Band 
Erster Theil. A - Be.
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Lasst als er war. Anfangs lebten sie in der stadt Gaza, undNgaden sich hernach in ein kloster. Sie vertheidigten mitarosser bertzhafftigkeit den Christlichen glauoen wider die Hey-den, und erlitten darüber viel ungemach. Ajax soll eine sehrschöne frau gehabt, und mit derselben kinder gezeuget, her-nach aber sich von ihr abgesondert, und die aussieht über diekirche zu Botolium gefuhret haben. Von seinen söhnen hat erzwey zum studiren und kloster-leben auferzogen , den drittenaber verheurathet. Ä2E«. üb. VII. c. 28.

* Aiaxaca, oder Axaiaca, kam nach seines bruders Dev-ot tod auf den Königlichen thron in Mexico. Nun war bey de-nen Mexicanern der gebrauch, daß ihre Könige vor der crönungdurch eine grosse that zeigen müssen , daß sie der crone werthwären. Zieserhalben grenz auch Ajaxaca auf die 200.meilen weit in das Königreich Tequantebac. So starck sichauch die einwohner dessen zu einer hertzhafften gegenwehr be-reitet, so überwand er sie doch, bekam ihre stadt ein, führteeine grosse anzahl mit sich weg, welche der Mexicaner gottVitzliputzli sollten geopfert werden., und kam also triumphi-rend zu seiner crönung zurück. Er regierte löblich , daß alsoseine Unterthanen sein im 12. jahre der regierung erfolgter todsehr schmertzlich ankam.

Aiazzo , siehe Lajazzo.

Aiazzo , oder Aiaccto, lat. üäjacium und vrünum, einestadt in der insul Corsica, mit einem. Hafen an dem Mittelländi-schen meer, und einem Bißthum, so unter Pisa gehöret. Siewar vormals die Haupt-stadt dieser insul.

Albertus, ein Spanier, war Abt von den Cisterciensern,und schrieb einen tractat von berühmten leuthen seines Or-dens, welcher von dem , in nienol. und

xchbk, in bibl. Lilkerc. angeführet wird.

Aibling , ein marck-flecken in Bayern, in dem Rent-amtMünchen, ist von den alten unter die besten des landes gezehlt,aber nachgehends durch feuer und krieg sehr mitgenommenworden. Auf dem daselbst befindlichen Churfurstlichen schloßsitzt ein Psieger. So ist auch ein Land-Gericht daselbst, worzudie Herrschafft Valckenstein, und die Grafschafft Vallay nebstvielen andern orten gehören. Lhur-Bayern, p-126.

' Aich, ein feines schloß in Ober-Oesterreich, in dem soge-nannten Machland-viertel, welches den Grafen von Salburgzugehöret. An. 1448. haben es die Herren Tompöcken beses-sen, von denen es an die Herren von Praag , und nachgehendsan Michaeln Pernauer gekommen. Nach dessen absterben hates Georg Sigmund, Graf von Salburg, in dem XVII. Lcu-lo käuflich an sich gebracht. Von Hoheneck beschreibung vonOber-Oesterreich, wm. II. x. 2;;.

* Aich , ein kleiner fluß, welcher im Würtenbergischen ober-halb Waldbuch entspringet, und sich in den Necker ergeußt.

Aicha, oder Aichach , eine kleine stadt in dem BayerischenRent-amt München , ;. bis 4. meilen nord-ost-warts vonAugspurg , an dem fluß Par, gelegen. Sie ist ziemlich wohlgebauet, und mit einem wall, mit gedoppelten wasser-graben,wie auch mit einem alten schloß versehen. An. 1704. ward sievon den Englischen trouppen eingenommen, und grossen theilsverbrannt.

* Aichartus, Abt zu Genniege, war ein söhn Anschürn, ei-nes berühmten und reichen kriegs-manns. Seine Mutter aberwar Ermena, von welcher er zu Poitiers gebohren, und so-gleich bey der geburt dem Priester-orden gewiedmet, auch nach-hero zu dem ende einem frommen Priester untergeben wurde.Als er nun unter dessen erziehung das 12. jähr erreichet, er-wehrte er das kloster-leben, brachte es auch bey seinen elternso weit, daß sie ihm zu Qnincy eine kirche erbaueten , allwoer nebst einigen Mönchen lebte, und dieselben wohl zu regierenwußte. Hierauf, als St. Philibertus zu Genniege vonEbroino seiner wurde entsetzt ward, und flüchtig werden muß-te , würd er an dessen stell zum Abt erwehlet, und soll die zahlder Mönchen unter ihm bis auf 900. angewachsen seyn. Manfindet auch von ihm aufgezeichnet, daß er viele erscheinungenund offenbarungen gehabt; daß er oft mit himmlischem alantzumgeben gewesen, und in ermanglung eines nagels die Hand-schuh an die sonnen-strahlen gehanget habe, welches man aberalles an seinem ort lasset. Ob er nun wol solchergestalt ingrossem ansehen und ehre gestanden,' soll er doch deswegenkeineswegs übermüthig gewesen, sondern vielmehr in steter de-muth einher gegangen seyn. Ja man liefet, daß er über die-ses vielen und heftigen anfechtungen des teufels unterworffengewesen, denen er aber allezeit tapfer begegnet, und sie son-derlich durch das zeichen des creutzes, und durch das weyh-wasser überwunden habe. Er starb endlich an. 68a. wurdem der Probstey Haspre, bey Valenciennes in Hennegau, beer-diget , und M ihm kurtz vorher, als er lebens satt, ein Engelerschienen seyn, und ihm fernen bald erfolgten tod offenbaretvadm. Ihm zu ehren ist jährlich der i;. sept. als heilig ge-wrevmet. Lnrco«.

aus dem vrden des H. Dominici, er-' nls die zwistigkeiten zwischenBomfacw Vlll. und PlMppv knickn- sich ereigneten. Der

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Papst ließ ihn alsdann zurück beruffen, und setzte ihme rMjähr r Z02. den voökor-hur auf. Nachgehends ward er in fer-nem vatterland Provincial, käme auch zu so hohem ansehen,daß ihm einig und allein gemalt und macht übergeben wur-de, die öbservantz in Bohmen zu verbessern, und wieder in vo-rigen stand zu bringen. Sein allzu grosser eifer wäre ursach,daß er sich erkühnete viele fachen vorzutragen, die sehr gefähr-lich schienen; welche auch Johannes XXII. im jähr 142-'verwarf, sagte aber dabey , er wolle das gedächtnis des ver-storbenen , so sich der kirchen in allen stucken unterwürffig ge-macht , im geringsten nicht vermindern. Diejenige, so vonden irrthümmern Aichardi, den sie Eccard nennen, zu reden an-las hatten, redten von ihme mit viel weniger bescheidenheit alsdieser Papst. Man hat unter den wercken Tauleri einige sei-ner andachten. Trithemius beschreibet die anzahl seiner an-dern wercken, welche er gesehen hat. , Icnpt. ora.

krxeci. Unter den briefen Tauleri ist der XXXV. von einemandern Aichardo, welcher auch ein Sachse und aus demorden des H. Dominici gewesen. Er starb im jähr izz?-nachdeme er von dem General-Capital, deme er als vsüniwrseiner provintz beygewohnt hatte, wiederum zurück gekommen,läem.

* Aichberg, einschloß in Ober-Oesterreich, ohnweit Wesne-Urfar, in einer ebenen,, aber nicht sonderlich angenehmen lie-gend gelegen. Es gehöret den Grafen von Salburg, derenvorfahren es schon an. 1548. besessen. Von Hoheneck bescherbung von Ober-Oesterreich, wm. II. x. 2;-.

Aichelberg, ein altes und meist verfallenes schloß in Kürz-ten , in dem obern Viertheil zwischen Oßiach und Wernberg /einem hohen berge in der Wildnis. Vor zeiten war es ein grol-ses und vestes schloß, denen Aichelbergern zuständig, so aberschon vor ziemlicher zeit abgestorben, worauf sich die Grafenvon Kevenhüller, Freyherren von Aichelberg geschriebenEndlich aber ist dessen besitz an die Grafen Galler gelangt,ist auch noch in Kärndten in eben diesem viertel auf einemhohen berge, darunter die Gayl fließt, mitten in einem walvedas schloß Äichelburg, so das stamm-haus der Freyherren vonAichelburg ist. Kärndten, x>. 6-8.

* Aichelberg, ein adeltsches geschlecht in Schlesien, v-. -.Kärndten dahin gekommen seyn soll. In dem jähr 1654. io-

nischen. An. W7;. war Christian bey dem Hertzogen bb"Würtenberg-Oels Rath, und besaß Bottendorfund OstraEhernach aber Bogschutz in dem Oelsnischen, worauf er sim„die standes-herrschafft Militsch begeben. An. 1728- lcvnJohannes Sigismund von Aichelberg auf Qder-Woidnikanim Militzischen, welcher mit Maria Juliana von Kölichen vwRischtern unterschiedliche kinder gezeuget hat. Sch'.I

curiosi k. I. x. 2z;. <L I>. II. p. zoi. Vermuthlich war fN,aus diesem geschlechte Johannes Franciscus von AichelbAS-Hertzogl. Holstein-Norburgischer Hofmeister , dessen toEDorothea Christina den 20. febr. 1702. mit ChristiansHertzogen von Holstein-Norburg vermählet worden, und 0»auf mrt selbigem den jetzt-regierenden Hertzogen von HoM"Plon Fridericum Carolum erzeuget hat. .

* Aicher, (Otto) ein Benedictiner und krokellbr kbiloi'phiX Noralig und HilkoiiLrum zu Saltzburg, starb 1678. v!hinterließ Irsr kosticum ; Hortmii vari-lrum

und einen tractat cle Lomitüs Kvmsuorum. blbl.

* Aichfeld, ist ein gewisser strich landes um die stadt-5

-enburg, in Ober-Steyermarck. ^

* Aichhalden, eine kleine stadt in Schwaben, im Schkva ^

Walde. k/Aw. LeMco». ^

Aichheim , ein schloß mit einer Herrschafft an derSchwaben, fast auf dem halben weg zwischen Ulm und ^

mingen. Vor zeiten war es eine Grafschafft, und gehöre ^Grafen von Aichheim, von denen sie nach absterben desGrafen durch verheurathung Lucja, gebohrner GraMAichheim, an Conrad, Freyherrn von Rechberg,jähr izaz. an die Rechbergische familie, und von dem^,gleichfalls durch Heurath an. 1677. an die Grafen vonbürg und Styrum gekommen ist. An. wgo. wEschloß von dem donner angezündet und in die asche gelegt,z-o/. X. k. üb. VII. c. II. n. z. Lucä Grafen-saal, k- II-

Aichholtz , (Johannes'» ein berühmter üleäiLus zu1^20. gebohren, promovirte,zu Wittenberg z;47.

kranck liegenden vorzustehen, erwehlet, endlich an. "Machtefeffor NsäiLinX. Er starb den 6. May 15 88. und ve Irrestdem Rath zu Nürnberg wc-oo. gold-gülden, davon Msen an 400. gold-gülden 2. 8wäio1>3 UeäicinD 6.ihrer reise sollten ausgezahlet werden. Weil aber den ^ ^ek-we nachgehends an Starzerum einen vodkorem.luns 1ter verheurathet, hat sich die helste davon verlohre»stakt, daß jährlich nur 200. gold-gülden, und nur ememio ÜleälcmR gegeben werden. kVederr chearr.