Lomment. äs Verba Lei leripto <L N0I2stcripto ; äe -I-eökicme 8. 8cr. ejusgue Imerpretistus; äe Lliri-Ao 8-lIvLtore; äe krimatu ketri, und andere mehr.stistl. steig.

Agricola, (George) ein Aleäieus in Teutschland, warzu Glaucha in Meisten den 24. mertz an. 1494. gebohren. Alser nach seiner zurückku nft aus Italien unterschiedliche dinge indem Böhmischen geburge entdeckt hatte, so bekam er eine sogrosse begierde, hrerinnen weiter nachzuforschen , daß, als ersich zu Ioachimsthal niedergelassen, er seine meiste zeit mit Un-tersuchung der unterirrdischen geschöpft zubrachte. Er begabsich deswegen von dar nach Chemnitz, und wendete sowol diejährliche pension, die er von Hertzog Moritzen zu Sachsen em-pfieng, als auch viel von seinen eigenen Mitteln dazu an / seinenendzweck zu erreichen. Er schrieb äe Orm L LLulis llistterrLnso-NIM; äe Xsturs eoium guL ellluum ex tsrm; äe Xsturs stolst-liuin; äs Meälcati« stomibus; äe lustterraneis llnimsntibus;äe veteristus <L novis lssstsllis; äe ste ÄletsUierr, <Lc. Bodinusmeynt, daß in dieser wissenschafft Aristoteles und Plinius vornichts gegen ihn zu rechnen wären. Budäo, Leonardo Portiound Alciato wies er in einem eigenen tractat, daß sie in Ausrech-nung der alten maaß und gewicht oftmals gefthlet hätten;worüber sie hernachmals unterschiedene schriften wechselten.Als Hertzog Moritz chwb August von Sachsen mit ihrem volckzu den Kayserlichen m Bohmen flössen wollten, so gieng Agri-cola , ob er gleich schon ziemlich alt, mit Hinterlassung seinergantzen famitte und schwängern stauen, zu bezeugung seinerPflicht, Mit zu felde. Er starb zu Chemnitz den 22. nov. an.

, in vlt. üleä. Lsär». inetst. still. stistl.

277««». still. lib. XVI. eloges wm. I. Messn.

chrvN. , xrolox. renovat.

Agricola, (Johann) war zu Eisleben den 20. april an.2492. gebohren. Nachdem ihn der Grafzu Mansftkd in seinemvatterlande befördert, ist er demselben auf den Reichs-tag zuSpeyer an. 1526. und aufden zu Augspurg an. i;;o. gefolget.Er hat bey dieser gelegenheit vor dem Churfürsten von Sachsenetliche mal geprediget, und weil ihm solches wohl von stattenAeng, wurde er dadurch hochmuthig, daß er sich Melanchtho-N Mersetzte, und an. 1527. wider denselben schrieb. An. 2^6.

^ichied, erhielt auch selbigen, wiewol nicht

^*D^der undanckbarkeit und andrer laster. DaraufW und Prediger zu Wittenberg, woselbst er

von Luthers abgieng, und das gesetz gantznpnn^mavwm^ M ' so es mit ihm hielten , llminomiaill ge-wrach e?§ne irrtstum^!." Lutherus wider ihn schrieb, ver-w revvciren; es kam aber dennochzu emem heftigen streit. Indem man diesen beyzulegen bemühet

agr

war, begab sich Agricola,

nach Berlin, da denn der w» ,

Luthero wieder auszusöhnen, sich angelegen seyn ließ, solche»aber nicht änderst erhalten konnte, als daß Agricola seine Irr-thümer und beleidigungen wider Lutherum widerrief; welche»er auch in einem zu Berlin gedruckten buche gethan. Unterbet-ten wurde er Hof-Prediger zu Berlin, und verfertigte neb!»dem BifchoffJulio Pflug, und Michael Sidonio das bekann-te Imerstn. In die folgende streitigkeiten der Protestirendenvon den mittel-dingen in religions-sachen, hat er sich auch mneingemischet. Er starb zu Berlin an. 25 66. Unter seinen schrit-ten ist sonderlich die auslegung der Teutschen sprüch-wörter be-rühmt , worinnen er des Hertzogs Ulrich von Würtembergnicht zum besten gedacht, daher er gezwungen worden, in ei-nem sehr demüthigen schreiben solches zu erkennen, wiewo»sich dennoch der Hertzog dadurch nicht hat versöhnen lassen»/'«»ra/i'o«, prolo^. cstron. 8sxon. list. V. 5/^'

cka». lib. XII. , vit. 6erm. sssteol. still, sturste»

mu. ö«)!,>.

Agricola, (Michael) ein Lutherischer Prediger zu Abo inFinnland, hat zu erst das neue Testament in feiner Mutter-sprache übersetzet, und dadurch vieles zu der ausbreitung desLutherthums in dasigen orten beygetragen, still, ec»

clest x. 7;;.

Agricola, (Rudolph) in dem dorf Baffleri/ 2. meile»von Gröningen in Frießland, an. 2442- gebohren, war in aller-ley gelehrten wissenschafften wohl erfahren. Er gieng von sto-ven , allwo er anfänglich studirte, in Franckreich und Italien ,und ward an allen orten hoch gehalten. Zu Ferrara hörte erTheodorum Gazam von Constantinopel, den der Hertzog Her-cules mit grossen kosten dahin gezogen hatte. Nach seiner zu-rückkunft in Frießland wurde ihm eine bedienung zu Gro-ningen aufgetragen , welche er, nachdem er von dannen anden Kayser Maximilian verschickt worden , nur 6. monat ver-waltete , und als eine lebens-art, die mit seiner Neigung nEwohl überein kam, selbst abdanckte, auch andere stattliche ihistzu Antwerpen gethane Vorschläge ausfchlug , sich wieder amdie reisen, darzu er sehr geneigt war, und endlich nach Hei-delberg begab, allwo er die Philosophie lehrte, auch theils iLselbiger stadt, theils aber zu Worms, (da er an dem BisttMJohann Dalburg , der ehemals sein discipul gewesen, eiEgrossen freund hatte) sein leben zubrachte. Weil dieser Bi-schofs einen gelehrten Jüden an feinem Hofhatte, so gebraue-te sich dessen Agricola, als er schon 40. jähr alt war, zu elernung der Hebräischen spräche. Der Churfürst Philipp ifssPfaltz vermochte ihn, daß er einen kurtzen historischen beEder 4. Monarchien heraus gab, auch andere schöne weraverfertigte. Er war ein meister der beredsamkeit, er zeichn^und mahlte fürtreflich, und wies in allen seinen verrichtuEeine ungemeine fähigreit. Er starb aber in seinen besten ss'stren den 2;. oct. an. 2485. zu Heidelberg, allwo er in ^Minoriten-kirche begraben worden. Seine schriften hat Aifjdus von Amsterdam in 2. w-nis in 8vo an. 25,9. zu Coln sfsammen drucken lassen, und sein leben vorhergefetzet. 2'Ess.'

äe lerixr. ?. ,/oDMr. äe läill. I-M.

stistl. Lel§. in vll. killt. Bentheims Holla«'

kirchen-staat, ?. II. e. 4. §. 10.

Er ward Nsgiller artium zu Löven, und es würde ihm em.krolssson nicht entstanden seyn, wenn nicht die begierde zu Hsen bey ihm allzugroß gewesen wäre. Zu Paris hat er sich Bpgemern eingezogen gehalten, und bey einem sehr keusche" L..,nüchtern leben den studier, mit allem eifer obgelegen. Zurara hat ihm devHertzog viele wohlthaten erwiesen, dergerne bey sich behalten hätte. Er hörte erst Theodor^Gazam, nachdem trat er auch auf, und ließ sich derrmw §hören, daß die Jtaliäner bedaureten, daß dieser treffichenicht disseits der Alpen, oder deutlicher zu sagen , in JU-ptgebohren wäre. Er hat verlanget, daß man ihn ru/iMFranciscaner-Habit begraben mochte. Seinen tod MschBErafmus der langsamkeit des Neäici zu. Reuchlm HMdie leichen-rede gehalten; Adolph Occo aber feine buchenbet. Er hat sich verschiedentlich verliebet, aber nie geiM^Mund das aus einer sonderbaren unentschlossenheit, und ver aller sorgen möchte überhoben seyn. 0.

* Agricola, und dessen knecht Vitalis, musten a"A-zu Bologna, des Christlichen glaubens wegen, nach vielersamen ausgestandenen Marter den märtyrer-tod erlewei'ss Ab-würben unter den gräbern der Juden beerdiget.

matius zu Vermont aber verlegte selbige in die von iWÄnrcBmont erbauete kirche, welche er auch diesen beydenheiligte. Sie werden den 4. nov. verehret.

* Agricola, ein Bischoff zu Chalon in FranckreiäE^csvon vornehmen eltern gebohren, welcher wegen semes vciVerstands und beredsamkeit in feiner jugend, wobey Mjck-maßig war, und des tages nur einmal vor der stm"7MsiMgang speisete, gerühmet wurde. Er ward an.; ,2. zumerwehlet, und verwaltete fein amt sehr rühmlich, ss" z»auf verschiedenen Lonoliis, nämlich auf dem). 4-"Orleans an. ,,8.541. und 549. auf dem 2. M Pari» ^

' ' n am 567. zugegen. Er Mb « y M

und auf dem 2. zu Lyon an. 567. zugegen. -. „ , kv v>" ^v-

und an. 878 . wurde sein lerchnam wieder gesundenwunderwercke an krancken geschehen seyn svllem